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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2021

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2021

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Das I/O-Portfolio enthält unter anderem Module zum Ankoppeln von Namur-Sensoren sowie Hart-fähigen Geräten. Alle Axioline P-Komponenten sind für die Installation im explosionsgefährdeten Bereich in Zone 2 zugelassen und eignen sich daher für prozesstechnische Anwendungen. Signale dürfen aus den Zonen 0 und 1 an die I/O-Module angebunden werden. DIE VIELFÄLTIGEN KOMBINATIONSOPTIONEN AUS PLCNEXT CONTROLLERN UND I/O-MODULEN ERMÖGLICHEN DEN AUFBAU BEDARFSGERECHTER STEUERUNGSLÖSUNGEN. Stefan Kuhnert, Phoenix Contact Electronics Elements aufbringen lassen. Aus dieser Kombination ergibt sich eine variable und bedarfsorientierte I/O-Station. Als Trägermodul fungiert die Backplane als Lokalbusteilnehmer in einer Axioline F-Station (Bild 1). In dieser Form stellen die Axioline Smart Elements eine Erweiterung der Baureihe Axioline F dar. Die Besonderheit: Neben der individuellen I/O-Konfiguration und einfachen Handhabung kann der Anwender kompakte I/O-Stationen mit hoher Kanaldichte umsetzen, wie sie kleine Schaltschränke an Maschinenteilen erfordern. Auf einer Breite von lediglich 100 mm lässt sich zum Beispiel eine Axioline F-Station inklusive Buskoppler und Smart Elements aufbauen. Die Station könnte 32 digitale Eingänge, 16 digitale Ausgänge, vier analoge Eingänge, vier analoge Ausgänge sowie vier IO-Link-Ports umfassen. Interessant für den Serien maschinenbau: Durch die Nutzung von Slot-Cover-Elementen lässt sich Platz für zukünftige I/O-Funktionen freihalten und später durch spezifische Axioline Smart Elements belegen. Der Anwender kann die I/O-Konfiguration somit bei gleichbleibender Stationsbreite an die Signalvielfalt eines Maschinenteils oder -typs anpassen. DAS HOCHVERFÜGBARE I/O-SYSTEM MIT ZWEI GESICHTERN Äußerlich ähnelt das I/O-System Axioline P der Baureihe Axioline F. Beide Lösungen unterscheiden sich jedoch teilweise in der Handhabung und Installation. So ist der Lokalbus von Axioline P anders konzipiert als derjenige von Axioline F: Bei Axioline P ermöglichen spezielle Bussockelmodule im Ethernet-basierten Lokalbus Hot-Swapping. Die Lokalbusmodule können also während des laufenden Betriebs getauscht werden, ohne dass die Station in Stopp wechseln muss. Als identisch erweist sich hin gegen der Anschluss der Peripherie an die I/O-Module: Beide Systeme verfügen über abnehmbare Stecker mit Push-in- Anschlusstechnik. Buskoppler für Profinet-Netzwerke unterstützen die Profinet-Systemredundanz S2 für eine ausfallsichere Kommunikation zwischen Steuerung und Buskoppler. DIE DEZENTRALE UND SCHALTSCHRANKLOSE VARIANTE Bei Axioline E handelt es sich um ein I/O-System in Blockbauweise für die schaltschanklose dezentrale Automation. Die Geräte sind an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Feldinstallation angepasst und für den Einsatz in rauen Umgebungsbedingungen ausgelegt. Das Stand-Alone-Modul vereint Buskommunikation und I/O-Funktionalität in einem Gehäuse und stellt eine leistungsstarke L-kodierte Spannungsversorgung mit 2 × 16 A mittels M12-Anschlusstechnik zur Verfügung. Aufgrund des integrierten Zwei-Port-Switches und Power-Out-Anschlusses lassen sich mehrere Geräte selbst über längere Kabelstrecken in einer einfachen Linientopologie in der Anlage montieren. Die Anschlüsse auf dem Modul sind in einer M12-Duo-Kontur ausgeführt, was eine flexible Feldverdrahtung mit bewährten M12- Schraubsteckverbindern oder der neuen M12-Push/Pull-Schnellanschlusstechnik erlaubt (Bild 2). RUNDUM SICHER GELÖST Das umfassende Produktportfolio von Phoenix Contact umfasst Remote-I/O-Systeme mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Baureihen Axioline F, P und E sowie die Axioline Smart Elements stellen in Kombination mit dem offenen Ecosystem PLCnext Technology oder an Steuerungen unterschiedlicher Hersteller eine zukunftssichere Lösung für fast alle Industriebereiche und Anwendungen zur Verfügung – und das aus einer Hand. Bilder: Phoenix Contact www.phoenixcontact.com UNTERNEHMEN Phoenix Contact GmbH & Co. KG Flachsmarktstraße 8 32825 Blomberg Telefon +49 5235 - 5235 3-00 AUTOR Stefan Kuhnert, Produktmarketing I/O-Systems, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont ZUSATZINHALTE IM NETZ Intelligent automatisieren von der Komponente bis zum System: Mehr dazu unter phoenixcontact.com/remote-io 64 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2021/06 www.industrielle-automation.net

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Bild: Endress+Hauser NUTZEN SIE DIE VORTEILE JETZT AUCH IN VERFAHRENSTECHNISCHEN ANLAGEN ETHERNET KOMMT AN Mit der neuen Kommunikationstechnologie Ethernet-APL hat die Prozessindustrie auf ihrer Suche nach höherer Effizienz einen starken Partner gefunden. Welche Vorteile sie in der Praxis bietet, lesen Sie hier. le Datenübertragung vereinfachen und beschleunigen die Inbetriebnahme einer Anlage, die Ethernet-Kommunikation über das 2-Leiter-Feldbuskabel ist stabil. „Bereits vor zehn Jahren haben wir ein Durchflussmessgerät mit Ethernet-Konnektivität auf den Markt gebracht und seitdem das Angebot Schritt für Schritt erweitert“, blickt Spielmann zurück. www.endress.com Seit vielen Jahren sind Feldgeräte in der Verfahrenstechnik in der Lage, nicht nur ihre eigentliche Messaufgabe zu erfüllen, sondern auch weitergehende Informationen zu liefern. Theoretisch wird so die installierte Basis transparent und detaillierte Geräte-Diagnoseinformationen stehen zur Verfügung. Allerdings lässt sich dieser Mehrwert mit den momentan eingesetzten Technologien nur bedingt realisieren. Beispielsweise ist die 4…20 mA-Analogtechnik zur Prozesssteuerung geeignet, nicht aber für weiteren Datenzugriff. Das zusätzliche Hart-Protokoll, das meistens nur für die Konfiguration der Geräte genutzt wird, ist für einen umfangreichen Datenzugriff schlicht zu langsam. Die seit vielen Jahren bekannte Feldbustechnologie hat dies zwar verbessert, ist aber ebenfalls noch recht langsam. Der Blick in andere Bereiche zeigt, dass die Datenübertragung via Ethernet nicht nur in der Büroumgebung, sondern auch im industriellen Einsatz zum Standard geworden ist. Die Hauptvorteile liegen in der hohen Geschwindigkeit und der nahtlosen Integration in IT-Systeme. „Lediglich im Feld der Prozessindustrie haben die Ethernet-Spezifikationen bislang die Erwartungen der Betreiber nicht erfüllt“, sagt Benedikt Spielmann, Marketing Manager Industrial Communication bei Endress+Hauser. Vor einigen Jahren haben sich daher namhafte Hersteller und Nutzerorganisationen zusammengetan, um die bekannten Nachteile aus der Welt zu schaffen. Die Arbeit an den Spezifikationen ist mittlerweile abgeschlossen, sodass die Technologie Mitte des Jahres 2021 vorgestellt. werden konnte. Zu den Vorteilen von Ethernet-APL zählen u. a.: Steckverbinder und verschiedenen Topologien ermöglichen eine einfache und flexible Installation, der Fernzugriff und die schnel- UNTERNEHMEN Endress+Hauser AG Kägenstrasse 2, CH-4153 Reinach BLz AUTOR Frank Jablonski, freier Redakteur, mylk+honey, für Endress+Hauser Zeigt Ihnen, worauf es ankommt. Alle Informationen zu den Anzeigesystemen unter www.microsyst.de

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