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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2020

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2020

AS-INTERFACE TECHNOLOGIE

AS-INTERFACE TECHNOLOGIE bietet Maschinen- und Anlagenbauern alles für den erfolgreichen Start in die digitale Zukunft. Ohne technologische Funktions- oder Schnittstellenrisiken – dafür aber mit dem Versprechen, auch bei individuellen Anforderungen ein verlässlicher Innovationspartner für die Kunden zu sein. Ventilinseln einfach verdrahten mit ASi-5 In der Pneumatik versteht man unter einer Ventilinsel den Verbund mehrerer Einzelventile mit zentraler Energie- und Luftversorgung. Die Anbindung an ein Automatisierungssystem erfolgt vielerorts noch aufwendig und teuer über Ethernetknoten. Wesentlich praktischer, kostengünstiger und effizienter ist es, die Vielzahl von Prozess- und Regelventilen oder Stellungsreglern mit ASi-5 einzubinden. Unabhängig von der jeweiligen Dimensionierung kann ASi-5 perfekt skaliert und die Ventilinsel in ihrer Gesamtheit über nur eine IP-Adresse konfiguriert werden. Dies reduziert Inbetriebnahmezeiten auf ein Minimum. Ob binär, analog oder per IO-Link – Bihl+Wiedemann hat das passende Integrationsmodul. Die Lösung mit ASi-5/ASi-3 Gateways mit OPC UA Server sowie ASi-5 Modulen mit integriertem IO-Link Master kommt der zunehmenden Digitalisierung in der Fabrik- und Prozessautomation besonders entgegen. So werden auch für Ventilinseln immer öfter smarte Diagnosefunktionen gefordert – vor allem dann, wenn die Automatisierung sich komplex gestaltet oder eine höchstmögliche Betriebssicherheit der Gesamtanlage gewährleistet werden muss. Fingerspitzengefühl und Griffsicherheit mit ASi-5 Damit Roboter auch kleine oder in Form und Größe wechselnde Objekte sicher handhaben können, werden ihre Greifer und Hände immer feinfühliger, vielgliedriger und beweglicher. Dies bedeutet, dass immer mehr miniaturisierte Sensoren und Aktuatoren in pneumatische oder bionische Greiflösungen integriert werden müssen. Bihl+Wiedemann bietet mit ASi-5 und dem 1-Port IO-Link Master im kompakten Format der aktiven Verteiler die perfekte Verdrahtungstechnologie, um die „Sinnesorgane“ und „Muskeln“ von mechanischen Greifern und Roboterhänden zu vernetzen und mit einem Automatisierungssystem zu verbinden und anzusteuern. Die Signale der Sensoren und Aktuatoren der Greifsysteme werden platzsparend und effizient eingesammelt und ausgewertet. Gleichzeitig dient das flache ASi Kabel als „Nervenbahn“ bis in die „Fingerspitzen“ – für das perfekte Zusammenspiel der Signalgeber und Stellglieder beim Greifen. Kommen intelligente Sensoren und Aktuatoren zum Einsatz, können diese wertvolle Informationen für das Condition Monitoring der Greifsysteme liefern. 10

AS-INTERFACE INTERVIEW Interview mit Sven Meister, Key Account Manager Automotive bei Bihl+Wiedemann Bihl+Wiedemann: Mit ASi-5 auf der Überholspur Sven Meister, Key Account Manager Automotive bei Bihl+Wiedemann. Geräte-Verkaufszahlen im fünfstelligen Bereich, eingesetzt vor allem in der Automobilindustrie, aber auch in der Lager- und Fördertechnik und in Verpackungsanlagen, zwei Jahre Systemerfahrung und ein breites, fein abgestuftes Produktportfolio – ASi-5 ist bei Bihl+Wiedemann schon heute eine technologische Erfolgsgeschichte. Sie findet im Markt – auch für die Anbindung von IO-Link Devices – immer mehr Anhänger. Im Interview mit den AS-Interface Master News: Sven Meister, Key Account Manager Automotive bei Bihl+Wiedemann. ASi MASTER NEWS: Mit dem neuen Standard ASi-5 beendet der Feldbus für die erste Automatisierungsebene vielerorts sein Nischendasein und etabliert sich als Technologie für breite Anwendungsgebiete. Was sind die wesentlichen Gründe für diese positive Entwicklung? Sven Meister: ASi-5 schafft die Voraussetzungen für eine zukunftssichere Automatisierung, weil es große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit übertragen kann. Anwender haben sich so eine deutliche Leistungs- und Funktionssteigerung schon lange gewünscht, aber es war mindestens ebenso lange technisch schwer zu realisieren. Zudem bietet ASi-5 alle Optionen für eine effiziente Integration intelligenter Sensoren, wie sie immer mehr gerade in hochperformanten Maschinen verbaut werden. Am besten kann man das vielleicht an einem Beispiel aus der Telekommunikation erläutern. Früher gab es die analoge Telefonie, die Sprache im Originalfrequenzband übertragen hat. Dann kam – über dieselbe Leitung, parallel nutzbar und ohne sich gegenseitig zu stören – DSL dazu. In unserem Fall ist die analoge Telefonie ASi-3, das auf einer Frequenz von 167 kHz kommuniziert. ASi-5, unser DSL, nutzt dagegen den Frequenzbereich zwischen 1 und 10 MHz. Hier steht für die Übertragung von bis zu 384 Ein- und 384 Ausgangsbits in 1,27 ms über das sogenannte orthogonale Frequenzmultiplexing mit Dreifach-Redundanz eine Vielzahl von Trägerfrequenzen zur Verfügung, wovon sich der Master in Abstimmung mit den einzelnen Modulen jeweils die am besten funktionierenden heraussucht. Durch diese Lösung ist nicht nur sichergestellt, dass man ASi-3 und ASi-5 – auch parallel – auf ein und derselben Infrastruktur verwenden kann. Mit unseren Produkten, das muss man in aller Bescheidenheit auch sagen, wird ASi-5 zu einer Art Gesamtkunstwerk, das dem Anwender über die einfache Verdrahtungstechnologie hinaus vielfältige automatisierungstechnische Vorteile bietet. ASi MASTER NEWS: Wie sehen diese Vorteile aus und welchen Nutzen stiften sie in der Praxis? Sven Meister: Für viele Applikationen entscheidend sind die bereits erwähnten Merkmale hohe Geschwindigkeit und große Datenbreite. Pro Teilnehmer können bis zu 32 Byte Prozessdaten zyklisch übertragen werden. Damit lassen sich mit ASi-5 dann auch Daten beispielsweise von RFID-Readern und Barcodescannern transportieren. Und auch die Übertragung von farbigen Bildern ist jetzt über ASi-5 möglich, zum Beispiel für Inhalte von Anzeigendisplays oder für elektronische Schilder im Rahmen einer papierlosen Lagerhaltung oder Kommissionierung. Für Planer, Konstrukteure, Monteure und Servicemitarbeiter hingegen sind andere praktische Vorteile entscheidend. Durchdringungstechnik und Topologiefreiheit ermöglichen es, auch komplexe Projekte kostengünstig umzusetzen. So sind für den Anschluss von Geräten keine großen Steckverbinder notwendig, und der Monteur vor Ort muss auch nicht mit Litzen im Feld hantieren. Anschaltmöglichkeiten können also platzsparend und kostengünstig umgesetzt werden – schneller und einfacher geht es wohl kaum. Gleiches gilt für die Adressierung von Modulen, zumindest bei Bihl+Wiedemann. Alle Teilnehmer werden jetzt einfach durchnummeriert. Das kann man entweder mit einem Handadressiergerät machen oder unsere Konfigurationssoftware ASIMON360 dafür verwenden. Mit der PC Software lassen sich aber nicht nur alle Einstellungen für die an den jeweiligen ASi Kreisen angeschlossenen Module vornehmen. Sie hat darüber hinaus zum einen auch eine Schnittstelle zu Schaltplanprogrammen wie EPLAN, wodurch alle bereits geleisteten Vorarbeiten des Elektroplaners in 11

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