KOMPONENTEN UND SOFTWARE 04 03 03 Die Netzwerkkomponente mGuard mit integrierter Firewall- und Routerfunktion erleichtert die sichere und schnelle Einbindung von Maschinen in moderne Produktionsumgebungen 04 Das Weiterqualifizierungsprogramm von Phoenix Contact vermittelt Security-Wissen für unterschiedliche Qualifizierungsstufen Hürden dar: Echtzeitanforderungen, hohe Verfügbarkeitsziele und Safety-Vorgaben begrenzen die Anwendung klassischer IT-Maßnahmen. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel die Situation, da neue Rollen aufgebaut werden müssen, die diese Fachkenntnisse besitzen und im OT-Umfeld implementieren können. Internationale Lieferketten bringen zusätzliche Komplexität: Komponenten stammen aus unterschiedlichen Regionen mit abweichenden gesetzlichen Vorgaben für Updates, Vulnerability Disclosure und Cloud-Standorte. Darüber hinaus wird es immer wichtiger, Transparenz über Sublieferanten herzustellen und deren Integrität nachzuweisen, zum Beispiel durch die Verwendung signierter Firmware. SCHNELLERE REAKTION AUF ANGRIFFE SOWIE GERINGERE AUSFALLZEITEN Security-fähige Produkte reduzieren Stillstände, stärken den Remote-Service und schaffen Vertrauen für datenbasierte Geschäftsmodelle wie Zustandsüberwachung oder Pay-per-Use. Eine saubere SBOM und Update-Fähigkeit erleichtern internationale Ausschreibungen und senken Haftungsrisiken. Zudem entstehen neue Erlöspfade durch Security-Wartungsverträge, Managed-Monitoring-Angebote oder durch Security-Ready- Retrofitpakete. Regularien wie CRA, NIS2 und MVO markieren einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel: Cyber Security wird im Maschinenbau endgültig von einer optionalen Zusatzanforderung zu einer verbindlichen, nachweisbaren Kernaufgabe. Dies betrifft das Engineering, die Qualitätssicherung und Betriebsorganisation sowie die gesamte Lieferkette. Die Branche steht damit am Beginn eines neuen Reifegrads, in dem Security genauso selbstverständlich in Entwicklungsentscheidungen einfließt wie heute Safety oder Energieeffizienz. Unternehmen, die frühzeitig auf Secure-by-Design-Ansätze, strukturierte Lebenszyklusprozesse, transparente Lieferketten und robuste OT-Resilienz setzen, sorgen nicht nur für regulatorische Konformität. Sie erhöhen auch ihre Reaktionsfähigkeit gegenüber Angriffen, senken Ausfallzeiten, stärken den Remote- Service und legen die Basis für datengetriebene Geschäftsmodelle. So entwickelt sich Cyber Security von einem Pflichtthema zu einem Differenzierungsfaktor im internationalen Wettbewerb. Die Umsetzung erfordert strategische Investitionen in Rollen, Kompetenzen, Entwicklungsprozesse, Testautomation, Dokumentation und Infrastruktur. Wer diese Modernisierung jedoch entschlossen angeht, verbessert neben der eigenen Compliance- Fähigkeit ebenfalls die Qualität, Stabilität und Zukunftsfähigkeit seiner Produkte. In einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Maschinenwelt wird Cyber Security somit zu einem zentralen Baustein langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. Bilder: Aufmacher Robert Kneschke@shutterstock.com, sonstige Phoenix Contact www.phoenixcontact.com/security SEMINARE VOM EINSTIEG BIS ZUM EXPERTENWISSEN CRA, NIS2 und die neue EU-Maschinenverordnung machen IT-Sicherheit im Maschinenbau zur nachweisbaren Kernanforderung. Diese reicht von Security-by- Design-Prozessen über das SBOM/CVE-Monitoring bis zu Update- und Retrofit-Strategien sowie OT-Resilienz (Logging, Backups, Incident Playbooks). Die Seminare „Industrial Security und Netzwerktechnik“ von Phoenix Contact unterstützen Anwender dabei, sichere industrielle Netze aufzubauen und die Fernwartung abzusichern. Das Angebot erstreckt sich vom Einstieg in die Thematik bis zum Expertenwissen und umfasst auch Web-Seminare. Inhaltlich geht es um Industrial Ethernet, OT-Security sowie Routing/Firewall/VPN und eine sichere Fernwartung mit dem Security-Router mGuard von Phoenix Contact. In Kooperation mit dem Fraunhofer Institut erhalten die Teilnehmenden zusätzlich technologische Hintergründe. Interessierte können über einen QR-Code einen Termin wählen oder eine individuelle Seminaranfrage stellen. 36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2026/04 www.industrielle-automation.net
KOMPONENTEN UND SOFTWARE DREHMODUL VEREINFACHT ENERGIEFÜHRUNG Kompakte Gelenkarmroboter für die Industrie stellen Konstrukteure bei der Energieführung immer noch vor Herausforderungen. Denn für die schnellen Rotationsbewegungen entlang der ersten Achse und die beengten Platzverhältnisse gibt es am Markt kaum geeignete Lösungen. Igus schließt diese Lücke nun mit einer neuen freitragenden Energiekette der Serie Twisterchain. Bei dieser liegt das Drehmodul im Bogen um den Roboterfuß - auf dem Boden oder einem erhöhten Sockel. Der Fixpunkt ist am Untergrund befestigt, die Mitnehmerseite etwas höher an der ersten Achse. Dreht sich der Roboter, hebt sich die Energiekette schrittweise nach oben und legt sich in eine neue Ebene. „Somit können wir erstmals um 360° um den Fuß des Roboters rotieren, ohne mit der Steckerkontur zu kollidieren“, sagt Matthias Meyer, Geschäftsbereichsleiter Triflex E-Ketten und Robotics bei Igus. Mit der freitragenden Twisterchain adressiert der Hersteller auch gleich ein zweites Problem: die Energieführung an der fünften Achse von Palettierrobotern. Für mehr Sicherheit kann auch hier die freitragende Twisterchain zum Einsatz kommen. Das speziell entwickelte Design macht es möglich, dass die Energie- und Datenleitungen an der fünften Achse den 360-Grad-Rotationen des Werkzeugs folgen. www.igus.de WIE AUTOMATISIERTE KOMPONENTEN COOL BLEIBEN Ein Frequenzumrichter für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wird fast um die Hälfte kompakter, sein Prozessor gleichzeitig fünfmal schneller. - Solche Leistungs- und Miniaturisierungssprünge in der Antriebs- und Steuertechnik sind ein Baustein für die industrielle Automation. Kühllösungen gelten wiederum als Baustein für das Wachstum der Leistungsdichte. CTX begleitet diese Entwicklung mit Kühlkörpern, die zuverlässig unterschiedliche Steuerungen und Antriebe entwärmen und steigende Verlustleistungen schnell abtransportieren. Speziell in Umrichtern kommen extrudierte Profilkühlkörper aus Aluminium zum Einsatz. Durch ihre Kühlrippen entsteht eine große Oberfläche, die für eine natürliche Konvektion und dadurch für eine schnelle Kühlung elektronischer Bauteile sorgt. Über die Höhe, Dicke und Zahl der Rippen kann die Kühlleistung genau auf die jeweilige Verlustleistung ausgelegt werden. Kommen die extrudierten Profile an ihre Leistungs- und Bauraumgrenzen, kann CTX im Skived-Fin-Verfahren deutlich schmalere Rippen herstellen. Zur Königsklasse der Kühllösungen zählen die Flüssigkeitskühlkörper. Mit ihrem geringen Platzbedarf werden sie direkt am Hotspot montiert, von wo sie innerhalb kürzester Zeit mehr Wärme ableiten als jedes andere Kühlsystem. Das macht sie zu Hochleistungskühlkörpern für Anwendungen mit hoher Wärmeentwicklung. Bild: CTX Thermal Solutions/stock.adobe.com - xiaoliangge www.ctx.eu IMPRESSUM erscheint 2026 im 38. Jahrgang, ISSN: 2194-1157 / ISSN E-Paper: 2747-8017 REDAKTION Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni), Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de (verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts) Redakteur/innen: Felix Berthold, M.A. (be), Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Daniel Schilling, M.A. (dsc), Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW) Redaktionelle Mitarbeit: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml) Content-Managerin: Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, E-Mail: p.weidt@vfmz.de (Redaktionsadresse siehe Verlag) GESTALTUNG Sonja Daniel, Anette Fröder SALES Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Auftragsmanagement: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, m.lerch@vfmz.de Heike Rauschkolb, Tel.: 06131/992-241, E-Mail: h.rauschkolb@vfmz.de Anzeigenpreisliste 2026, gültig ab 01.10.2025 LESERSERVICE VU.SOLUTIONS GmbH & Co. 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