INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION GERÜSTET FÜR DIE NEUE MASCHINENVERORDNUNG: DIGITALES LIFECYCLE-MANAGEMENT FÜR SAFETY UND SECURITY VOM CE-STEMPEL ZUR DAUERHAFTEN KONFORMITÄT Die Komplexität der technischen und normativen Vorgaben für Safety und Security nimmt zu. Ein Beispiel ist die Maschinenverordnung, die ab 2027 greift. Um den gestiegenen Anforderungen in Sachen Safety, Security und Compliance gerecht zu werden, rückt für Produktions- und Sicherheitsverantwortliche eine lückenlose digitale Dokumentation in den Mittelpunkt. Ein führendes Unternehmen für sichere Automation stellt seine Lösungen für ein Management von strukturierten Dokumenten und Berechtigungen vor. 18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2026/04 www.industrielle-automation.net
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Produktionsleiter, Sicherheitsverantwortliche oder Management - die für Produktion und Sicherheit verantwortlichen Personen stehen tagtäglich vor der Aufgabe, den Überblick über Maschinen und Personal zu behalten. Dazu gehören Fragen rund um den Haftungsschutz, den Mitarbeiterschutz, den Datenschutz und die Produktivität. Den Schutz dieser vier Kernwerte erreichen Betreiber unter anderem dadurch, dass der Maschinenpark stets dem Stand der Technik und den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Dass sich aktuell die Normen- und Gesetzeslage weiterentwickelt und neue Anforderungen an die Sicherheit stellen, macht die Arbeit nicht nur komplexer, sondern steigert auch die Notwendigkeit, strukturiert Dokumente und Berechtigungen zu managen. Denn: Am 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gültig. Sie konkretisiert die Sicherheitsanforderungen für Maschinen in der EU und schafft mehr Klarheit bei bislang strittigen Punkten. Zudem beinhaltet sie neue Aspekte wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz oder die wachsende Bedeutung von Industrial Security und Digitalisierung. SICHERHEIT JEDERZEIT NACHWEISEN - EIN MASCHINENLEBEN LANG MYZEL BIETET EINEN ZENTRALEN ÜBERBLICK ÜBER DEN STATUS ALLER AUFGABEN RUND UM DEN MASCHINENLEBENSZYKLUS Für Betreiber und Hersteller zählt damit nicht mehr nur die einmalige CE‐Kennzeichnung, sondern der nachweisbar beherrschte Lebenszyklus von Konstruktion, Betrieb, Instandhaltung bis Stilllegung - einschließlich dem Umgang mit Software und Updates. Der Schwerpunkt verschiebt sich also von punktueller Zertifizierung hin zu kontinuierlicher Compliance. Das betrifft Organisation, Prozesse, Qualifikationen und IT‐Sicherheit gleichermaßen. Plattformunterstützung wird zur Bedingung: ohne integriertes Asset‐, Dokumenten‐ und Rechte‐Management sind „Secure by Design“ und nachweisbare Safety‐Compliance im Alltag kaum zu verwirklichen. Die Lösung in den Werken: Verantwortliche müssen Qualifikationen, Prüfungen, Wartungsintervalle, Änderungsstände, Nachweise und Zugriffsrechte lückenlos dokumentieren - und zwar standort- und systemübergreifend. Excel‐Listen und Papierablagen sind dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen; sie sind fehleranfällig, auditkritisch und bremsen im Ereignisfall. 01 Die cloudbasierte Plattform bündelt alle Dokumente zentral und verschafft Verantwortlichen einen aktuellen Überblick über Maschinenpark und Personal Pilz, als Experte für sichere Automatisierung, adressiert diese gestiegenen Anforderungen mit der Myzel Lifecycle Plattform - einer Plattform für Mensch und Maschine, die aus regulatorischer Pflicht einen operativen Standard macht und so Sicherheit und Produktivität zusammenbringt: Die Plattform führt Personalund Maschinendaten in einem System zusammen, ordnet relevante Artefakte (Anleitungen, Validierungen, Konformitätserklärungen, Wartungspläne, Schulungsnachweise) zu und macht den Compliance‐Status in Echtzeit sichtbar. PLATTFORM VERBINDET MENSCH UND MASCHINE NEUE MASCHINENVERORDNUNG AUF EINEN BLICK Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 (MVO) ist künftig das wichtigste Gesetzeswerk für die Sicherheit von Maschinen, die in der Europäischen Union eingesetzt werden sollen. Ab dem Stichtag 20. Januar 2027 gilt sie verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten, und zwar ohne Übergangsphase. Wer Maschinen in der EU in Verkehr bringt, betreibt oder wesentlich verändert, muss die neuen Anforderungen vollständig erfüllen. Die MVO schafft damit ein global relevantes Regelwerk für Sicherheit, digitale Anforderungen und Industrial Security. Dabei verfolgt sie einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz: Maschinen müssen nicht mehr nur mechanisch und funktional sicher konstruiert sein, sondern auch den Anforderungen einer zunehmend digitalen und vernetzten Industrie gerecht werden - und damit jenen modernen Produktionsumgebungen, in denen Maschinen immer stärker vernetzt sind und manipulative Eingriffe, Cyberangriffe sowie unsichere Fernzugriffe reale Risiken darstellen. Industrial Security, digitale Dokumentation und abgesicherte Software-Updateprozesse sind künftig verbindliche Vorgaben für das Konformitätsbewertungsverfahren und die anschließende CE‐Kennzeichnung. Produktions- und Sicherheitsverantwortliche können auf der Plattform sämtliche Dokumente zentral managen. Sie erhalten einen umfassenden, aktuellen Überblick über den Maschinenpark und die Beschäftigten. Darin liegt auch die Besonderheit, denn andere Asset-Management-Systeme erfassen lediglich Maschinen, nicht aber die Menschen, die an ihnen arbeiten. Dass es in Sicherheitsfragen sinnvoll ist, Mensch und Maschine gemeinsam zu betrachten, zeigen die vier genannten Kernwerte. Denn auch eine Maschine, die nach aktuellem Stand der Technik und rechtskonform betrieben wird, kann (unwissentlich) manipuliert werden, wenn das Personal nicht über die passende Quawww.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2026/04 19
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