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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2021

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2021

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION I TITEL 02 Mit der WinCC Unified View-of-Things lassen sich Steuerungsparameter per Webserver einfach über das Produktionsnetzwerk überwachen und auswerten Möglichkeit, vom Anwender im TIA Portal erstellte Bilder als Webapplikation laufen zu lassen. Diese individuell für den jeweiligen Kundenanwendungsfall kreierten Webbilder, können nun ganz einfach grafisch und ohne Programmierkenntnisse mittels View of Things zusammengestellt werden. Im TIA Portal erstellt der Anwender seine Bilder mit WinCC Unified für die Steuerung mit den für CPU unterstützten Elementen, z. B. SVG-Grafiken und Eingabe-/Ausgabefelder. Dazu verwendet er das gleiche Win CC Unified Bildeditor-Werkzeug, das auch für Panel und PC-System verwendet wird. Um die Visualisierung im Browser seines mobilen Endgeräts zu erhalten, verbindet er sich über eine sichere Kommunikation mit der Steuerung. Auf mit View of Things erstellten Webbildern lassen sich so die wichtigsten Parameter eines Aggregates temporär überwachen und bedienen. Sie ermöglichen es dem Servicepersonal auch, die Parameter von Steuerungen via Fernzugriff anzupassen – etwa im Falle einer Störung. Gesicherte Verbindungen und Zugriffskontrollen Mit Hilfe moderner Webtechnologien lassen sich einfacher als bisher plattformneutrale Das System kombiniert effizientes Engineering mit leistungsstarker Archivierung und höchster Datensicherheit Visualisierungslösungen erstellen, die sich flexibel an die Anforderungen unterschiedlicher Einsatzbereiche oder Anwender anpassen lassen. Wichtig dabei ist jedoch, dass sowohl die internen Schnittstellen als auch der Zugriff auf die Anlagenvisualisierung geschützt sind. Simatic WinCC Unified setzt dabei konsequent auf eine gesicherte Kommunikation über Zertifikate, sowohl bei der Anbindung von Steuerungen und der Collaboration mehrerer Unified Stationen als auch beim Fernzugriff zur Visualisierung über Browser. Auch die Rechte der Anwender können individuell und auf Rollen und Gruppenbasis konfiguriert werden – vom reinen Beobachten über Zugriff auf einzelne Maschinen bis zu vollumfänglichen Bedienrechten der gesamten Anlage. Außerdem ist ein Import vorhandener Windows User und Gruppen für eine Integration der Benutzerverwaltung in eine zentrale IT-Lösung möglich. Simatic WinCC Unified ist wie alle Automatisierungskomponenten von Siemens in das TIA Portal integriert, sodass der Anwender die vertraute Arbeitsumgebung und Werkzeuge wie das automatisierte Engineering mit dem Simatic Visualization Architect (SiVArc) nutzen kann. Zusätzlich erleichtern Tools wie die HMI Template Suite die Gestaltung der Maschinenvisualisierung für durchgängige Bedienkonzepte vom Panel bis zum PC-System – sodass sowohl Entwickler als auch Bediener die Komplexität moderner Fertigungen jederzeit im Griff haben. Bilder: Siemens www.siemens.de 22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 04/2021 www.industrielle-automation.net

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Gut vernetzt Steckverbinder für Industrie 4.0-Anforderungen – darauf kommt es an 01 In Zeiten von Internet of Things, Industrie 4.0 und Big Data wird eine schnelle und vor allem zuverlässige Datenübertragung immer wichtiger. Essentiell dafür ist die passende Anschlusstechnik. Ohne sie ist eine nahtlose Kommunikation von der Büroebene bis ins Feld undenkbar. Mit stetig komplexer werdenden Anwendungen steigt parallel die Größe der zu übermittelnden Datenpakete. Der Anschlusstechnikspezialist Escha bietet ein umfangreiches Produktprogramm, das explizit für die Übertragung von hohen Datenraten von bis zu 10 GBit/s in anspruchsvollen industriellen Applikationen entwickelt wurde. Mit Steckverbindern in den Bauformen RJ45, M8 und M12 sind die passenden Lösungen für eine nahtlose Datenübertragung von der Büroebene über den Schaltschrank bis an den kompaktesten Sensor in der Feldebene verfügbar. Alle Steckverbinder wurden nach aktuellen HF-Aspekten im hauseigenen Hochfrequenz-Labor entwickelt und getestet. Sie erfüllen die Anforderungen der gängigsten Industrial-Ethernet- Protokolle und ermöglichen aufgrund ihrer Datenübertragungsreserven schon heute eine zukunftssichere Lösung für die Netzwerke von morgen. Von statischen Applikationen bis hin zur Robotik In der Feldebene werden Datensteckverbinder in unterschiedlichen Applikationen eingesetzt. Diese Applikationen lassen sich in drei Gruppen unterteilen, die wiederum individuelle Anforderungen an die Anschlusstechnik haben. In der ersten Gruppe werden die statischen Applikationen gebündelt. In diesem Bereich wird die Anschlusstechnik fest verlegt. Zum Beispiel bei Förder- und Transportbändern oder in Dipl.-Wirt.-Ing. Thomas Korb, MBA Leitung Produktmanagement, ESCHA GmbH & Co. KG, in Halver 01 Unterschiedlichen Bauformen und Codierungen für ein breites Anwendungsfeld 02 Datenübertragungsreserven bieten schon heute eine zukunftssichere Lösung für die Netzwerke von morgen Hochregallagern. Hierfür hat Escha ein Portfolio mit einer kostenoptimierten PVC- Leitung aufgelegt. In der zweiten Gruppe werden gleichzeitig hohe Anforderungen an die Flexibilität und Robustheit der Steckverbinder und Leitungen gestellt. Hierzu zählen unter anderem Schleppkettenanwendungen, wie sie typischerweise im Maschinenbau vorkommen. Für diesen Bereich sind unterschiedliche Die größten Herausforderungen existieren in dynamischen Roboteranwendungen PUR-Leitungen verfügbar, die risikolos bis zu drei Millionen Biegezyklen standhalten. Die größten Herausforderungen existieren in Roboteranwendungen. Dort kommt es neben den Schleppketteneigenschaften auch auf die Torsionseigenschaften der Anschlusstechnik an. Mit Anschlusstechnik aus der Reihe «Profinet robotic» lassen sich Datenraten von bis zu 100 Mbit/s bis an die Spitze eines Roboterarms bringen. Die Spezialleitung namens S5100 hält einer kombinierten Belastung aus horizontaler Bewegung (5 Mio. Zyklen) und Torsion (5 Mio. Zyklen) stand, wie sie der Branchenstandard Typ R fordert. Dadurch lassen sich zum Beispiel Greifer mit intelligenten Sen- soren oder Kameras zuverlässig über eine Fast-Ethernet-Übertragung ansteuern. Verdrahtung ist das Fundament für Industrie 4.0 Netzwerke bilden das Rückgrat der Automatisierung und schon heute sind stetig steigende Datenvolumina sowie Übertragungsgeschwindigkeiten zu beobachten. Während aktuelle industrielle Kommunikationsnetzwerke noch einigermaßen fehlertolerant sind, werden sich Produktionsprozesse – wie sie in Industrie 4.0 angedacht sind – in Zukunft nur über eine qualitativ hochwertige Verkabelung umsetzen lassen. Datensteckverbinder von Escha wurden entsprechend aktueller HF-Aspekte entwickelt und verfügen über große Datenübertragungsreserven. Sie ermöglichen schon heute eine zukunftssichere Lösung und bilden das Fundament für die Netzwerke von morgen. Bilder: Escha www.escha.net 02 www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 04/2021 23

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