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INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2022

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2022

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Durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Mikro elektronik, Life Sciences und dem Austausch mit einer breit aufgestellten Forschungs- und Entwicklungslandschaft sowie starken Branchennetzwerken hat sich in Sachsen ein besonderes Ökosystem entwickelt. Gut 330 Unternehmen und Institute mit 35.000 Mitarbeitern beschäftigen sich im weiteren Sinn mit Robotik- oder Automatisierungsprojekten. „Sächsische Akteure haben sich vor allem als Partner an der Schnittstelle zwischen Roboterherstellern und Robotikanwendern einen Namen gemacht. Mit ihrer Kompetenz und Expertise für komplexe Applikationen liefern sie maßgeschneiderte Lösungen für die verschiedensten Branchen“, sagt Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). Diese breite Expertise spiegelt sich auch in den verschiedenen Regionen wider. So bringt die Chemnitzer Region als Herz des sächsischen Maschinenbaus vor allem Produktionstechnik-Expertise ein und ist ein Leistungszentrum für Cyber-physikalische Produktionssysteme (CPPS). Dresden als Keimzelle von „Silicon Saxony“ bietet besondere Bedingungen, um sowohl Software als auch hochzuverlässige Chips für neuartige Roboter herzustellen. In Leipzig steckt das Potenzial neben Automatisierungslösungen für die Automobilstandorte von BMW und Porsche vor allem im Bereich Life Sciences. WIRTSCHAFTSSTANDORT SACHSEN: ROBOTIKLÖSUNGEN FÜR KMU PARTNERSCHAFTLICH IN DIE ZUKUNFT Robotik- und Automatisierungslösungen entlasten Mitarbeiter von monotonen Tätigkeiten und ermöglichen flexiblere Produktionsabläufe. Sachsen überzeugt dabei mit Anwendungsentwicklungen und will künftig vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit den passenden Robotiklösungen unterstützen. BRANCHENÜBERGREIFENDE ZUSAMMENARBEIT Exzellente Hochschulen und Institute, gemeinnützige F&E-Einrichtungen, erfahrene Hightech-Unternehmen und hochinnovative Start-ups arbeiten Hand in Hand, um die Robotik auf ein neues Level zu heben. „Der branchenübergreifenden und interdisziplinären Zusammenarbeit kommt eine immer größere Bedeutung zu, weil dort das Wachstumspotenzial steckt und Robotikkompetenz so auch unmittelbar zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Unternehmen in anderen Branchen beiträgt. Als Wirtschaftsförderung treiben wir das durch gezielte Cross-Cluster-Aktivitäten voran“, erläutert Thomas Horn. In verschiedenen Projekten wird diese Zusammenarbeit schon umgesetzt. Genannt seien beispielsweise das am Universitätsklinikum Leipzig gegründete Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie oder in Chemnitz die Bot.Fellows, die an der smarten und ressourceneffizienten Produktion der Zukunft forschen und SmaRTHI, der Zukunftscluster für zeitflexible, immersive und ortsunabhängige Teamarbeit – beide beim Fraunhofer IWU angesiedelt. Für Großunternehmen gehört der Einsatz von Robotik längst zum Alltag. Anders sieht es dagegen bei kleinen und mittelständischen Betrieben aus, die vor allem aufgrund der Kosten und Komplexität skeptisch sind. „Für uns als Wirtschaftsförderer stand deshalb schnell fest, dass wir hier gemeinsam mit unseren Partnern attraktive Angebote machen wollen, um Robotik in die Fläche zu tragen“, macht Thomas Horn deutlich. Derzeit werden Best-Practice-Beispiele zusammengestellt, Anwendungskompetenzen gebündelt und ein Gesamtkonzept aus Prozessbetrachtung, Arbeitsgestaltung und technischem Lösungsvorschlag erarbeitet. Horn verweist darauf, dass ein wichtiger Baustein dabei auch das geplante Robotik-Lab ist. Es soll einen niederschwelligen Zugang zu gebündelten Ressourcen, Demo- und Anwendungszentren bieten. BEST-PRACTICE-LÖSUNGEN – INDIVIDUELL UND MÖGLICHST EINFACH KONZIPIERT Schon länger hat das ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e. V. den Mittelstand im Fokus und unterstützt die 8 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2022/03 www.industrielle-automation.net

NEWS & TRENDS Sächsische Akteure haben sich vor allem als Partner an der Schnittstelle zwischen Roboterherstellern und Robotikanwendern einen Namen gemacht. Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) Firmen mit individuell zugeschnittenen Automatisierungslösungen und Machbarkeitsstudien. Von den positiven Ergebnissen konnten sich bereits die Bader Glastechnologie GmbH Klipphausen und die Bahner Schäfer GmbH überzeugen. Für Bader, die Glasscheiben montieren, haben die ICM-Automatisierungsexperten eine flexibel einsetzbare Fertigungszelle realisiert, dank derer die bisher körperlich anstrengenden Arbeitsgänge nunmehr mittels Automation erfolgen. Für den Hersteller von technischen Federn, Bahner Schäfer, hat das Team ein Konzept umgesetzt, bei dem ein Roboter mit verschiedenen Greifwerkzeugen unterschiedliche Teile entnimmt und definiert ablegt. Die Idee, den Einsatz von Robotik zu vereinfachen, treiben zahlreiche sächsische Unternehmen voran. So hat der Dresdner Robotik-Spezialist Wandelbots für das Programmieren eine spezielle Soft- und Hardware entwickelt, die Mensch und Roboter die Kommunikation miteinander ermöglicht. Die Experten der Coboworx GmbH denken die Automatisierung vom Prozess her und stellen nicht den Roboter als Produkt in den Mittelpunkt. Eine Roboterzelle zum Selbst-Konfigurieren bietet die Wesoba GmbH aus dem Erzgebirge an. Zur Auswahl stehen drei Standardroboterzellen, die der Kunde nach seinen Anforderungen hinsichtlich Fertigungsverfahren, Drehachsen und Roboterhersteller konfigurieren kann. Auch die Chemnitzer Beas Technology GmbH unterstützt Firmen auf dem Weg zu höherer Automatisierung. Dafür können in einem eigenen Robotik-Studio verschiedene Lösungen getestet und Prozesse simuliert werden. In der Ingenieurschmiede des Landes kommen Experten aus der Praxis und Wissenschaftler so konstruktiv zusammen, dass Innovationen den Sprung aus dem Labor in die Produktion schaffen. Investoren schätzen das industriefreundliche Klima und die wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen. Bilder: Aufmacher Marcel Ott/ICM, Statement WFS www.standort-sachsen.de UNTERNEHMEN Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) Tel.: +49 (351) 2138-0 info@wfs.saxony.de ZUSATZINHALTE IM NETZ bit.ly/Sachsen-Robotik

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