Aufrufe
vor 6 Monaten

Industrielle Automation 2/2019

Industrielle Automation 2/2019

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK I TITEL 03 In der Maschinensäule kommen u. a. induktive Näherungsschalter zum Einsatz, um die Höhe des Hydraulikstempels abzufragen Drei Umgebungen – drei Initiatoren Sensortechnik von Turck hatte Niemann schon lange vor den Interfacetechnik-Geräten im Einsatz. So kommt es, dass die Interfacemodule nun auch einige Signale wandeln, die Initiatoren aus dem Feld liefern. „Turcks Sensoren haben in dieser Bauform einfach den Vorteil, beim Schaltabstand meistens ein bis zwei Millimeter größer zu sein als Mitbewerber“, meint Werges. Und diese Reichweitenunterschiede können vieles einfacher machen. Beispielsweise verbauen die Niedersachsen induktive M18- Näherungsschalter in den Säulen ihrer Maschinen, um Höhen abzufragen. Zum Heben einer Maschine bewegt sich in der Säule ein Hydraulikstempel. Gewisse Bereiche darf dieser allerdings nicht überschreiten, damit die Zahnscheibe ausschließlich im Behälter läuft oder der Deckel aufgesetzt bleibt. Zum Zweck der Hubbegrenzung und als sicherheitsrelevante Schaltung sind dafür an geeigneten Punkten Sensoren verbaut, die den zentralen Stempel erfassen. Erschwert wird deren Montage durch einen etwa vier Millimeter starken Verstärkungsring am unteren Ende des Stempels, dem der Initiator nicht im Weg stehen darf. Zylinder und Ring muss der Sensor trotz der Distanz erfassen. Hier zeigt sich der Vorteil der Turck-Näherungsschalter NI10-G18 mit Namur-Ausgang, die für die Ex-Zonen 0 und 20 geeignet sind und von Niemann in zahlreichen Produkten verbaut werden. Wer eine der kleinsten Turck-Komponenten in einer Niemann-Maschine sucht, muss schon ganz genau hinsehen. Mit einer Gehäuselänge von 31 mm und einer Höhe von sechs Millimetern ist der BIM-UNT-AY1X- Magnetfeldsensor im Deckelscharnier einer Behälter-Einfüllöffnung versteckt. Dort erfasst er, ob der Verschluss geöffnet oder geschlossen ist. Der Miniatursensor verfügt über eine deutlich sichtbare Rundum-LED und spannt sich mithilfe einer Spezialschraube sicher in die Nut. Ein induktiver Sensor in Sonderausführung muss derweil im Antrieb standhalten. In der dort anspruchsvollen Atmosphäre fragt er eine Schaltfahne ab. Der Hintergrund: Aufbaudissolver mit bis zu 15 000 l Volumen benötigen einen Abstreifer, der sich während einer Befüllung aber nicht unter den Kugelhähnen befinden soll, um Ablagerungen zu vermeiden. Also haben die Konstrukteure eine Parkposition des Behälterabstreifers definiert und oben am Kettenantrieb ein Erkennungsblech angebracht, das der Sensor erfasst. IM36 besteht Speed-Test Die Position der Zahnscheibe innerhalb des Behälters ermittelt ein Seilzugsensor. Dieser liefert über den Kontakt des Messseils Widerstandswerte, die in analoge Form gebracht werden müssen. Dazu wandelt ein Potenziometerverstärker möglichst schnell eigensicher in 4-20 mA, damit angeschlos- sene Systeme die Höhe ruckelfrei regeln können. Noch vor fünf Jahren sorgte der Prozess bisweilen für Probleme, wie Werges aus der Praxis berichtet: „Im Rezept geben Kunden bestimmte Höhen vor, auf denen die Zahnscheibe fahren soll. Dauert das Wandeln zu lange, verfehlt die Maschine diese Punkte um ein paar Zentimeter und regelt dann kontinuierlich hin und her.“ Als Lösung musste ein Messwandler her, der eine Zykluszeit von 700 ms unterbietet. So gelangte Niemann seinerzeit erstmals an Turck-Interfacetechnik. Genauer: an den IM36-Verstärker, der binnen 30 ms wandelt und so eine Positionsausrichtung der Zahnscheibe innerhalb der Hysterese ermöglicht. Als Exot für schnelles analoges Wandeln sitzt der IM36 mittlerweile schon länger in den Schaltschränken der Niemann-Maschinen und hat mit den schlanken IMX12-Verstärkern jüngst vertraute Nachbarn erhalten. Der niedersächsische Maschinenbauer testet derzeit eine weitere Lösung mithilfe der Turck-Sensortechnik, wo Initiatoren die bisherige Lösung zur Drehzahlbegrenzung älterer Antriebe ersetzen sollen. „Da reden wir aber vom Ersatzteilgeschäft“, erklärt Werges. Bei den aktuellen Maschinen regeln die Frequenzumrichter bzw. der Bediener über ein Potenziometer in der Kommandotafel die Drehzahl der Maschine. Solch ein haptisches Regulieren sei von Kunden weiterhin geschätzt. Bilder: Turck www.turck.de 12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2/2019

Besuchen Sie uns: Hannover Messe Halle 11, Stand C56 bauma, München Halle A2, Stand 331 GEMEINSAM FÜR IHREN ERFOLG DRUCK TEMPERATUR FÜLLSTAND KRAFT DURCHFLUSS KALIBRIERUNG PRÄSENZ RUND UM DEN GLOBUS In mehr als 75 Ländern sind wir als starke Unternehmensgruppe vertreten. Profitieren Sie von dem Wissen unserer 9.300 hoch qualifizierten Mitarbeiter und den Vorteilen hervorragender Serviceleistungen sowie unseres umfangreichen Produktportfolios. Ob Standardprodukte oder individuelle Ausführungen: Gemeinsam mit Ihnen finden wir die richtigen Konzepte für Ihre Anforderungen. www.wika.de

AUSGABE