Aufrufe
vor 3 Wochen

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2019

  • Text
  • Industrielle
  • Automation
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2019

SPS

SPS 2019 I MESSE „Plug-and-Play“-Sensor ohne weitere Einstellungen bereit Array-Sensoren erkennen im Reflektorbetrieb selbst transparente Materialien Überall dort, wo in Verpackungsprozessen Bahnkanten oder -breiten mit hoher Präzision zur Prozessregelung und Qualitätssicherung erkannt werden müssen, bieten sich den Array-Sensoren interessante und anspruchsvolle Einsatzmöglichkeiten. Die Sensoren erfassen selbst kleinste Kanten anhand der Grauwertunterschiede im Sichtbereich und ermöglichen so produkt-, prozess- und zukunftssichere Automatisierungslösungen. Mit Funktionen für die Bahnkantensteuerung, Breiten- und Mittenmessung und Objektpositionierung löst der kompakte und bedienfreundliche Array- Sensor vom Typ AS30 eine Vielzahl anspruchsvoller Automatisierungsaufgaben – u. a. in Verpackungsmaschinen. Die Kante selbst muss dabei gar nicht so deutlich sein, denn der hochauflösende AS30 erkennt auch kleinste Grauwert- und Kontrastunterschiede. Dies gilt selbst für opake oder Sebastian Berblinger, Product Manager Registration Sensors, Global Business Center Presence Detection, Sick AG, Waldkirch Alles im Blick transparente Materialien oder kleinste Objekte ab 2/10 mm Durchmesser. Mit zwei Schaltausgängen, einem Analogausgang und IO-Link ist die neue Produktfamilie sowohl in der Basisversion Core als auch der umfangreicher ausgestatteten Ausführung Prime optimal auf die Integration in unterschiedlichste Automatisierungsumgebungen vorbereitet. Entsprechendes trifft auch auf die mechanische Maschinenintegration zu: kompakt in der Bauform, verfügbar für verschiedene Arbeitsabstände und Sichtfeldbreiten sowie unterstützt durch passendes Montagezubehör bietet der Sensor ein hohes Maß an Einbauflexibilität – auch bei ungünstigen Platzverhältnissen. Um den Leistungsanforderungen unterschiedlicher Applikationen technisch gerecht zu werden, bietet die Produktfamilie AS30 zwei Varianten: Core und Prime. Beide Ausführungen ermöglichen die Wahl zwischen 25 mm Arbeitsabstand bei einem Sichtfeld von 30 oder 100 mm Arbeitsabstand mit 50 mm Sichtfeldbreite. Dies gewährleistet eine flexible, anwendungsgerechte Sensorauswahl. Für die zeitsparende und einfache Inbetriebnahme ist der Sensor als „Plug-and- Play“-Sensor ohne weitere Einstellungen einsatzbereit. Ein zusätzliches Kanteneinlernverfahren erhöht seine Prozesssicherheit in Grenzbereichen. Darüber hinaus kann die Konfiguration vom Anwender auch jederzeit über IO-Link und das Sick-Engineering-Tool vom Typ Sopas angepasst werden. Der große Lichtfleck gewährleistet eine schnelle Ausrichtung des Sensors auf das Objekt – eine zeitaufwändige Feinjustage ist aufgrund der großen Messbereiche nicht erforderlich. Ebenfalls identisch bei den beiden Varianten Core und Prime sind zwei Schaltausgänge und der Analogausgang. Letzterer versorgt nicht nur die Maschinensteuerung mit den erforderlichen Regelungsinformationen im Format 4–20 mA, sondern meldet auch mit einem 3,5 oder einem 20,5-mA-Signal, wenn und wo die Kante das Sichtfeld des Sensors verlässt. Hohe Wiederholgenauigkeit und Smart-Task-Fähigkeit Der AS30 Prime ist der Primus der Produktfamilie – was sich in verschiedenen Eigenschaften und Funktionalitäten ausdrückt. So bietet diese Variante die Möglichkeit, entweder direkt tastend oder im Reflektorbetrieb neben opaken auch transparente Materialien zuverlässig zu detektieren wie den durchsichtigen Aufreißfaden in Folie verpackter Tabakprodukte. Die Wiederholgenauigkeit erreicht dabei 30 µm, sodass auch anspruchsvolle Prozesse – bis hin zur hochgenauen Abwicklung von transparenten oder glänzenden Bahnmaterialien oder der Rundheitsprüfung von Flaschen – mit höchster Präzision gesteuert und geregelt werden können. Funktionstasten sowie das gut ablesbare TFT-Display des AS30 Prime vereinfachen die Einstellung am Gerät und visualisieren wichtige Informationen wie die Kantenposition, die Prozessqualität, die Empfindlichkeitseinstellung oder Diagnosedaten wie Temperaturen oder Betriebsstunden. Für eine optimale Positionsoder Breitenüberwachung können zudem Schaltpunkte individuell erstellt und konfiguriert werden. Diese und andere intelligente Edge-Computing-Funktionen 18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2019

MESSE I SPS 2019 01 Mit der Funktion „Objektpositionierung“ lässt sich z. B. die Lage von Papierbögen oder Kartonagen beim Zuführen in eine Maschine zuverlässig erkennen 02 Der Sensor nutzt eine Lichtzeile, um Kanten anhand von Grauwertunterschieden zuverlässig zu detektieren – auch bei opaken oder transparenten Materialien können sowohl das Kommunikationsals auch das Automatisierungssystem wirkungsvoll entlasten. Voreingestellte Betriebsarten sorgen für Multifunktionalität Insgesamt sind vier Modi in den Sensor integriert. Die Betriebsart „Bahnkantenführung“ detektiert und misst den Kantenlauf bei der Verarbeitung von Endlosmaterialien wie Folien, Kartonagen, Papier, Schlauchbeuteln, Etikettenbahnen oder Vliesstoffen. Die Erfassung kann dabei sowohl über die Bahnkante als auch anhand einer optischen Linie oder Bedruckung auf dem Material erfolgen. Sollten sich in einer Aufgabenstellung mehrere Kanten im Sichtfeld des Sensors befinden, registriert dieser die absolute Höhe und den Kontrastsprung der zu überwachenden Kante und blendet die anderen aus. Dies stellt eine hohe optische Robustheit sicher. Interessante Möglichkeiten bietet der AS30 Prime zudem mit der Funktion „Objektpositionierung“: So lässt sich mithilfe des Array- Sensors die Lage von z. B. Papierbögen oder Kartonagen erkennen. Der Anwender hat dabei die Möglichkeit, über den Analogausgang des Sensors oder dessen IO-Link-Anbindung Positionierrampen zum Abbremsen und Stoppen des Objektes auszugeben. Darüber hinaus ist es möglich, im Modus „Breitenmessung“, gleichzeitig zwei Kanten zu detektieren und dabei ihren Abstand zueinander zu verifizieren. Ein kontinuierlicher Materialauftrag, z. B. eine von einem Leimauftragssystem applizierte Kleberaupe oder eine Schweißnaht, lässt sich mit höchster Präzision erkennen, verfolgen und in ihrer Breite prüfen. Mögliche Auftrags- oder Prozessfehler lassen sich so frühzeitig identifizieren. Bei der Funktion „Mittenmessung“ werden ebenfalls zwei Kanten im Sichtfeld des Sensors erkannt und zugleich die Mittellinie zwischen diesen berechnet. AS30 Core: vorgesehen für den tastenden Betrieb Die Funktionalitäten des AS30 Core konzentrieren sich auf die Bahnkantenführung und die Objektpositionierung bei opaken und halbtransparenten Materialien. Ausschließlich vorgesehen für den tastenden Betrieb auf eine Kante, erreicht der Sensor eine Wiederholgenauigkeit von 200 µm, wie sie in zahlreichen verpackungstechnischen Aufgabenstellungen oft ausreichend sind. Über seine IO-Link-Anbindung verfügt auch die Core-Variante über alles, was einen smarten Sensor ausmacht: besondere Detektionsleistung, effiziente Kommunikation und Diagnose-Funktionalität. Ein u. a. abgestuftes Sensorkonzept stellt optimale Lösungen für ein breites Applikationsfeld sicher. Bilder: Sick www.sick.com Mit Retrofit für Industrieanlagen zur zukunftssicheren Smart Factory Unsere Komplettlösung für KMUs SensorBeacons BLE-Gateway Web-Services DB-Connector OPC-UA- Connector Application- Server Plant 26.-28.11.2019 sps Nürnberg Halle 4A - Stand 425 +49 911 37322-140 industrie4.0@fuehlersysteme.de www.fuehlersysteme.de Fuehler.indd 1 28.10.2019 13:10:34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2019 19

AUSGABE