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Industrielle Automation 6/2017

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Industrielle Automation 6/2017

SPS IPC DRIVES

SPS IPC DRIVES 2017 I MESSE Sicherheit in der ‚Smart Factory‘ Neue Herausforderungen an der Mensch- und Maschine-Schnittstelle Das Sicherheitslichtgitter bietet u. a. einen vollständigen Schutz von Robotereinheiten; die Ansprechzeit beträgt max. 10 ms Dieses Sicherheitslichtgitter ist in der Lage Sensordaten zu liefern, die gesammelt, gespeichert und analysiert werden können. Maschinenausfälle können vermieden werden, da ein Defekt oder ein Fehler früh ­ zeitig erkannt werden kann. Dies geschieht durch das kontinuierliche Auslesen der „Moderne Lichtgitter liefern Daten um frühzeitig Fehler und Defekte zu erkennen und um Anlagenstillstände zu vermeiden“ Mensch und Maschine werden zukünftig noch stärker in Interaktion treten und damit rückt das Thema Sicherheit weiter in den Vordergrund. Hinzu kommt die zunehmende Komplexität der Maschinen, die ebenfalls moderne Sicherheitskonzepte erfordert. Lesen Sie, welche Rolle hierbei Sicherheitslichtgitter spielen, insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0. Lichtintensität eines jeden Sensorpaares. Dabei überprüft eine Logik, ob Schwellwerte über eine definierte Zeit unterschritten werden. Je nach zeitlichem Muster kann somit unterschieden werden, ob es sich um eine Verschmutzung der Frontscheiben, eine mechanische Abweichung der Lichtachsen oder auch einem altersbedingten Leistungsabfall der LED handelt. So können über die Parameter Intensität/Zeit vorzeitige Empfehlungen zur vorbeugenden Wartung ausgegeben und Maschinenstillstände vermieden werden. Industrieunternehmen aus Deutschland sehen sich zunehmend der starken Konkurrenz in Asien und Südamerika ausgesetzt. Niedrige Löhne, steigende Innovationskraft Chinas sowie die zunehmende Produktivität gefährden ihre internationale Wettbewerbsposition. Im Rahmen des Projekts Industrie 4.0 steht Deutschland damit vor der Aufgabe, Technologien zu entwickeln, die eine flexible, aber individualisierte Großserienproduktion zulassen. Diese Individualisierung der Produktion ermöglicht es vielen Branchen, wirtschaftlich eine hohe Zahl an Produktvarianten herzustellen und auf diese Weise Stefan Klose, General Manager, Head of Sales and Product Management Sensing & Measurement bei der Panasonic Electric Works Europe AG in Ottobrunn; Dipl.-Ing (FH) Nicole Steinicke, Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION individuelle Wünsche zu bedienen. Gefordert sind also neue Konzepte im Hinblick auf vernetzte und flexible Produktionstechnologien, in die auch wesentliche Aspekte einer zuverlässigen Sicherheitstechnik einfließen sollten. Auf dem Weg zur Smart Factory Vernetzte und flexible Produktionstechnologien erlauben unter anderem die Selbstkonfiguration und Selbstoptimierung von Anlagen, Maschinen und Komponenten sowie die Selbstdiagnose systemrelevanter Bauteile. Die Anforderungen an die Sicherheitstechnik liegen vor allem in flexiblen Anpassungsmöglichkeiten, der Selbstkonfiguration und Selbstdiagnose. Eine Komponente, die diesen Anforderungen gerecht wird ist das Sicherheitslichtgitter SF4D von Panasonic Electric Works. Sicherheit in komplexen Anlagenstrukturen Eine Software zur Parametrierung und für Wartungsaufgaben unterstützt den Bediener und ermöglicht das komfortable Einstellen von zum Beispiel Lichtintensität und Ansprechzeit. Zudem können defekte Komponenten schnell ausgetauscht werden. Dies zahlt sich vor allem bei komplexen Anlagen mit mehreren Maschinen und Sicherheitslichtgittern aus. Darüber hinaus lassen sich Fehler bei der Einstellung des Lichtgitters vermeiden. Des Weiteren erlaubt eine Monitoring-Software die Aufzeichnung aller Vorgänge rund um das Sicherheitslichtgitter: Defekte und Fehler werden frühzeitig erkannt und ein möglicher Anlagenstillstand vermieden. Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige Panasonic Electric Works www.panasonic-electric-works.de 28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2017

SPS IPC Drives 2017 Echtzeit Funk-Software macht Safety-Anwendungen salonfähig Die kabellose Kommunikation über mobile Endgeräte wie Smartphones, Notebooks oder Tablets hat sich im Bereich von Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben in Produktionsumgebungen sowie im Anlagen-Monitoring weitestgehend etabliert. Bei sicherheitskritischen Applikationen finden funkbasierte Lösungen bisher jedoch kaum Verwendung. Die Bedenken bestehen nachwievor in punkto Qualität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Funkverbindung sowie in der sicheren Vermittlung der Datenströme. Das Unternehmen R3 Communications setzt genau hier an und präsentiert ein auf Standard-Hardware basiertes, deterministisches und hochzuverlässiges Safety-Echtzeit-Funksystem: EchoRing. Das eigens entwickelte System basiert auf dem sogenannten logischen Token-Ring-Verfahren, bei dem das Token-Paket als Austauschplattform für Kanalzustände genutzt wird (Token = Hilfsmittel zur Synchronisation paralleler Prozesse – nur wer das Token- Paket hat, darf auf die Ressource zugreifen.*). Gegebenenfalls notwendige Wiederholungen können hierdurch von besser positionierten Partnerknoten getätigt werden, auch bezeichnet als „massive Kooperation“. Das auf dieser Technologie basierende EchoRing Radio Board stellt R3 nun gemeinsam mit Schleicher Electronic auf der Messe SPS IPC Drives vor. In einer ersten Anwendung dient es als Basis für ein Schleicher Tablet-Dock HMI (Human-Machine-Interface), das Consumer Tablets unter Verwendung von ProfiSafe fit für Wireless-Safety- Anwendungen macht. Darüber hinaus kann die EchoRing-Technologie, ähnlich Mit den neuen Safety Installationssystemen. ■ ■ ■ ■ ■ Einfache Verdrahtung von Sicherheitsschaltern in Reihenschaltung Passive Feldbox PFB für den vielseitigen industriellen Einsatz Passives Verteilermodul PDM für hygienesensible Anwendungen Aktive Eingangserweiterung SRB-E-PE für alle Sicherheitsschalter SD-Interface für die Übertragung umfangreicher Diagnosedaten www.schmersal.com Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives 2017, Halle 9, Stand 460. Wir machen Ihre Maschine sicher. einem WLAN-Modul, für beliebige Systeme genutzt werden und findet überall dort ihren Einsatz, wo Kabel anfällig oder inflexibel sind. Infrage kommt auch die Einbindung in Closed-Loop-Verfahren, beispielweise in der Ansteuerung von Robotern aus der Edge-Cloud. Diese Anwendung erforscht das Unternehmen R3 derzeit im Rahmen des fastRobotics-Projekts in einem Konsortium rund um den Roboter-Hersteller Kuka. (ni) *Quelle: Wikipedia www.echoring.com

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