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Industrielle Automation 6/2015

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Industrielle Automation 6/2015

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE Transparenz bis in die Feldebene Stromverteilungssystem mit Anbindung an IO-Link sorgt für hohe Anlagenverfügbarkeit Eine hohe Anlagenverfügbarkeit erfordert bestmögliche Transparenz über die jeweiligen Anlagenzustände. Nur so können eventuelle Störungen frühzeitig erkannt und durch vorbeugende Instandhaltung vermieden werden. Realisieren lässt sich dies mit der IO-Link-Technologie. Sie bietet hohe Transparenz bis in die unterste Feldebene und ist zudem für den Maschinen- und Anlagenbau eine wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Feldbussystemen. Als erste weltweit standardisierte IO- Technologie stellt das IO-Link-System eine geeignete Alternative zu herkömmlichen Feldbussystemen dar. Mit seiner leistungsfähigen Punkt-zu-Punkt-Kommunikation greift das System auf die bekannte und bewährte 3-Leiter-Anschlusstechnik für Sensoren und Aktoren zurück. Es benötigt dadurch keinen erhöhten Aufwand im Bereich Verdrahtung und Anschluss der Geräte. Die Entscheider gerade im Maschinen- und Anlagenbau erkennen diese System-Vorteile immer stärker und verhelfen daher dieser Technologie zu immer größerer Bedeutung. Stets den aktuellen Überblick der DC 24 V-Stromversorgung Dem Trend zu höherer Anlagentransparenz sowie der Fernsteuerung und Parametrierung wird das IO-Link-Device CPC10IO von E-T-A in vollem Umfang gerecht. Dieses Gerät bietet dem Anwender, in Kombination mit den intelligenten elektronischen Sicherungsautomaten ESX50D, einen aktuellen Überblick über seine DC 24 V-Stromversorgung. Das IO-Link-Device ermöglicht das Einlesen von Messwerten, zum Beispiel dem aktuellen Nennstrom der elektronischen Sicherungsautomaten, und überträgt diese Werte an den angeschlossenen IO-Link- Master. Dabei ist der Datenaustausch unabhängig vom Hersteller des verwendeten IO-Link-Masters, da die Schnittstelle standardisiert und eindeutig definiert ist. Es ist somit problemlos möglich, das Gerät an ein bestehendes IO-Link-System anzuschließen und sofort in Betrieb zu nehmen. Dieses verringert die Inbetriebnahmezeiten und vermeidet Fehler bei der Konfiguration der Geräte. Direkter Zugriff auf elektronische Sicherungsautomaten Sobald das IO-Link Device CPC10 IO-S1 mit dem IO-Link-Master verbunden wird, erhält es die erforderlichen Parameter zum Betrieb der elektronischen Sicherungsautomaten. Sofort überträgt der CPC10 IO-S1 diese an die angeschlossenen Geräte. Dadurch verfügen die Sicherungsautomaten jederzeit über die aktuellen Daten und können den Betrieb aufnehmen. Der Controller kann mit bis zu 16 elektronischen Sicherungsautomaten kommunizieren. Diese Kommunikation umfasst neben der

KOMPONENTEN UND SOFTWARE Übertragung der aktuellen Messwerte vom IO-Link-Device zum Master auch die Steuerung und Parametrierung der Geräte durch die übergeordnete Steuerung. Der Maschinenbediener erhält dadurch, neben dem Überblick über seine DC 24 V-Stromverteilung bei einem auftretenden Fehler, auch direkten Zugriff auf die elektronischen Sicherungsautomaten. Dies beinhaltet neben dem Ein- und Ausschalten des elektronischen Sicherungsautomaten auch dessen Rücksetzen und Wiedereinschalten im Fehlerfall. Der elektronische Sicherungsautomat stellt auch Information zur Art der Auslösung bereit. Damit erleichtert er dem Wartungspersonal die Fehlersuche und verringert die Stillstandzeiten der Anlage. Zahlreiche Möglichkeiten der Parametrisierung Neben der erhöhten Anlagentransparenz und der Steuerungsmöglichkeit der elektronischen Sicherungsautomaten zeichnen sich die Automaten auch durch zahlreiche Parametrierungsmöglichkeiten aus. Durch den Zugriff von der übergeordneten Steuerung bis hinunter in die Feldebene ist die Anpassung der Parameter jederzeit möglich. So kann der Anlagenbetreiber bei Änderung der Anlagenkonfiguration schnell und ohne großen Aufwand reagieren. Neben dem Nennstrom der elektronischen Sicherungsautomaten kann der Anwender auch den einstellbaren Grenzwert verändern. Dieser Werte ermöglicht dem Bediener die Generierung einer Warnmeldung. Diese signalisiert das Erreichen eines kritischen Wertes und bietet die Chance, frühzeitig einzugreifen. Niemand muss mehr bis zum Auftreten eines Fehlers warten, sondern der Bediener kann durch vorbeugende Instandhaltung Fehler aktiv verhindern. Der elektronische Sicherungsautomat zeigt diese Meldung mithilfe der Leuchtdiode an und überträgt sie gleichzeitig zur Weiterverarbeitung an das übergeordnete Steuerungssystem. Somit ist eine Reaktion auf Veränderungen im System jederzeit möglich. Die Verbindung des modularen Stromverteilungssystems Modul 18plus und dem IO-Link-Device CPC10 IO kombiniert Flexibilität mit Intelligenz. Dabei lassen sich sowohl das IO-Link Device CPC10 IO als auch der intelligente elektronische Sicherungsautomat ESX50D auf das Stromverteilungssystem Modul 18plus stecken. Der Die Kombination aus dem modularen Stromverteilungssystem Modul 18plus mit dem intelligenten IO-Link-Device vereint Flexibilität mit Kommunikationsfähigkeit interne proprietäre Gerätebus ELBus ermöglicht dabei eine sichere und störungsfreie Kommunikation zwischen den Geräten. Einfache Installation und Inbetriebnahme Bei der Installation des Stromverteilers muss der Anlagenplaner nach Verwendung des Einspeisemoduls nur einen einzigen Steckplatz für das IO-Link-Device vorsehen. Die folgenden Steckplätze sind dann mit der gewünschten Anzahl von intelligenten Schutzschaltern zu bestücken. Dabei kann der Planer in diesem Fall bis zu 16 Schutzschalter an das IO-Link-Device anschließen und über den internen ELBus kommunikativ verbinden. Die Kommunikation der Geräte hat darüber hinaus keinen Einfluss auf die Stromverteilung. Mit der Stromverteilung ist es möglich, einen Laststrom von bis zu 80 A auf die unterschiedlichen Sockel zu verteilen. Die für die Kommunikation erforderliche Verknüpfung der Sockel erfolgt intern und ohne Installationsaufwand. Die Adressierung der einzelnen elektronischen Sicherungsautomaten geschieht automatisch, einfach durch die Aneinanderreihung der Sockel. Auch die Inbetriebnahme funktioniert schnell und einfach. Nach der Montage des Einspeisemoduls auf der Hutschiene werden die einzelnen Sockel nacheinander angefügt. Auf dem ersten Steckplatz nach dem Einspeisemodul kommt das IO-Link- Device. Diesem folgen die elektronischen Sicherungsautomaten. Mit Anschluss des IO-Link-Device an den IO-Link-Master überträgt das IO-Link-Device die Parameter der Sicherungsautomaten automatisch. Anschließend werden sie in Betrieb genommen. Lange und aufwändige Einstellungen während der Inbetriebnahme Stromverteilungssystem mit vielen Zusatzfunktionen Das Stromverteilungssystem vom Typ Modul 18plus stellt eine kompakte Verdrahtungslösung für alle Last- und Signalleitungen der DC 24 V-Steuerspannung dar, egal ob dezentrale Energieverteilungen oder zentrale Anlagenkonzepte. Das Modul lässt sich mit verschiedenen E-T-A-Schutzschaltern und Sicherungsautomaten mit Push-in-Technologie bestücken. Das System bietet eine vollwertige 80 A-Potenzialverteilung der DC 24 V-Steuerspannung und lässt sich dank internationaler Zulassungen nach UL 1059 und IEC/EN 60950-1 weltweit in unterschiedlichsten Anwendungen einsetzen. Die Einbindung der auf das Modul steckbaren Buskoppler vom Typ CPC10 IO-S1 für IO-Link in das Steuerungssystem ermöglichen zusammen mit den elektronischen Sicherungsautomaten Typ ESX50D-S viele Zusatzfunktionen für den Anwender. Dazu zählen Geräteparametrierung, Laststrom- und Lastspannungsmessung und Fernsteuerbarkeit. entfallen. Fazit: Mit der Kombination des modularen Stromverteilungssystems und IO-Link ist eine Lösung auf dem Markt, die den zukünftigen Anforderungen im Rahmen von Industrie 4.0 gerecht wird – nämlich Flexibilität und komfortable Vernetzung von Anlagenteilen. Fotos: E-T-A, Fotolia www.e-t-a.de INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2015 91

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