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Industrielle Automation 6/2015

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Industrielle Automation 6/2015

INDUSTRIELLE

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Forschung für den Mittelstand Zuse-Institute liefern entscheidende Impulse für die Industrie 4.0-Strategie Mittlerweile haben sich rund 68 gemeinnützige Forschungseinrichtungen mit über 5 000 Wissenschaftlern zusammengeschlossen. Mit technologischem Fachwissen und einem zeitnahen Innovationstransfer in Unternehmen sollen wettbewerbsfähige Entwicklungen vor allem der mittelständischen Industrie vorangetrieben werden. Einen Schwerpunkt ihrer Projektforschung bilden cyber-physische Systeme und das „Internet der Dinge“, kurz: die Industrie 4.0. Geht es um kabellose Sensorik für Maschinen und Produktionsanlagen, optimierte Roboterbahnen oder neueste Funk lösungen für diverse Aufgaben der Automatisierung und Industriekommunikation – die Institute der „Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse“ widmen sich den Aufgabenstellungen im Rahmen der Industrie 4.0-Strategie. Zu den Voraussetzungen des von Politik und Wirtschaft verfolgten Hightech-Konzepts gehört u. a. die Vernetzung von Geräten, Anlagen und Produkten mit zuverlässiger und schnel- ler Datenkommunikation. Chancen, aber auch (Sicherheits-)Risiken drahtgebundener und Internet-Kommunikation gehen damit einher. Beobachten können wir zunächst wegweisende Impulse, z. B. aus dem Bereich drahtloser Kommunikationsnetzwerke. Sind drahtlose Kommunikationsnetzwerke die Zukunft? Software zur effizienteren Roboter-Steuerung in der Produktion Dr. Lutz Rauchhaupt vom Institut für Automation und Kommunikation ifak widmet sich Funklösungen einer neuen Generation. Im Magdeburger Institut forscht er an drahtlosen industriellen Kommunikationsnetzwerken für einen Industrie 4.0-typischen Austausch von Daten und Informationen. Ausgangspunkt sind die Bedingungen einer Smart Factory, die sich den ändernden Produktionsbedingungen anpassen muss. Tausende Sensoren und Aktoren können hierbei niemals komplett verkabelt werden. Per Funk übertragene Signale ließen sich aber von Mikroservern in großer Zahl verarbeiten und via WLAN versenden. Hindernisse resultierten laut Rauchhaupt derzeit noch daraus, dass Telekommunikationsstandards primär für Endverbraucher statt für Industrieanwendungen ausgelegt seien: „Das müssen wir zügig ändern“. Auf dem Gebiet intelligente Mikrosystemtechnik forscht die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung aus Villingen-Schwenningen. Der F+E-Dienstleister hat energieautarke Sensoren entwickelt, die an einer Produktionsanlage angebracht werden können und kabellos Daten und Signale erfassen und an übergeord - nete Systeme übertragen. Aus den Anlagen werden cyber-physische Systeme, die untereinander kommunizieren. Optimierte Roboterbahnen Dem gleichen Ansatz folgt die auf Hardund Softwarelösungen spezialisierte GFaI Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik in Berlin-Adlershof, Zuse- Gründungsmitglied wie die beiden zuvor genannten Institute auch. GFaI-Neuentwicklungen kommen meist direkt bei Partnern in der Praxis zum Einsatz – z. B. die Robotik lösung CeramDetect/3D-ProSim. Die Software zur Planung, Simulierung und Optimierung von Roboterbahnen mit Werkstück- und Positionserkennung, Werkzeugauswahl und Materialdosierung steuert in der Produktion eines auf Sanitärkeramik spezialisierten Mittelständlers selbständig Schleif-, Glasier- und Handlings-Roboter. Fotos: Aufmacher Fotolia, Sonstige ifak www.zuse-gemeinschaft.de Zuse als dritte deutsche Wissenschaftssäule Industrienähe, schneller Ergebnistransfer und beste regionale Vernetzung: Die zur dritten Säule des deutschen Wissenschaftssystems vereinten gemeinnützigen Institute konzentrieren sich inhaltlich vor allem auf den MINT-Bereich. Ihre Forschungsfelder decken sich mit Schwerpunkten der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Doch überregional wurden sie als leistungsfähige, flexible F+E-Dienstleister bisher kaum wahrgenommen. Das soll sich ändern: „Unter dem Dach der Zuse-Gemeinschaft bündeln wir Kompetenzen und schaffen Synergien; zugleich hat der Mittelstand erstmals direkten Zugriff auf ein sofort abrufbares FuE-Potenzial zur Lösung drängender betrieblicher Herausforderungen“, erläutert Dr. Ralf-Uwe Bauer. Der Präsident der Zuse-Gemeinschaft hält die Verzahnung zwischen innovationsorientierten Unternehmen und marktnaher Forschung für „unabdingbar, um das Smart Factory-Konzept unter Mittelstandsbedingungen erfolgreich umsetzen zu können.“ 84 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2015

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Flexible AC-Stromverteilung in Fertigungsanlagen für moderne Kommunikationstechnik Mit der AC-Stromverteilung vom Typ V0071 präsentiert E-T-A Elektrotechnische Apparate einen AC 230 V-Stromverteiler mit potenzialfreier Signalisierung. Das Gerät ist ausgelegt für moderne Kommunikationstechnik in Fertigungsanlagen. Trotz der höheren Überlast- und Kurzschlussfestigkeit zeichnet sich die Stromverteilung durch kompakte Abmessungen aus. Der Einsatz der Stromverteilung erlaubt größere Leitungslängen und geringere Querschnitte der Lastkabel. Zudem bietet die Stromverteilung maximale Sicherheit für den Anwender. Dafür verschwinden alle spannungsführenden Teile und Leitungen in die Innenlagen der Leiterplatte und ins Innere des Kunststoffträgers. Die Stromverteilung auf die einzelnen Lastkanäle erfolgt über zehn berührsichere Stecksockel und Klemmen, die die inneren stromführenden Leiterbahnen kontaktieren. Um eine maximale Übersichtlichkeit zu garantieren, erlaubt der mechanische Aufbau des Stromverteilers sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Montage. In jeder Lage lässt sich das Gerät einfach auf die Hutschiene aufschnappen. www.e-t-a.de Einfach mit Busund Stromanschluss: opensafety-Geräte Bisher mussten zahlreiche Kabel durch Tragarmsysteme gefädelt werden, wenn Bedienpanels mit mehreren hartverdrahteten Schaltern und Tastern ausgestattet waren. Die opensafety- Passt wie angegossen! Maßgeschneiderte Computer-Systeme. Bediengeräte von der Firma B&R benötigen nur einen Busund einen Stromanschluss. Dadurch lassen sich die Bediengeräte genau dort platzieren, wo sie gebraucht werden, es muss keine Rücksicht auf dicke Kabelstränge genommen werden. Zudem gestalten sich Inbetriebnahme und Service bedeutend einfacher. Der Not-Aus funktioniert ebenso zuverlässig, wie bei hartverdrahteten Varianten. Die Bediengeräte können individuell gefertigt werden. Neben verschiedenen Displaydiagonalen und Seitenverhältnissen stehen auch verschiedene Touch-Technologien zur Auswahl. Ebenso konfigurierbar sind Anzahl und Anordnung von Tastern, Schaltern und Not-Aus-Knopf. Die Bediengeräte stehen unter anderem mit Gehäuse gemäß IP65 zur Verfügung. www.ethernet-powerlink.org Nürnberg, 24.-26.11.2015 Halle 7 Stand 290 Besuchen Sie uns — wir zeigen Ihnen Individual-Lösungen, die Sie begeistern werden ... ... mit Widescreen-Multitouch im 16:9-Format ... mit 4K-UHD-Display inkl. Bedienelementen ... mit Graphical-Framework für NC-Oberflächen ... mit Link für bis zu 140m abgesetztem Monitor ... mit Smart Devices für mobile Kommunikation ... mit modernen Multi-Core-Prozessoren ... mit GMP-konformen Hygiene-Designs Mehr Informationen unter: www.primecube.de

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