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Industrielle Automation 5/2019

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Industrielle Automation 5/2019

IM FOKUS Ich sehe was,

IM FOKUS Ich sehe was, was du nicht siehst! Bekanntlicherweise behauptet der Volksmund, dass „ein Bild mehr als tausend Worte sagt“. Recht hat er, der Volksmund! Und es werden immer mehr Worte, die es braucht, ein Bild zu erklären! Denn was der Volksmund nicht ahnen konnte war, was es bis zum heutigen Tage alles für Bilder geben würde! Längst sind es nicht nur Grauwert- und Farbbilder. Nein, es kamen NIR-, SWIR-, UV-, Multispektral-, Hyperspektral-, Wärmefluss-, Röntgen-, Radar-, Lidarbilder u. a. hinzu. Und wenn es sein muss, auch noch Schallbilder, mechanisch gewonnene Bilder vom Rastertunnelmikroskop oder Dichtebilder von Volumina. Die Anzahl verschiedener Sensorprinzipien und bildgebenden Verfahren ist stark angestiegen. Längst beschränken sie sich nicht mehr auf die bekannten CCD- oder CMOS-Bildsensoren. Damit verbunden wird aber auch der Begriff der Bildverarbeitung immer breiter gefasst. Denn der nachgelagerten verarbeitenden Software ist es recht egal, aus welchen Quellen die zu verarbeitenden Bilder stammen. So mussten herkömmliche Verarbeitungstechniken der Bilder nur noch partiell erweitert werden, um mit neuen Bildertypen (z. B. hyperspektraler Datenwürfel) zurechtzukommen. Ansonsten handelt es sich fast immer weiterhin um matrizenförmige Datenfelder, auf denen nach Übergängen, Intensitäten, Mustern oder Maxima gesucht wird. Nur sind die berechneten Ergebnisse je nach Kontext des Bildverarbeitungseinsatzes unterschiedlich zu interpretieren. Inzwischen fragt man sich beinahe, was denn noch alles sichtbar gemacht werden kann? Sind es doch bereits heute schon viele physikalisch-technische, chemische, biologische und auch ästhetische Eigenschaften, die sich erkennen, visualisieren, messen und damit objektivieren lassen. Auch hier wird unser wunderbarer Planet mehr und mehr entzaubert, wenn uns die Technik weitaus mehr Informationen liefern kann, als wir Menschen es mit unseren fünf Sinnen in der Lage sind. Bezogen auf die einführenden Worte des Volksmundes kann es also tatsächlich sein, dass ich etwas sehen kann, was Sie nicht sehen können. Nämlich genau dann, wenn Ihnen dafür die passende Sensorik zur Bildgewinnung fehlt. Also lohnt es sich künftig bei der Wahl der Bildquelle einmal mehr genau hinzuschauen! Es könnte ja sein, dass sich bestimmte bisher nicht prüfbare Eigenschaften inzwischen doch durch Bildverarbeitung schnell, berührungslos und zukunftstauglich ermitteln lassen. Ihr Ingmar Jahr ... der sich freut, dass die Kolumne mit dieser Ausgabe ihr 10-jähriges Bestehen feiern kann! Dipl.-Ing. Ingmar Jahr, Manager Schulung & Support, evotron GmbH & Co. KG in Suhl Stemmer Imaging positioniert neue Tochtergesellschaft in Bologna Stemmer Imaging hat eine 100%ige Tochtergesellschaft im italienischen Bologna gegründet. Durch die neue Dependance ist der Machine-Vision-Spezialist nun in allen strategisch relevanten Märkten Europas vertreten. Dank dieser jüngsten Expansionsoffensive haben jetzt auch italienische Abnehmer die Möglichkeit, die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens direkt über eine eigene Landegesellschaft zu beziehen. „Im industriellen Herzen Italiens setzen wir mit unserer Tochtergesellschaft auf bereits bestehende Strukturen auf, bündeln unsere Aktivitäten und können unsere Kunden vor Ort unmittelbarer betreuen. Gleichzeitig sind wir fest davon überzeugt, mit einem eigenen Standort das große Potenzial des italienischen Marktes noch effizienter heben zu können. Wir freuen uns, bereits qualifiziertes Personal für die lokale Betreuung gefunden zu haben“, sagt Lars Böhrnsen, CFO der Stemmer Imaging AG. www.stemmer-imaging.com 16. Sonderschau „Berührungslose Messtechnik“ bei der Control 2020 Im Rahmen der internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung Control in Stuttgart veranstaltet die Fraunhofer-Allianz Vision in Zusammenarbeit mit der P. E. Schall GmbH & Co. KG zum 16. Mal die Sonderschau „Berührungslose Messtechnik“. Die Sonderschau zeigt auf rund 330 m 2 in Halle 6 einen Querschnitt innovativer Technologien, Applikationen und Systemkomponenten aus dem Bereich der berührungslosen Messund Prüftechnik und gibt Anwendern eine Orientierungshilfe bei der Auswahl der optimalen Technologie zur Bewältigung der eigenen Prüfaufgabe. www.vision.fraunhofer.de 58 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2019

EDITORIAL Schlüsseltechnologie Die industrielle Bildverarbeitung wird immer intelligenter und vielseitiger, digitaler und kompakter. Sie gilt als eine der Schlüsseltechnologien in der Automatisierung und selbst die Datenübertragung und Integration in übergeordnete Systeme stellt keine Hürde mehr dar. Einzig sind es vielleicht noch finanzielle Aspekte, die Unternehmen vor dem Einsatz von Bildverarbeitungs technologien zurückhalten oder noch nicht vorhandenes Wissen. Mit unserem Sonderteil IndustrialVISION möchten wir Ihnen Aspekte aufzeigen, warum es sich lohnt in Kameras, Vision-Systeme, Infrarot-Technik & Co. zu investieren. Wir stellen Ihnen neue Technologien vor, Beispiele aus der Praxis und Lösungen, die sich in der Industrie erfolgreich etabliert haben. Spannende Themen sind diesmal wieder dabei, von 3D-Vision in der Robotik, über visuelle Prozesskontrolle in mehrstufigen Montageprozessen bis hin zur Besonderheit von perzeptiven True-Colour-Sensoren. Nicole Steinicke Was ist eigentlich... SWIR? Diese Bezeichnung steht für kurzwelliges Infrarot (short wavelength infrared) als Spektralbereich der Infrarotstrahlung, das i. d. R. als Licht mit einer Wellenlänge zwischen 0,9 und 1,7 μm, gelegentlich auch als das Spektrum zwischen 0,7 und 2,5 μm, definiert wird. Vor allem Indium-Gallium-Arsenid-Sensoren (InGaAs-Sensoren) werden für die SWIR-Bildgebung eingesetzt, die das typische SWIR- Spektrum abdecken, aber auch Wellenlängen von 550 nm bis 2,5 μm erkennen. Die Technologie eignet sich ideal für Hochgeschwindigkeits-Anwendungen in der industriellen Qualitätskontrolle; z. B. im Rahmen der Qualitätssicherung von Glas- und Kunststoffprodukten. z 2,6 Anzeige Quality Control Optik, Licht, Software made in Germany www.optometron.de Optometron.indd 1 28.08.2019 08:11:14 Zahl des Monats Das sollten Sie nicht verpassen... Die Embedded Vision Europe 2019 findet vom 24. bis 25. Oktober bereits zum zweiten Mal im ICS (Internationales Congresscenter) in Stuttgart statt. Die Veranstaltung ist die führende Konferenz in Europa, die sich ausschließlich auf die Embedded- Vision-Technik konzentriert. Fähigkeiten von Hard- und Software-Systemen und -Komponenten sollen dabei in den Fokus gerückt sowie Anwendungen und Märkte für Embedded Vision vorgestellt werden. Die Embedded Vision Europe richtet sich an Entwickler und Anwender von Embedded-(Vision-)Systemen aus allen Branchen und wird in Englisch abgehalten. z Im Jahr 2018 setzte die industrielle Bildverarbeitungsbranche im In- und Ausland rund 2,6 Milliarden Euro um. B I L D V E R A R B E I T U N G F Ü R T E C H N I S C H E , W I S S E N S C H A F T L I C H E U N D I N D U S T R I E L L E A N W E N D U N G E N Version 2.0 Matrox Rapixo Framegrabber für CXP-6 und CXP-12 CoaXPress Version 2.0 CXP-6 und CXP-12 Linkspeed bis zu 12.5 Gbps pro Link 100% kompatibel zu CXP Version 1.1.1 High-Speed und High-Reliability bis zu 4 CXP-6 bzw. CXP-12 Links Link-Aggregation für bis zu 5 GB/s bis zu 8 GB onboard Memory und PCIe 3.1 x8 optionales FPGA Processing FPGA für kundenspezifische Funktionen Entwicklung als Service oder mit Matrox FDK robustes Design lüfterlos für wartungsfreien Dauerbetrieb langzeitverfügbar, Life-Cycle Management RAUSCHER Telefon 0 8142/4 48 41-0 · Fax 0 8142/4 48 41-90 eMail info @ rauscher.de · www.rauscher.de

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