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Industrielle Automation 5/2019

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Industrielle Automation 5/2019

MOTEK

MOTEK 2019 I MESSE Kraftzwerg positioniert schnell und genau Ein sechsachsiger Mini-Kompaktroboter, der bei 350 mm Reichweite 1 kg schwer trägt, ist der MZ01 von Nachi. Er eignet sich zum Transportieren und Positionieren auf kleinstem Raum bei höchsten Geschwindigkeiten. Seine Bauart in Armen und Gelenken entspricht den größeren Universalrobotern MZ des Herstellers. Diese nun kleinste Variante wiegt nur 10 kg und kann auf 0,02 mm wiederholgenau positionieren. Damit eignet sich der Roboter z. B. dafür, kleine Werkstücke in Montageanlagen aufzunehmen, zu orientieren und einzulegen. Er kann stehend oder hängend angeordnet werden. Dabei benötigt er nur 100 × 115 mm Fläche. Dazu erreicht er Schwenkgeschwindigkeiten zwischen 320 und 600°/s. Wie bei den größeren Varianten sind bei ihm die Leitungen und Kabel innen geführt. Der Mini-Kompaktroboter ist flexibler als Scara-Roboter oder Linearsysteme, braucht weniger Platz als Knickarm-Industrieroboter und entspricht den Forderungen von Sondermaschinenbauern. www.nachi.de Montageautomatisierung mit Robotern Eine App zur Ermittlung von Automatisierungspotenzialen und Roboter, die mit wenigen Klicks für anspruchsvolle Montageaufgaben programmiert werden, präsentiert das Fraunhofer IPA auf der Motek. Die App zur Automati- sierungspotenzial- Analyse (APA) in der Version 2.0 leitet Anwender an, eigene Montageprozesse zu analysieren und informiert über Automatisierungspotenziale. Dazu werden Tester gesucht, die die App mit einem Lizenzvertrag ausprobieren. Die App soll nicht auf die Montage beschränkt bleiben. Oft kann statt einer Vollautomatisierung eine Anwendung mit Mensch-Roboter- Kooperation sinnvoll sein. Ebenfalls vorgestellt wird die Softwarelösung Pitasc zur Programmierung kraftgeregelter Montageprozesse. Sie ermöglicht, bisher manuelle Prozesse zu automatisieren. Mit ihr sind einmal modellierte Aufgaben auf neue Produktvarianten, Produkte und Roboter anderer Hersteller übertragbar. Auf der Messe wird die Software integriert in ein Robotersystem vorgeführt. www.ipa.fraunhofer.de Erweiterter Spielraum beim Betrieb von Servopressen IEF-Werner stellt eine neue Version der Servopressen-Baureihe aiPress vor, die mit dem in drei Größen erhältlichen Zusatzmodul Joining Module „JM“ ausgestattet ist und das Einsatzspektrum nochmals erweitert. Anwender können die Ausladung einfach an die Applikation anpassen, sie stehend oder über Kopf hängend anbringen und an das IEF-Transportsystem posyArt anbauen. Die neue Komponente ist in den drei Größen der Basisbaureihe erhältlich: mit 3 kN und 75 mm Hub, 15 kN und 125 mm Hub sowie 36 kN und 175 mm Hub. Die maximale Verfahr-Geschwindigkeit beträgt jeweils 150 mm/s. Enthalten ist auch ein externes Wegmesssystem, das direkt an der Presspinole angebracht ist. Im Mittelpunkt stehen ferner ein Portalsystem mit der Zahnriemenachse Modul 115/25, das IoT-kompatible PA-infoSYS für die Datenüberwachung und Kommunikation sowie neue Direktantriebe der Baureihe euroLine 200. Präsentiert wird zudem ein speziell konzipiertes Palettier-System für die Vereinzelung plattenförmiger Produkte. www.ief-werner.de Sichere Sensorik für die Mensch-Maschine-Interaktion www.schunk.com Schunk verzeichnet eine rasant wachsende Nachfrage nach kompakten und universell einsetzbaren Sensoren für Robotik-Greifsysteme. Diese sollen zudem immer leistungsfähiger und leicht programmierbar sein. Daher hat Schunk eine breite Palette an Lösungen für die smarte Produktion entwickelt, wie z. B. den C-Nuten- Sensor MMS 22-PI, der die Strategie „One sensor fits all“ bedient. Bei dem MMS‐A handelt es sich um einen teachbaren Analogsensor, der die gesamte Hubbereich des Greifers erfasst, sodass unterschiedlich große Teile präzise detektiert werden können. Mit dem MMS 22-IO-Link wiederum lassen sich die Auswertemöglichkeiten der pneumatischen Universalgreifer PGN-plus-P sowie der pneumatischen Kleinteilegreifer MPG-plus erweitern. Vorgestellt wird zudem der für die sichere MRK-Kollaboration konzipierte Großhubgreifer EGL-C, bei dem in die Grund - backen integrierte Kraftmessbacken und Inkrementalgeber permanent die Greifkraft sowie die Position der Greiferfinger überwachen. 54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2019

MESSE I MOTEK 2019 Raumportal für kollaborierende Roboter Ein dreiachsiges Raumportal für die roboterbasierte Bearbeitung hat Rose+Krieger mit dem Fraunhofer IEM entwickelt. Dieses verfährt den Cobot an den jeweiligen Einsatzort und erweitert damit seinen Arbeitsbereich. Kleine kollaborierende Sechsachs- Roboter (Cobots) haben nur einen Aktionsradius von wenigen 100 mm. Eine gängige Lösung ist daher der Einsatz von Linearachsen, mit deren Hilfe die Cobots horizontal oder vertikal an den jeweiligen Einsatzort bewegt werden können. Um den Arbeitsbereich der Cobots dreidimensional zu erweitern, konstruierte das Unternehmen ein dreiachsiges Raumportal für ein Handlingund Bearbeitungssystem. Intelligente Sensoren und Algorithmen ermöglichen dabei eine reibungslose Kommunikation zwischen Roboter und Raumportal. Das Ergebnis sind synchronisierte Bewegungen von Portal und Cobot sowie die einfache Anpassung des Systems an sich ändernde Anwendungsszenarien ohne aufwändige Umbau- und Rüstarbeiten. www.rk-rose-krieger.com Cobots kombiniert mit Greifern Universal Robots (UR) zeigt auf der Motek, wie andere Robotik-Komponenten an seinen kollaborierenden Robotern (Cobots) installiert werden können. Außerdem haben mehrere Peripherieprodukte seiner Partner ihr Debüt. An einem Cobot vom Modell UR3e wird der elektrische MRK-Greifer HRC-03 der Zimmer Group gezeigt. Bei ihm hat der Bediener durch einen Free Drive Button direkt am Tool beide Hände frei zur Führung des Cobots. Wie die Natur Robotik-Komponenten inspiriert, veranschaulicht die Gecomer-Technologie von Innocise an einem UR3e. Mit einer haarigen, feinstrukturierten Oberfläche, ähnlich einem Geckofuß, haften Objekte daran. Ausgestattet mit einer Entgratspindel FDB-300 von Schunk gibt ein UR5e Einblicke in die Blech- und Metallverarbeitung mit Cobots. An einer Autotür demonstriert ein UR10e die Feinfühligkeit und Präzision der e-Series mit integriertem Kraft-Momenten-Sensor. Dabei bringt er mit einem individuellen Rollen-Aufsatz eine Türschallisolierung an. Digitaler Shopfloor – skalierbar und erweiterbar Eine innovative Lösung für das digitale Shopfloor-Management ist das Machine Management System, kurz MMS, von Eckelmann. Es abstrahiert in einem digitalen Layer von der Ebene der Maschinen. Das System weiß, was auf der Maschinenebene los ist und versteht sich gleichzeitig mit überlagerten MES- oder ERP-Systemen. Per OPC-UA lassen sich Steuerungen bzw. Maschinen beliebiger Hersteller einbinden. So entsteht ein digitales Echtzeit-Abbild aller angebundenen Maschinen und Anlagen, ein funktionaler digitaler Zwilling. Das System erfasst, analysiert und visualisiert die Daten, um maschinennahe Managementaufgaben zu realisieren. Dazu zählen Kernfunktionen wie Betriebsdatenerfassung, Auftragsmanagement, Tools zur Kalkulation von Fertigungskosten, Reports mit wichtigen KPIs sowie Real-Time-Intelligence zur Prozessoptimierung und vorausschauenden Instandhaltung. Dank der plattformunabhängigen Web-Service-Architektur ist das System skalierbar und erweiterbar. www.eckelmann.de MEHR INFORMATIONEN AUFGABELN Gabellichtschranken mit IO-Link-Anschluss www.universal-robots.com www.industrielle-automation.net Besuchen Sieuns auf der Motek MesseinStuttgart 07.10bis 10.10.2019 in Halle3Stand 3100 Tel+49 2351 9365-0 • www.ipf.de INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2019 55 ipf.indd 1 04.09.2019 14:09:20

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