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Industrielle Automation 5/2019

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Industrielle Automation 5/2019

Klein, aber smart!

Klein, aber smart! Intelligente Box zur elektronischen Lastüberwachung für Roboterapplikationen Moderne Maschinen und Anlagen erfordern kommunikationsfähige und zuverlässige Lastüberwachungssysteme. Sind die Einbauverhältnisse auch noch knapp bemessen, sind kompakte Geräte gefragt. Ein Automobilhersteller setzt daher auf die sogenannte LOCC-Box. Sie erfüllt die Forderung nach selektiver Abschaltung bei hoher Leitungsdämpfung und steht für die neueste Generation an Industrie-4.0-Technologie. Überwacht wird damit der Steuerstrom für Roboter im Karosseriebau. Die elektronische Lastüberwachung der Friedrich Lütze GmbH kommt in unterschiedlichen Industriebereichen zum Einsatz, z. B. überwacht damit ein Automobilhersteller den Steuerstrom für seine Roboterapplikation im Karosseriebau. Aber nicht nur im Automobilsektor, sondern auch in anderen produzierenden Unternehmen forcieren die Hersteller die Beschleunigung und Optimierung ihrer Prozesse; Roboter sind dabei längst ein selbstverständliches Werkzeug. Vom Rohbau bis zur Endkontrolle hat man mit ihnen einfache und wiederkehrende Arbeitsschritte automatisiert. Martin Baum,Vertriebsingenieur bei der Friedrich Lütze GmbH in Weinstadt Geringer Bauraum – hohe Flexibilität Die Jäger Elektrotechnik GmbH aus Eppstein wurde beauftragt einen passenden Schaltschrank für die Schweißanwendungen im Karosseriebau zu entwickeln. Dieser bedient die komplette Ansteuerung der Schweißzange, die am Ende des Roboterarmes hantiert. Mehrere hundert dieser Roboter samt ihren Schaltschrankeinheiten arbeiten an jeder einzelnen Produktionslinie zur Montage der Karosserien. Eine Herausforderung waren die beschränkten Platzvorgaben. Damit waren die Projektingenieure bei Jäger Elektrotechnik konfrontiert, als sie die optimal passenden Komponenten für den Schaltschrank suchten. „Auch in diesen kompakten Einheiten muss die Steuerspannung von 24 V für die verschiedenen Stromkreise jeweils separat abgesichert werden. Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit Lütze war uns die elektronische Lastüberwachung LOCC-Box bereits aus anderen Projekten bekannt. Die schmale Baubreite von 8,1 mm pro Kanal, die große Flexibilität durch den einstellbaren Stromwert und die Einkanalbauweise erfüllten alle unsere Anforderungen“, so Geschäftsführer Robert Jäger. Mit nur einem Sicherungstyp ließen sich alle unterschiedlichen Schaltschranktypen jeweils individuell ausstatten. Je nach Applikation kommen so unterschiedlich viele Sicherungskanäle zum Einsatz, ohne dass gesicherte Abgänge aufgrund von Blockbauweise ungenutzt bleiben müssen. Die Die LOCC-Box zeichnet sich durch einen kompakten Systemaufbau aus Verdrahtung mit Federzugklemmen sichert dabei eine dauerhaft zuverlässige Verbindung der Anschlussleitungen. Für die Produktionslinien sind über 8 000 LOCC-Boxen geplant und zum Teil bereits eingebaut. Jede einzelne davon individuell auf den passenden Stromwert eingestellt und aufgrund patentierter analoger Kennlinie auch 46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2019

KOMPONENTEN UND SOFTWARE auf die notwendige Auslösecharakteristik. „Die Unterscheidung zwischen flinker und träger Charakteristik in fünf Abstufungen ermöglicht einen optimal individuellen Schutz jedes einzelnen Stromkreises“, erläutert der zuständige Lütze-Vertriebsingenieur Martin Baum. Das sichere sowohl den zuverlässigen Betrieb der Anlage als auch das prompte Abschalten für jeden Stromkreis im Fehlerfall. Absicherung auch im Maschinenund Anlagenbau Das System speichert Fehler und verhindert dadurch das erneute Auftreten der Störung beim nächsten Einschalten Aber nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch im Maschinen- und Anlagenbau kommt die LOCC-Box zum Einsatz: So sichert das System z. B. bei den Maschinen eines renommierten Herstellers im Bereich der Hochleistungsautomation von Baugruppen oder auch bei denen eines Her stellers für Lackieranlagen. Um eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen sowie Stillstandzeiten zu vermeiden, sichert man dort verschiedenartige Verbraucher wie Sensoren, Aktoren oder Frequenzumrichter selektiv ab. Verschiedene Varianten des Systems erlauben dabei auch den Einsatz bei Safety- Relais, Stromkreisen nach UL, Anwendungen ab 0,2 A oder DC-Netzen zwischen 12 und 48 V. Aufgrund der optionalen Anbindung der LOCC-Box an die üblichen Feldbussysteme erhöht sich ebenso die Integration. Es ist sogar möglich, Frühwarnungen als Auslöser für vorbeugende Wartung zu verarbeiten. Das einheitliche Gehäuse aller LOCC-Box-Typen bietet so auch der Jäger Elektrotechnik die Sicher- heit, vorhandene Anlagen jederzeit erweitern und an neue Anforderungen anpassen zu können. Fotos: Lütze www.luetze.com Automatisiert.Digitalisiert.Lernend. Mit u-mation kommunizieren SiefromSensor to Future. Let’s connect. Die Fabrik derZukunft steuert sich dank intelligenter Vernetzung selbst und passt sich flexibel neuen Anforderungen an. Mit u-mation wirddiese VisionRealität, denn das perfekt aufeinanderabgestimmteu-mation-Portfolio ebnet Ihnen den Wegins IoT (Internet of Things) und darüberhinaus.Die Kombination modularer Automati sierungs hardwaremit innovativen Engineering-Tools und durchdachten Digitali sie rungs lösungen ermöglicht die intelligenteVerbindung allerProzessebenen –vom Sensor biszur Cloud. Dank Machine-Learning-Modellen schaffen Sie die zukunftssichere Grundlage für effizientereProduktionskonzepte. u-mation. Morethan Automation. Digital Solutions.www.u-mation.com

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