Aufrufe
vor 3 Monaten

Industrielle Automation 5/2019

  • Text
  • Industrielle
  • Automation
Industrielle Automation 5/2019

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE I INTERVIEW Gegen Cyberangriffe gerüstet Ein Interview mit Richard Habering, Leiter Geschäftsbereich Smart Plastics bei Igus Herr Habering, was ist das Besondere an icom.plus? Wir haben das Kommunikationsmodul icom.plus pünktlich zur diesjährigen Hannover Messe entwickelt. Das Besondere ist, dass sich das System über Igus Online- Konfigurationen mit initialen Lebensdaueralgorithmen programmieren und applikationsspezifisch auch nach der Online- Installation ohne Updatefunktion offline betreiben lässt. So kann der Anwender die Anbindung des Moduls und somit seiner Daten flexibel gestalten und eine Balance zwischen Laufzeitmaximierung und IT-Sicherheit herstellen. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Der Anwender kann selbst entscheiden, wie er die Daten seiner Sensoren einbinden möchte; ob offline über SD-Karte, semi-offline mit einer zeitlich begrenzten Online-Lernphase oder komplett online mit Anbindung an den Igus IoT-Server. Welche Mehrwerte bietet icom.plus Anwendern und wie grenzt sich das System von ähnlichen Kommunikationsmodulen aus dem Wettbewerb ab? Eine Wettbewerbsabgrenzung ist aktuell schwierig zu bewerten, da uns bis heute keinerlei Wettbewerb im Bereich von Condition Monitoring und Predictive Maintenance bei Energiekettensystemen bekannt ist. Ein Mehrwert liefert das Gerät auf jeden Fall hinsichtlich der Daten - sicherheit, da es, wie bereits erwähnt, komplett offline arbeiten kann. Zusätzlich lässt sich das Gerät einfach in MS- und Scada-Systeme des Kunden integrieren, da eine risikolose Einbindung in das Kunden- Netzwerk möglich ist. „Wartung vorausschauend und planbar machen“, dieses Ziel verfolgt Igus mit seinen Smart-Plastics-Lösungen. Intelligente Sensoren messen so beispielsweise den Verschleiß von Energieketten oder Leitungen. Kürzlich hat das Unternehmen das Kommunikationsmodul Icom.plus entwickelt, welches die vorausschauende Wartung mit einer flexiblen Datenintegration ermöglicht. Was hinter dem System steckt und welche Mehrwerte es Anwendern bietet weiß Richard Habering von Igus. In Zeiten von Datensicherheit und Cyberkriminalität – wie sicher ist icom.plus – sowohl in der Anbindung als auch in der Anwendung? Das icom.plus Modul ist sehr sicher, da es sich im Regelfall nach der Online-Installation auch ohne Updatefunktion vollständig offline nutzen lässt und ein Offline-Gerät von außen nur schwer zu attackieren ist. In diesem „semi-offline“-Fall benötigt das Gerät während einer anfänglichen 40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2019

Intelligente Sensoren messen den Verschleiß von Energieketten, Leitungen, Rundtischlagern oder Linearführungen. Mit dem neuen icom.plus Modul kann der Anwender selbst entscheiden, wie er die Daten seiner Sensoren einbinden möchte: Offline über SD-Karte, semi-offline oder komplett online mit Anbindung an den Igus IoT-Server. „Lernphase“ entweder einen temporären, kurzzeitigen gesicherten IoT-Zugang zum Igus Server, um die Berechnungsalgorithmen an das tatsächliche Bewegungs- und Umweltprofil der Kundenanwendung anzupassen. Während dieser Zeit kann das Gerät vollständig vom Kundennetz getrennt sein, sodass auch hier kein Risiko für einen Cyberangriff besteht. In restriktiven Bereichen kann das Update auch über ein Speichermedium von Anfang an komplett offline ausgeführt werden. So kann der Nutzer flexibel die Anbindung des Moduls und somit seiner Daten gestalten und eine Balance zwischen Laufzeitmaximierung und IT-Sicherheit herstellen. Diese Informationen sind auf dem Bildschirm der Anlagensteuerung einsehbar. Icom.plus wurde im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt – ist man inzwischen schon einen Schritt weiter bzw. gibt es Anpassungen, die Sie vorgenommen haben? Die Entwicklung des icom.plus Moduls geht in kleinen Schritten voran. Zurzeit ermitteln wir mithilfe des Lebensdauerrechners die Laufzeit des Systems: Hier müssen physikalische Messgrößen wie Weg, Beschleunigung oder Temperatur direkt aus der speicherprogrammierten Steuerung ausgelesen werden. Eventuelle Wartungsempfehlungen werden ebenfalls auf dem Bildschirm der Anlagensteuerung angezeigt; in diesem Fall müssen jedoch die Register für Fehlermeldungen in der SPS angesteuert werden. Bei der Vielzahl an verfügbaren Mit dem neuen Modul kann der Anwender selbst entscheiden, wie er die Daten seiner Sensoren einbindet: Offline via SD-Karte, semi-offline oder mit einer zeitlich begrenzten Online-Lernphase speicherprogrammierten Steuerungen nimmt das einen großen Teil der Entwicklungskapazitäten in Anspruch. Zurzeit lässt sich das Gerät in fast alle Steuerungen der Firma Siemens integrieren; eine Integration in Beckhoff- und Fanuc-Steuerungen ist derzeit in Arbeit und wird kurzfristig vorgestellt. Die Fragen stellte Marie Krueger, Redakteurin, INDUSTRIELLE AUTOMATION Bilder: Igus www.igus.de ADDITIVE Origin Webinartag am 06.11.2019 So faszinierend effizient kann Datenanalyse sein! Seien Sie dabei und erfahren Sie an unserem kostenlosen Origin Webinartag wie Ihnen Origin Ihre Datenanalyse erleichtern kann. •„Wasist Origin? Eine Reise durch das Origin(Pro)-Universum“ •„VomImport zum Export“ •„LeistungsstarkeAnalysefunktionen: Signalverarbeitung und mehr“ •„Wie signifikant sind Ihre Ausreißer,Muster und Trends?“ •„Die Diagrammvielfalt für Ihre Reports und Publikationen“ •„Automatisierung und Validierung“ •„Erweiterung der Funktionalitäten durch Apps“ •„Interactive Graph Editing and more new exciting features in Origin Version 2020“ Weitere Informationen finden Sie unter: www.additive-origin.de/webinartag19

AUSGABE