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Industrielle Automation 5/2018

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Industrielle Automation 5/2018

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE Dem Feinstaub auf der Spur Aluminiumgehäuse schützen empfindliche Sensorik vor Feinstaub Die regelmäßige Überprüfung der Luft auf Feinstaubbelastungen spielt sowohl in industriellen als auch in öffentlichen Bereichen eine wesentliche Rolle, um die Gesundheit des Menschen zu schützen. Damit gleichzeitig die sensible Elektronik von Emissions- Messgeräten zuverlässig geschützt wird, hat ein nordrhein-westfälisches Unternehmen ein Aluminiumgehäuse entwickelt, das selbst Staub und starkem Strahlwasser in rauer Industrieumgebung widersteht. Christine Stello ist Produktmanagerin Industrie - gehäuse bei der ROSE Systemtechnik GmbH in Porta Westfalica Feinstaub kommt überall vor und wird u. a. durch industrielle Prozesse verursacht. Um die Umwelt und die Gesundheit des Menschen zu schützen, gewinnt die permanente Überwachung von Staubemissionen an Bedeutung. In industriellen Anlagen wird daher die Einhaltung von Grenzwerten oft durch länderspezifische gesetzliche Rahmenbedingungen vorgeschrieben. Das Unternehmen Dr. Födisch Umweltmesstechnik bietet Staubmess technik für behördliche und betriebliche Messungen an, die in verschiedensten Branchen zum Einsatz kommt. Ziel: Emissionsgrenzwerte weltweit einhalten Dr. Födisch hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Geräten für die Prozess- und Umweltmesstechnik spezialisiert. Kraftwerke, Zementwerke, Verbrennungsanlagen für Abfall, Biomasse und Klärschlamm sowie Anlagen der chemischen und metallurgischen Industrie gehören zu den Anwendungsbereichen des Messgeräteherstellers. „Die Überzeugung, dass unsere Technologien die Umwelt sauberer und die Welt dadurch ein Stück besser machen, treibt uns an“, betont Firmengründer Dr.-Ing. Holger Födisch. „Unsere Umweltmessgeräte sollen Betreibern von Anlagen weltweit helfen, Emissionsgrenzwerte einzuhalten.“ Bei Dr. Födisch wird die Messtechnik von der Entwicklung bis zur Auslieferung des fertigen Endprodukts kontinuierlich geprüft, um zum einen die hohen Anforderungen des internen Qualitätsmanagementsystems zu erfüllen und zum anderen den relevanten europäischen Normen zu entsprechen. Als Servicedienstleister bietet das Unternehmen kundenspezifische Lösungen für diverse Industriezweige an. Ermittlung des Staubgehalts Der Feinstaubsensor FDS 15 von Dr. Födisch ist ein Messgerät, das sich für den industriellen Einsatz eignet. Das Gerät überwacht kontinuierlich die Feinstaubkonzentrationen in der Umgebungsluft, um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden – egal, ob im Innen- oder Außenbereich, mobil oder stationär. Der Sensor wird nicht nur in Produktionsanlagen, Werkstätten oder Fabrikhallen, sondern auch in Büros und öffentlichen Einrichtungen zur Überwachung der Raumluftqualität eingesetzt. Die Ermittlung des Staubgehaltes durch den Feinstaubsensor basiert auf dem Prinzip der Streulichtmessung. Dabei wird die 44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2018

01 Durch integrierte Scharniere sind der Deckel und das Unterteil der Gehäuse unverlierbar miteinander verbunden 02 Sowohl für das Gehäuse als auch für die Abdeckprofile können Sonderfarben ausgewählt werden, damit die Komponenten dem Corporate Design des Kunden entsprechen angesaugte Luft auf 50 °C vorgeheizt. Über einen integrierten Lüfter findet eine Zwangsdurchströmung statt. Die Geschwindigkeit des Messgases ist so gewählt, dass Partikel repräsentativ erfasst werden. Für die Analyse alveolengängiger Partikelfraktionen (PM 2,5) wird ein integrierter Vorabscheider eingesetzt. „So kann der Anteil des Staubs bestimmt werden, dessen Partikel so klein sind, dass sie beim Einatmen bis in die Lungenbläschen vordringen“, erklärt Holger Födisch. Das Gerät bietet eine periodische Kontrolle und Korrektur von Nullpunkt und Referenzpunkt. Eine hohe Nullpunktstabilität wird durch Auswertung der internen Messsignale erreicht. Der smarte Sensor kann auch über WLAN mit anderen Luftgüte- oder Klimasensoren vernetzt werden. Die empfindliche Elektronik schützen Die Elektronik des Messsystems wird in dem Aluminiumgehäuse Aluformplus von Rose Systemtechnik verbaut. Das Elektronik-Gehäuse verfügt über eine hochwertige Materiallegierung und entspricht der Schutzart IP66. Es bietet eine Schlagfestigkeit von 7 Nm nach EN 60079-0 und schützt seine Einbauten gegenüber Staub und starkem Strahlwasser, selbst in rauer Industrieumgebung. Zum Zeitpunkt der Neuentwicklung des Feinstaubsensors wurde das Alu-Gehäuse von einem Außendienstmitarbeiter des Gehäuseherstellers bei Dr. Födisch vorgestellt. „Überzeugt hat uns das Design der Produktfamilie Aluformplus“, berichtet Holger Födisch. Durch die Abdeckprofile des Gehäuses werden z. B. die Deckelschrauben verborgen und verleihen dem Industriegehäuse eine hochwertige Optik. „Daher ist das Aluminium-Druckgussgehäuse für den Einsatz im Sichtbereich geeignet“, so Födisch weiter. Der Gehäusespezialist Rose bietet seinen Kunden außerdem die Möglichkeit, sowohl für das Gehäuse als auch für die Abdeckprofile Sonderfarben auszuwählen, damit die Komponenten dem individuellen Corporate Design des Unternehmens entsprechen. Für die Umsetzung des CI- Konzepts von Dr. Födisch wurde das Aluformplus in der Wunschfarbe RAL 7024 ausgeführt, verkehrsgrün gepulvert und mit einem Siebdruck versehen. Komplettiert wurde die Serviceleistung seitens Rose durch die mechanische Bearbeitung der Gehäuseunterteile zur Aufnahme von Kabelverschraubungen für die Kabelausgänge der Steuerung. „Ein weiteres positives Merkmal der Aluminiumgehäuse ist die Verbindung von Deckel und Unterteil durch integrierte Scharniere – so kann nichts verloren gehen“, erläutert Holger Födisch. „Das ermöglicht Technikern ein komfortables Arbeiten an der Elektronik, selbst bei Instandhaltungsmaßnahmen von bereits installierten Systemen.“ Die rechteckige Domanordnung im Unterteil und Deckel des Aluformplus erlaubt es, Leiterplatten ohne zusätzliche Bearbeitung in das Gehäuse einzubauen. Außerdem befinden sich im Unterteil der Alugehäuse Befestigungsstege für den Einbau von Tragschienen. Das Gehäuse bietet zudem Montageflächen für Kabelverschraubungen bzw. elektromechanische Komponenten. In den vertieften Stirnflächen finden empfindliche Einbauten Schutz. Der Gehäusedeckel eignet sich zur Aufnahme von Folientastaturen oder Touch-Displays. www.rose-systemtechnik.com

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