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Industrielle Automation 5/2017

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Industrielle Automation 5/2017

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE Intelligente Hardware trifft intuitive Software CIP Safety über Sercos Gateway und Software ermöglichen stress- und fehlerfreie Systemkonfiguration Rundum sorglos, rundum stressfrei – das war der Ansatz für die Entwicklung der Konfigurations- und Inbetriebnahmesoftware Asimon360. Zunächst wurde sie für sichere AS-i-Netze konzipiert, damit der wohl auslegungs- und bedienfreundlichste Sicherheitsbus AS-i Safety at Work dementsprechend leicht konfiguriert werden kann. Da das CIP Safety Gateway BWU3160 auch ein AS-i Gateway ist, können mit Asimon360 auch sicherheitsgerichtete Antriebssteuerungen auf Basis von CIP Safety über Sercos eingerichtet werden. Hervorzuheben sind der in der Software hinterlegte Hardware- Katalog sowie der bedienfreundliche Inbetriebnahme-Assistent: Beide minimieren die Komplexität und gewährleisten, dass auch Safety-Einsteiger schnell und fehlerfrei eine sicherheitsgerichtete Antriebssteuerung konfigurieren können. Nutzer profitieren mehrfach Mit einem Safety Gateway als Originator in CIP Safety über Sercos lassen sich Servoantriebe sicher steuern und überwachen. Doch wie sieht es mit der Konfiguration und Inbetriebnahme aus? Um diese ebenfalls kinderleicht für den Anwender zu gestalten, hat ein Mannheimer Unternehmen eine intuitive Software entwickelt. Ohne spezielles Expertenwissen kann der Anwender nun automatisch zu einer fehlerfreien, sicherheitsgerichteten Antriebsüberwachung navigieren. Thomas Rönitzsch ist verantwortlich für die Unternehmenskommunikation bei der Bihl+Wiedemann GmbH in Mannheim Das AS-i 3.0 Sercos Gateway BWU3160 ermöglicht es, mithilfe von CIP Safety über Sercos Antriebe auf direktem Weg – ohne zusätzliche Sicherheits-SPS – sicher zu steuern und zu überwachen. Was seine Funktionalitäten betrifft, ist das Gateway zu CIP Safety ein Multitalent. Es vereint u. a. zwei AS-i Master für zwei AS-i Kreise. Damit stehen bis zu 62 zweikanalige sichere Eingänge zur Verfügung – zusätzlich zu den drei, die schon im Gerät integriert sind. Sechs schnelle elek tronische, sichere Ausgänge direkt im Gateway sorgen dafür, dass die technologische Brücke von AS-Interface zu CIP Safety den Anforderungen leistungsstarker Servoantriebstechnik gerecht wird. Noch perfor manter wird das Gateway durch Safe Link, die sichere Kopplung von Bihl+Wiedemann, die eine Erweiterung um fast 2 000 sichere Ein- und Ausgänge ermöglicht. Nutzer von CIP Safety über Sercos profitieren vom Gateway gleich mehrfach. So können sie das BWU3160 bspw. als CIP Safety Originator ohne zusätzliche übergeordnete Sicherheitssteuerung einsetzen – weil es selbst als Sicherheits-SPS fungieren und eigenständig sichere Steuerungsaufgaben im Bereich der Antriebstechnik übernehmen kann. Mit dem Gateway können sichere Servoantriebe auf einfache und kostengünstige Weise überwacht werden. Zudem ermöglicht es den Anwendern, die Vorteile von AS-i bei der Vernetzung von Standard-Sensoren und Aktuatoren zu nutzen, z. B. die simultane Übertragung sicherer und nicht sicherer Daten über das gleiche Sercos-Kabel. Leichte Konfiguration auch für Safety-Einsteiger Dafür, dass der Anwender die hohe Funktio nalität des Safety Gateways für CIP Safety über Sercos nicht mit großer Komplexität 46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2017

ei der Konfiguration und Inbetriebnahme „bezahlen“ muss, sorgt die Software Asimon360. Im Gegenteil: Das Programm ist bewusst als Rundum-sorglos-Software konzipiert – ihre Inhalte, z. B. die Abbil - dung der kompletten Produktpalette von Bihl+Wiedemann in einem Hardware- Katalog oder die Möglichkeit, zahlreiche AS-i Komponenten anderer Hersteller jetzt noch einfacher einzubinden, verbergen sich unsichtbar hinter der intuitiven und effizient visualisierten Menüoberfläche des Inbetriebnahme-Assistenten. Der Safety-Einsteiger stand bei der Entwicklung gedanklich Pate – er wird mit Asimon360 stressund sorgenfrei an die Konfiguration herangeführt. Mit einem Klick auf das benötigte Gerät wird dieses im Konfigurationsfenster angezeigt. Gleichzeitig werden automatisch alle in dieser Konstellation möglichen Einstellungen geladen und geöffnet. Der Anwender stellt danach die CIP Safety Verbindungsparameter des Safety Gateways ein, bevor er direkt aus dem Drop-down-Menü auswählt, welche Komponenten er als AS-i Slaves in welchen der beiden zur Verfügung stehenden AS-i Kreise einbinden möchte. Universalmodule in der Software ermöglichen es, auch Geräte anderer Hersteller zu integrieren und produktspezifische Einstellungen in einem Anwenderkatalog abzulegen. Nach Abschluss der Hardware-Konfiguration erstellt die Software selbstständig ein Basis- Setup, in dem bereits sämtliche Logik- Bausteine enthalten sind, die sich aus den zuvor durchgeführten Hardware-Einstellungen ergeben. Soll bspw. an einen Slave ein Not-Halt-Taster angeschlossen werden, wird ihm genau dieser – und nur dieser – Baustein angezeigt. Das Zuweisen falscher Module ist ausgeschlossen, ebenso wie mögliche Verbindungsfehler. Fehlerfreie Adressierung Schritt für Schritt Ist die Gesamtkonfiguration der Antriebsüberwachung per CIP Safety über Sercos erstellt, führt der Inbetriebnahme-Assistent von Asimon360 durch die Adressierung und Konfiguration der angeschlossenen Module. Nach dem Sicherheitsmonitor des Safety Gateways wird sukzessive jedes einzelne Gerät, das für die Anlage vorgesehen ist, per Drag & Drop angeschlossen und auf die CIP Safety Eingänge gelegt. Auf die gleiche Weise werden die sicheren Ausgänge der gewünschten Stelle in der Konfiguration zugewiesen. Die Einbindung der CIP Safety Bits in die Eingangs- und Ausgangskonfiguration ist also denkbar einfach – und sollte es an irgendeiner Stelle zu Problemen kommen, gibt die Software leicht verständliche Erklärungen und schlägt konkrete Möglichkeiten zur Abhilfe vor. Am Ende der Gesamtkonfiguration sind alle Adressen fehlerfrei eingestellt und in die Geräte ge laden. Der Anwender hat, auch wenn er zum ersten Mal mit CIP Safety über Sercos arbeitet, eine sofort startklare Anwendung erstellt. Sercos wird von über 50 Steuerungs-, über 30 Antriebs- und mehr als 40 sonstigen Geräteherstellern weltweit unterstützt. Die installierte Basis dieses offenen Protokolls beläuft sich auf mehr als 4 Mio. installierte Sercos-Knoten in mehr als 400 000 Ap - pli kationen weltweit – Tendenz steigend. Gleichwohl hatten bislang insbesondere Safety-Einsteiger, die aus der alten Welt der Parallelverdrahtung kamen, oftmals Berührungsängste, wenn es um die Implementierung ging, weil diese von vielen als schwierig und komplex empfunden wurde. Software- Tools wie Asimon360 von Bihl+Wiedemann bieten dieser Zielgruppe die erforderliche Ein fachheit und Sicherheit, um sie für die Umsetzung sicherer, Motion-Control-basierter Automatisierungssysteme auf der Basis des sicheren Netzwerkprotokolls CIP Safety über Sercos zu begeistern. Damit die Zahl der Anwender weiter wächst – ebenso wie die installierte Basis. Bilder: Bihl+Wiedemann www.bihl-wiedemann.de Die MSX­ilog Datenlogger von ADDI­DATA dienen der kontinuierlichen Datenerfassung und ­speicherung über einen längeren Zeitraum. Unterschiedliche physikalische Messgrößen können erfasst und auf verschiedene Arten dargestellt werden. Datenspeicherung und Visualisierung finden parallel statt. Um den unterschiedlichen Applikations­anforderungen gerecht zu werden, sind diverse Hardwareausführungen erhältlich: Ethernet­Systeme, PCI­ und Compact­ PCI­ Lösungen. Die Version mit den Ethernet­Systemen ist für den Einsatz im Feld ausgelegt: Diese sind mit zahlreichen Schutzbeschaltungen und der Schutzart IP 65 ausgestattet, und können im Betriebstemperaturbereich von ­40 °C bis +85 °C eingesetzt werden. Um Ihre Investitionen zu sichern, sind alle MSX­ilog Datenlogger von ADDI­DATA über Jahre hinweg lieferbar. Einfache Konfiguration der Hardware mit Asimon360 ADDI-DATA GmbH Airport Blvd B210 - 77836 Rheinmünster Telefon 07229/1847-0 info@addi-data.com - www.addi-data.de @addidataDE @addidataDE INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2017 47 Addi-Data.indd 1 26.09.2017 11:10:05

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