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Industrielle Automation 5/2016

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Industrielle Automation 5/2016

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK Neu definierte Flexibilität Lichtschrankenbaureihe eröffnet neue konstruktive Freiheiten bei identischen Montagesituationen Holger Unger Eine zuverlässige und störsichere Distanzmessung im Nahbereich, präzise Detektion und Entfernungsmessung kleiner Objekte sowie eine drahtlose Kommunikation – all diese Funktionen vereint eine neue Lichtschrankenbaureihe in einer kompakten Standard-Bauform. Mit dieser zukunftsorientierten Produktarchitektur lassen sich nicht nur Automatisierungsprozesse in Anlagen schnell und einfach steuern, sie bietet gleichzeitig vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Holger Unger, Produktmanagement Fabrikautomation, Pepperl+Fuchs GmbH, Berlin taster und solche mit Hintergrundausblendung sowie Lichtschranken mit Messkern und Distanzsensoren – all diese Sensorprinzipien sind für jede Baureihe in ein baugleiches Gehäuse integriert. Der Vor - teil: Ist die Befestigungssituation einmal fest gelegt, kann der Anwender das benötigte Funktionsprinzip – Lichtschranke oder Lichttaster, schaltend oder messend – je nach Aufgabenstellung frei wählen. Diese Produktphilosophie zeigt sich in den letz - ten Monaten in vielen verschiedenen neuen Applikationen. Optimierte Detektionsleistung dank Lasertechnologie Wie die R100 und R101 ist auch in der R103 eine intelligente Kombination innovativer Technologien anzutreffen. Neu ist z. B. die Durabeam-Lasertechnologie, die als optionale Alternative zu den Powerbeam-LED verfügbar ist. Die Durabeam-Lasertechnologie vereint die Vorteile von LED-Sendern – u.a. hohe Lebensdauer und Einsatzfähigkeit im erweiterten bzw. erhöhten Temperaturbereich – mit den Stärken herkömmlicher Laserdioden – unter anderem großer Arbeitsabstand und konturierte, helle Lichtfleck abbildung auf dem Objekt. Anwender profitieren bspw. von einer optimierten Detektionsleistung, dass heißt größeren Arbeitsabständen und Funktionsreserven, aber auch von einem wiederholgenauen Schaltverhalten, einer verbesserten Energieeffi zienz und einer erhöhten Lebensdauer der Sensoren. Auch spezielle Herausforderungen meistert die R103 zuverlässig: Da das Profil des augensicheren Laserstrahls auf einem Objekt immer einen scharf konturierten Lichtfleck abbildet, eignen sich die Lichtschranken und Distanzsensoren der Baureihe auch für hochge- Die Lichtschrankenbaureihen R100, R101 und jetzt auch R103 bilden als neue Generation von Standard-Optosensoren die aktuellen Bedürfnisse im Automatisierungsmarkt ab. Jede Sensorserie hat IO- Link als Standard sowie die neue Durabeam-Lasertechnologie als Option an Bord – und präsentiert sich als „Vollsortimenter“ für spezifische Montagesituationen. Einweg- Lichtschranken, Reflex-Lichtschranken mit Polfilter, Vordergrund- oder Hintergrundausblendung oder zur Detektion transparenter Objekte, energetische Reflex-Lichtnaue Detektionsaufgaben und die präzise Entfernungsmessung auf kleine Objekte. Messen statt Tasten Speziell in Nahbereichsapplikationen gibt es eine weitere Neuheit: die Multi-Pixel- Technologie (MPT). „Messen statt Tasten“ lautet der Ansatz, der gegenüber herkömmlichen energetischen Erfassungsprinzipien mehr Detektions- und Prozesssicherheit bietet. Die MPT basiert auf hochpräziser, geometrischer Triangulation. Die sehr helle LED- bzw. Laserlichtquelle im Sensor erzeugt einen energiedichten Lichtfleck auf dem Objekt und dadurch eine Remission, die auf dem empfangenden Multi-Pixel- Array mit hoher Genauigkeit abgebildet wird. Intelligente Software-Algorithmen 01 Die neue Generation von Standard- Optosensoren ist bereit für Industrie 4.0 und die digitalisierte Smart Factory 16 INDUSTRIELLE AUTOMATION 5/2016

02 IO-Link und Durabeam-Lasertechnologie machen die neue Sensorserie als „Vollsortimenter“ für spezifische Montagesituationen berechnen aus der Position des Remissionszentrums auf dem Array die exakte Distanz zwischen Sensor und Objekt. Gleichzeitig werden Störgrößen aus dem Umfeld – Glanz, Fremdlicht, Reflexionen oder elektromagnetische Einflüsse – ausgeblendet bzw. messtechnisch unterdrückt. Das Ergebnis sind Bestwerte bei der Messgenauigkeit und Schaltsicherheit – unabhängig von Objekt und Detektionsumfeld. Zudem ermöglicht MPT eine hohe Leistungsdichte bei Distanzsensoren. Der R103 ist aktuell der wohl kleinste Distanzsensor weltweit in dieser Gehäusebauform – und bietet dabei Messbereiche bis 45, 100 oder 150 mm. Montage, Bedienung und Visualisierung leicht gemacht Die Bauform der R103 setzt ein Montagekonzept um, das vor allem in Nordamerika bzw. in dortigen Logistikanlagen verbreitet ist. Der Sensor wird mit seinem frontseitigen M18-Gewinde direkt durch ein Lochblech oder die Seitenwange eines Fördertechnikmoduls befestigt. Für die elektrische Integration stehen alle R103-Sensoren wahlweise mit M8-Anschlussstecker, M8- oder M12-Pigtail sowie mit Kabelabgang zur Verfügung. Einfach gestaltet sich auch die Bedienung und Visualisierung. Sie basiert auf einer erstmalig realisierten Kombination von Bedienelementen und bietet für alle Baureihen der R10x-Produktarchitektur und alle Sensorausprägungen ein identisches look-and-feel. Über einen Drucktaster wählt der Bediener die Schaltungsart aus und lernt den Schaltpunkt ein. Das Multiturn-Potenziometer ist das Einstellelement für die Empfindlichkeit, die Schaltschwelle und den Betriebsmodus. Auch das Anzeigekonzept ist bereits bekannt: Zwei LED visualisieren die Betriebsbereitschaft, die Schaltungsart, die freie Lichtstrecke für die Detektion beziehungsweise Distanzmessung, das Er reichen der Funktionsreserve sowie eine eventuelle Strahlunterbrechung. Maschinen- und Anlagenbauer, die alle R10x-Lichtschrankenserien einsetzen, profitieren von der einheitlichen Usability: Sie minimiert die Komplexität der Sensorparametrierung, spart Zeit und Kosten bei der Inbetriebnahme und gewährleistet eine funktions- und betriebssichere Bedienung der Sensoren. Fit für Industrie 4.0 Die Baureihen der zukunftsorientierten Produktarchitektur erweitern das Sensorik 4.0-Portfolio von Pepperl+Fuchs – und auch bei der R103 verfügen alle Sensorvarianten standardmäßig über IO-Link. Dies ermöglicht die direkte Parametrierung und Datenfrage durch Automatisierungssysteme einer Maschine oder die oberen Feldbusebenen von Anlagen. Damit sind die Sensoren fit für Industrie 4.0 und die digitalisierte Smart Factory. Bei Bedarf können sie auch kabellos per Smartphone oder Tablet-PC angesprochen werden – mithilfe der Smartbridge-Technologie. Genutzt werden kann diese Funktionalität zum einen, um die Parametrierung einzelner oder bau- und funktionsgleicher Sensoren zu vereinfachen und zum andern, um im Betrieb – parallel zur kabelgebundenen Datenübertragung an die Steuerung – Funktions- und Zustandsdaten extern in der Cloud zu sammeln und zum Beispiel für eine vorausschauende Instandhaltung zu nutzen. Fotos: Aufmacher Fotolia, Sonstige Pepperl+Fuchs www.pepperl-fuchs.com THICK CHECK