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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2020

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2020

DIGITAL FACTORY I

DIGITAL FACTORY I SPECIAL Einfach smart Signalsäulen intelligent vernetzen und Fertigungsprozesse optimieren Um ungeplanten Maschinen- Stillstandzeiten entgegenzusteuern setzt ein italienischer Werkzeughersteller auf eine intelligente Datenerfassung. Signalsäulen senden die Maschinenzustände per Funk an einen zentralen PC und sorgen so für den nötigen Überblick. Die funkbasierte Lösung sendet alle relevanten Daten per Knopfdruck und liefert damit die Basis für eine optimale Produktionsanalyse. Von der Zange bis zum Schraubendreher, über Hammer, Mess- und Schneidwerkzeugen, bis hin zur Schutzkleidung oder der kompletten Werkstatteinrichtung – Beta Utensili ist Italiens führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von professionellen Arbeitswerkzeugen und -instrumenten. Das Produktsortiment des Werkzeugspezialisten umfasst 30 Kategorien und über 14 000 Artikel. Dabei werden in den drei Beta-Werken in Mailand, Castiglione d’Adda (Lodi) und Sulmona (L‘Aquila) jährlich mehr als 10 Millionen Artikel produziert und weltweit verkauft. Maschinen-Stillstände vermeiden Bereits seit neun Jahren ist Davide Negroni einer von 600 Mitarbeitern des Unternehmens und leitet am Standort „Castiglione d’Adda“ in der Nähe von Lodi die Produktion. Insgesamt arbeiten hier mehr als 70 Mitarbeiter 24 Stunden am Tag im 2- oder 3- Schichtbetrieb. „Ich bin in diesem Werk für die gesamte Fertigung verantwortlich“, sagt Negroni. „Dabei produzieren wir hier mehrere Millionen Werkzeuge pro Jahr, die zur Hälfte auf dem italienischen und zur anderen Hälfte auf dem internationalen Weltmarkt verkauft werden.“ Davide Negroni betont, wie wichtig es bei solch hohen Stückzahlen ist, „dass die Produktion reibungslos läuft und bei Still- ▶ Susanne Kaufmann, Werma Signaltechnik GmbH + Co. KG, Rietheim-Weilheim 46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 04/2020 www.industrielle-automation.net

SPECIAL I DIGITAL FACTORY ständen sofort reagiert wird.“ Er fügt hinzu: „Ein unentdeckter Stillstand – auch wenn es nur fünf Minuten sind, ist für uns mit erheblichen Kosten verbunden, die wir natürlich vermeiden möchten!“ Zudem ist es für das Unternehmen von großer Bedeutung, „bestehende Abläufe stets kritisch zu hinterfragen, zu analysieren und gegebenenfalls und zu optimieren“. Auf der Suche nach einer Lösung „In der Vergangenheit kämpften wir immer öfters mit Maschinenstillständen, die unentdeckt blieben oder viel zu spät bemerkt wurden“, sagt Negroni. „Zudem hatte ich nie die Produktivität unserer Maschinen in Echtzeit verfügbar, was sich wiederum auf die Reaktionszeit ausgewirkt hat.“ Er fasst in einem Satz zusammen: „Es musste eine Lösung her – und zwar schnell.“ So stößt der 50-jährige Produktionsleiter durch eine Internetrecherche auf das Maschinen-Daten-Erfassungs-System (MDE-System) von Werma Signaltechnik. „Ich hatte bereits mehrere andere Systeme getestet und bereits die Hoffnung aufgegeben, ein einfaches, unkompliziertes System zu finden, das unsere Erwartungen erfüllt, schnell installiert und zudem noch kostengünstig ist.“ Auf die Anfrage per Kontaktformular folgt umgehend ein ausführliches, telefonisches Beratungsgespräch und schon ein paar Tage später hält Negroni seine Testbox mit drei Funksendern und einem Empfänger in der Hand. Funksender komfortabel per plug-and-play integrieren „Im Gegensatz zu den bisherigen Systemen kann ich SmartMonitor von Werma einfach, schnell und intuitiv selbst installieren. Einfach die Sender per Plug-and-play in unsere bestehenden Werma-Signalsäulen integrieren, Empfänger an den PC anschließen und los geht’s“, berichtet Negroni. Der Produktionsleiter ist begeistert und freut sich: „Ich finde es beeindruckend, dass ich dank der Testbox das MDE-System live in unserer eigenen Produktion testen kann.“ Das System SmartMonitor besteht aus Funksender, Funkempfänger und der Software. Das robuste und erprobte Funknetzwerk (868 MHz) für das Produktionsumfeld sucht sich intelligent selbst die beste Verbindung und sorgt so für einfachste Integration in Ihren Fertigungsprozess. Der Funksender wird einfach per plug-and-play als zusätzliches Element in die bestehende Werma-Signalsäule integriert und überwacht Zustände oder Stückzahlen von Maschinen, Anlagen und manuellen Arbeitsplätzen. Per Funk werden diese Zustände an den Funkempfänger übertragen, welche alle Daten lückenlos überträgt und in einer Microsoft SQL-Datenbank sichert. Signalsäule als Schnittstelle Das Funknetzwerk des Produktionsumfeldes sucht sich automatisch die beste Verbindung und sorgt so für einfachste Integration im Fertigungsprozess. Davide Negroni, Produktionsleiter Beta-Werk Castiglione d’Adda (Lodi),Italien Werma sieht in SmartMonitor die clevere MDE-Alternative für Industrieunternehmen, die unkompliziert und schnell belastbare Daten für die Optimierung ihrer Fertigungsprozesse suchen. Durch die intelligente Vernetzung von Signalsäulen entsteht eine wirtschaftlich attraktive und nachrüstbare Alternative zu herkömmlichen komplexen MDE-Systemen. So sind auch bei Beta im Werk „Castiglione d’Adda“ Werkzeugmaschinen, Pressen und weitere Sondermaschinen miteinander vernetzt. „Da unsere Fertigungshalle sehr groß ist und sich darin viele, unterschiedliche Maschinen befinden, die teilweise außer Sichtweite stehen, bietet uns dieses System eine optimale Möglichkeit, Maschinenstillstände und Fehlermeldungen sofort zu erkennen und schnell darauf zu reagieren“, sagt Negroni. Auswertung auf Knopfdruck Die Einführung und Installation des Systems verlief bei Beta reibungslos und ohne Probleme. „Das System ist nicht nur schnell installiert, sondern auch sofort einsatzbereit“, sagt Negroni. „Und die erste, aussagekräftige Auswertung lag uns bereits innerhalb der ersten Woche vor.“ Dies liegt vor allem an der mitgelieferten PC-Software, die Schritt für Schritt zum eigenen Netzwerk führt. Sie stellt die Zustände der ins Netzwerk eingebundenen Signalsäulen auf dem PC dar (zentraler Leitstand). Darüber hinaus kann der Anwender Produktivitäten analysieren, Fehlerquellen suchen und somit die Effizienz und Verfügbarkeit seiner Maschinen erhöhen. Bei Beta ist man begeistert von der Werma- Lösung und schon heute sicher, dass man das System noch ausbauen wird. „Wir sind sehr zufrieden und werden das System auf weiteren, vorhandenen Maschinen installieren sowie auch auf allen zukünftigen Anlagen“, sagt Negroni abschließend. Bilder: Werma www.werma.com www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 04/2020 47

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