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Industrielle Automation 4/2019

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Industrielle Automation 4/2019

ROBOTIK UND AUTOMATION I

ROBOTIK UND AUTOMATION I SPECIAL Intuitive Navigation Cobots optimieren hybride Montagelinien und fangen Kapazitätsspitzen ab Steckbrief Helmo Das mobile Robotersystem kann völlig autonom fahren und navigieren, wobei es sein Umfeld permanent über drei integrierte Laserscanner überwacht. Helmo kann entweder Aufgaben vollautomatisiert erledigen oder bei Bedarf dem Menschen kollaborierend zur Seite stehen. Zum Einsatz kommt ein sechsachsiger Standardroboter vom Typ TX2-90L mit 15 kg Traglast und 1 200 mm Reichweite. Der Sechsachser verfügt über ein komplexes Safety- Paket: Alle Sicherheitsfunktionen sind zertifiziert und erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-/PLe. Zudem verfügt der Industrieroboter über eine Multikupplung zur Übertragung aller benötigten Medien wie beispielweise Strom, Daten oder Pneumatik (Bild). Mobile Roboter, die autonom arbeiten, sind heute in der Industrie keine Seltenheit mehr. Auch ein Steckverbinder-Hersteller aus der Schweiz hat ein fahrbares Robotersystem für die Automatisierung von Montageund Handhabungsprozessen im Einsatz: Neben einem Zugewinn an Flexibilität und Produktivität lässt sich das mobile System darüber hinaus problemlos in Industrie-4.0- Umgebungen einbinden. Fällt ein Bediener krankheitsbedingt aus, steht die komplette Linie. Mannlose Nachtschichten sind nicht möglich. Das war bis vor kurzem die Situation bei Stäubli Electrical Connectors, einem in der Schweiz beheimateten Spezialisten für elektrische Steckverbinder. Eben für solche Szenarien hat das Unternehmen jetzt eine optimale Lösung gefunden: Das mobile Robotersystem Helmo von Stäubli Robotics. Einmal angelernt, kann der Roboter nahezu jede manuelle Tätigkeit an den Montagelinien übernehmen. Dabei navigiert der Produktionsassistent selbständig zu seinem Arbeitsplatz, verringert seine Geschwindigkeit oder bleibt stehen, wenn ihm menschliche Kollegen zu nahe kommen, um dann seine Fahrt zielgerichtet fortzusetzen. An seinem Arbeitsplatz angekommen, bereitet sich Helmo innerhalb weniger Minuten auf seine Aufgabe vor: Der Roboter häusen und Kontaktpins, kann es morgen jeder andere Montageschritt sein, den der Roboter bei Bedarf übernimmt. Helmo wird seitens des Unternehmens nicht als Ersatz menschlicher Arbeitskräfte Dreheinheit, Greifer und Navigation des mobilen Robotersystems lassen sich bedienerfreundlich steuern positioniert sich selbst auf den Millimeter genau, indem er sich über drei auf dem Arbeitsplatz fest installierte Punkte einmisst. Anschließend verbindet er sich über eine Multikupplung mit der stationären Energieversorgung für Strom und Pneumatik am Arbeitsplatz und beginnt seine Schicht. Um flexibel agieren zu können, ist Helmo mit einem automatischen Werkzeugwechselsystem von Stäubli Connectors ausgestattet. Ist es heute das Einlegen von Steckerge­ verstanden, sondern vielmehr als eine Art flexiblen Springer oder Produktionsassistent, der die Verfügbarkeit hybrider Montagelinien optimieren und Kapazitätsspitzen abfangen soll. Die Lieferfähigkeit konnte durch den Einsatz des Roboters bereits wesentlich erhöht werden. Fotos: Stäubli www.staubli.com 72 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2019

SPECIAL I ROBOTIK UND AUTOMATION Melfa-Roboter jetzt mit Atex-Zertifizierung erhältlich Knickarmroboter der RV-Serie von Mitsubishi Electric sind ab Werk auch für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen ge eignet und dank dieser Qualifikation kurzfristig mit Einzelzertifizierung lieferbar. Die Zulassung technischer Geräte für explosionsgefährdete Bereiche gemäß der Richtlinie der Europäischen Union 2014/34/EU (Atex-Produktrichtlinie) verlangt die Einzelabnahme eines jeden Produkts für die konkrete Anwendungsumgebung. Sofern jedoch für den Konformitätsnachweis keine technischen Anpassungen erforderlich sind, verkürzen sich – wie im Fall der Melfa-Industrieroboter von Mitsubishi Electric – die Lieferzeiten. So hat der Hersteller auf Kundennachfrage zwei 6-Achs-Knickarmroboter der RV-Serie mit einer maximalen Tragkraft von 7 kg und Schutzart IP67 als Standard durch den Explosionsschutzspezialisten AEP Zimmer aus Mannheim zertifizieren lassen: Der Roboter RV-7FRM-D Ex3G erreicht die Ex-Schutzklasse II 3G c IIB T3 Gc. „Die Prüfer waren hoch beeindruckt, weil an den Seriengeräten überhaupt keine Modifikationen notwendig waren“, sagt Michael Finke, Product Manager Robots bei Mitsubishi Electric. „Lediglich die Betriebsanleitung musste um ein Kapitel erweitert werden, welches besondere Hinweise zum Einsatz des Roboters in explosionsgefährdeten Bereichen enthält.“ Weil die Roboter ihre Ex-Eignung ab Werk mitbringen, sind sie kurzfristig mit Atex-Zertifizierung verfügbar. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, im Gehäuse einen Unteroder Überdruck herzustellen. „Die aktuellen Geräte wurden für Atex-Zone 2 (Gase, Dämpfe) zertifiziert“, so Finke weiter. Typische Einsatzfelder für Atexkonforme Roboter sind Lackierereien, wo explosionsfähige Atmosphären auftreten können und anspruchsvolle Handhabungsaufgaben unter rauen Arbeitsbedingungen absolviert werden müssen. www.mitsubishielectric.com Roboterverkabelung leicht gemacht Weidmüller hat seine U-remote Familie um neue PushPull-Module UR67 ergänzt. Die IP67-I/O- Module sind prädestiniert für den Einsatz in automatisierten Produktionsprozessen, etwa bei Schweißrobotern in der Automobilindustrie. Erhältlich sind die Geräte mit 16DI und 8DI/8DO. Sie unter stützen die Profinet-Funktion Fast Start-Up (FSU) und sollen in weniger als 500 ms betriebsbereit sein. Besonderheit ist, dass sich die Module via PushPull-Steckverbinder in Kupfer- und auch POF-Installationssysteme integrieren lassen. Die Lösung entspricht der Verkabelungsrichtlinie für Profinet und besteht aus aufeinander abgestimmten Einzelsteckkomponenten für die Verdrah tung der Schlauchpakete. Aufgrund dieser Konstruktionsweise soll sich der Montageaufwand um rund 50 % reduzieren lassen. Die UR67 I/O-Module und der PushPull-Steckverbinder sind für einen Einspeisestrom von 2 × 16 A ausgelegt. Bei der Datenüber tragung setzt Weidmüller auf RJ45-Komponenten der Kategorie 6A sowie POF/SCRJ-Steckverbinder. www.weidmueller.com IMPRESSUM erscheint 2019 im 32. Jahrgang, ISSN: 2194-1157 Redaktion Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke, Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteurin: Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK), Tel.: 06131/992-359, E-Mail: m.krueger@vfmz.de Redaktionsassistenz: Ulla Winter, Tel.: 06131/992-347, E-Mail: u.winter@vfmz.de, Doris Buchenau, Angelina Haas, Melanie Lerch, Petra Weidt (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. 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