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Industrielle Automation 4/2018

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Industrielle Automation 4/2018

ROBOTIK UND AUTOMATION I

ROBOTIK UND AUTOMATION I SPECIAL Kollaborateur auch mit nur einem Arm Nach einem kollaborativen Zweiarmroboter hat ABB nun in der Reihe Yumi auch eine einarmige Version mit entsprechend geringerem Platzbedarf entwickelt. Auch der Einarmroboter ist auf die Zusammenarbeit mit Menschen im Fertigungsbereich ausgelegt und hat eine Traglast von 500 g. Neu an ihm ist eine Lead-Through-Programmierung, die eine spezielle Schulung der Bediener überflüssig macht. „Kombinieren unsere Kunden diesen Roboter mit unseren digitalen Lösungen von ABB Ability, können sie die Effizienz und Zuverlässigkeit in ihren Werken beträchtlich steigern“, erklärt Per Vegard Nerseth (Bild l.), Managing Director von ABB Robotics. „Ursprünglich für die Kleinteilmontage konzipiert, hat sich Yumi als außerordentlich vielseitig erwiesen. Der Roboter löst den Zauberwürfel, bereitet Sushi zu, verpackt Geschenke und dirigiert Orchester“, ergänzt Sami Atiya (r.), Leiter der Division Robotik und Antriebe von ABB. www.abb.com Sicherer Greifer für den Cobot Schunk setzt in seinem Portfolio einen Schwerpunkt bei Greifern für kollaborative Anwendungen: „Damit die Mensch-Roboter- Kollaboration zum Erfolg wird, braucht es End-of-Arm-Tools, die nachweislich die Vorgaben der DGUV einhalten und zugleich auf hohe Akzeptanz beim Menschen stoßen“, sagt Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH. Genau diese Symbiose bietet das Unternehmen mit seinen Co-act-Greifern. Der Schunk-Co-act-EGP-C ist laut Herstellerangaben der weltweit erste inhärent sichere Industriegreifer, der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV für den kollaborierenden Betrieb zertifiziert und zugelassen ist. Der 2-Finger-Parallelgreifer, der über digitale I/O angesteuert wird, deckt ein breites Einsatzspektrum ab – von der Kleinteilemontage in der Elektronik- und Konsumgüterindustrie bis zu Montageanwendungen im Automotive-Sektor. Er erfüllt die Anforderungen der ISO/TS 15066 und ist so konstruiert, dass ein Mensch nicht verletzt werden kann. Dazu zählen eine Schutzhülle und eine sichere Strombegrenzung. Der 24-V-Greifer ist mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet, die den Zustand des Moduls angibt. www.schunk.de Große Hohlwelle und geringes Gewicht Die Antriebe der Reihe SHG von Harmonic Drive eignen sich für hochdynamische Anwendungen wie Roboterachsen. Sie bieten eine sehr hohe Drehmomentdichte, dauerhafte Präzision und Spielfreiheit bei einer gesteigerten Gebrauchsdauer. Dazu haben sie kippsteife Abtriebslager zur direkten Abstützung der Lagerlasten und eine große Hohlwelle, die als Durchführung genutzt werden kann. Die Antriebe sind in drei Varianten verfügbar: Die SHG-2UH besitzt eine gelagerte und vollständig gedichtete Hohlwelle zur Durchführung von Versorgungsleitungen, Wellen oder Kabel für weiterführende Antriebssysteme. Der Antrieb erfolgt meist über einen parallel gesetzten Servomotor per Riemen- oder Zahnradstufe. Die Simplicity Units SHG-2SH und 2SO bestehen nur aus dem Einbausatz und dem Abtriebslager. Durch Nutzung der vorhandenen Gehäusestruktur zur Abstützung der Lager der Eingangswelle kann auf einen separaten An- und Abtriebsflansch verzichtet und das Gesamtgewicht reduziert werden. www.harmonicdrive.de Bürstenloser DC-Motor für Robotikanwendungen Der Antriebsspezialist Maxon Motor bringt mit dem EC-i 30 einen neuen bürstenlosen DC-Motor (BLDC) auf den Markt. Er besitzt einen Durchmesser von 30 mm und ist somit kleiner als die bisher erhältlichen EC-i 40. Wie seine Vorgänger bietet dieser Motor hohe Dynamik, geringes Rastmoment und ein hohes Drehmoment. Es gibt ihn in zwei Längen und in den Ausführungen Standard sowie High Torque. Dabei liefert er ein maximales Nenndrehmoment von bis zu 110 mNm bei 75 W. Die EC-i 30 DC-Motoren eignen sich wegen ihrer kompakten Bauweise besonders für Handgeräte oder Anwendungen in der Robotik. Darüber hinaus sind die Motoren in all ihren Varianten erweiterbar mit Encodern, Getrieben, Servokontrollern oder Positioniersteuerungen von Maxon Motor. www.maxonmotor.com VDI-Event "Robotik für die Smart Factory" Auf 10 000 Arbeiter kommen aktuell weltweit 74 Roboter – Tendenz steigend und vor den Anforderungen der Industrie 4.0 eine durchaus notwendige Entwicklung. Das VDI-Event „Robotik für die Smart Factory“, vom 11. bis 12. Dezember 2018 in Baden-Baden zeigt auf, wie der Einsatz von Robotik die industrielle Fertigung verändert. Sie erlaubt es in fast allen Fertigungsbereichen flexibler zu produzieren und auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen. Der Einsatz von Robotik bietet gleichbleibende Produktionsqualität bei sichereren Arbeitsabläufen bzw. weniger Verletzungrisiko. Im Mittelpunkt des VDI-Events steht die Frage, welche Verknüpfungsmöglichkeiten mit den etablierten Robotertechnologien bestehen. Das Event umfasst gleich fünf Parallelveranstaltungen. Teilnehmer können flexibel zwischen den Vorträgen hin- und herwechseln. Anmeldung und Programm unter www.vdi-wissensforum.de/robotik-smart-factory/ oder unter www.vdi-wissensforum.de. www.vdi-wissensforum.de 50 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2018

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 5/2018 ERSCHEINUNGSTERMIN: 25. 10. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 10. 10. 2018 01 02 03 01 Dank neuer Kanalvarianten werden Schwingungsmessgeräte zukünftig noch flexibler und universeller einsetzbar 04 02 Moderne Laser-Scanner überprüfen Schokolade mithilfe berührungsloser Highspeed-Messung auf ihre einwandfreie Optik 03 Warum und wo das WLAN trotz seiner Tücken in der industrielle Bildverarbeitung sinnvoll zum Einsatz kommt Foto: Fotolia Der direkte Weg Internet: www.industrielle-automation.net E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: Redaktion@industrielle-automation.net AUTOMATION TECHNOLOGIES: www.en.engineering-news.net 04 In der Farbproduktion wird mit den unterschiedlichsten Chemikalien hantiert, weshalb Panel-PCs hier besonders robust sein müssen (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2018 51

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