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Industrielle Automation 4/2018

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Industrielle Automation 4/2018

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE I TITEL Durchgängigkeit im Markierungsprozess All-in-One-Lösung zur industriellen Markierung reduziert Engineering- und Fehlerkosten Eine durchgängige und eindeutige Kennzeichnung von Komponenten wird im industriellen Umfeld immer wichtiger. Gleichzeitig nehmen die an sie gestellten Anforderungen zu. Aus diesem Grund hat Phoenix Contact zwei Markierungsdrucker auf Basis der UV-LED-Drucktechnologie entwickelt – für einen besonders umweltfreundlichen und emissionsfreien Betrieb. So vielfältig die Applikationen im industriellen Umfeld auch sind, so breitgefächert sind die Anforderungen, die Markierungslösungen erfüllen müssen. Eine eindeutige und langlebige Kennzeichnung aller Komponenten im Schaltschrank- und Anlagenbau ist nicht nur von der Norm vorgeschrieben – etwa in der DIN EN 60204-1. Die professionelle Kennzeichnung sorgt auch für eine fehlerfreie Montage sowie Inbetriebnahme und minimiert die Stillstandzeiten bei Wartung und Störungen. Höhere Effizienz, geringere Engineeringkosten Zunehmende Komplexität und hoher Kostendruck im Schaltschrank- und Anlagenbau erfordern immer effizientere Prozesse in der Produktion – von der Planung bis hin zur Montage. Durchgängige prozess- begleitende Lösungen erhöhen dabei die Effizienz und senken die Engineeringund Montage kosten. Komplexe Projekte im Schaltschrank- und Anlagenbau werden heute weitestgehend mit CAE(Computer Aided Engineering)-Systemen durchgeführt und verwaltet. Als Teil der Wertschöpfungskette übernimmt eine Planungs- und Markierungs- Software – etwa Clip Project oder Project Complete – die hinterlegten Informationen zu Kabeln, Leitungen, Klemmenpunkten und Markierungen per Mausklick. Eine manuelle Dateneingabe ist nicht erforderlich, und Fehler durch falsche oder redundante Eingaben werden vermieden. Über eine bidirektionale Schnittstelle werden Daten abgeändert, ergänzt und wieder in das CAE- System zurückgeschrieben. Die Planungs- und Markierungs-Software von Phoenix Contact erzeugt und visualisiert automatisch positionsgenaue zweidimensionale Darstellungen der Klemmenleisten. Eine Autokorrektur-Funktion fügt bei bereits projektierten Klemmenleisten – ebenfalls automatisch – passende Zubehörteile wie Deckel und Endhalter hinzu. Alle relevanten Daten, z. B. Beschriftungsdaten sowie Stück-, Bestell- und Montagelisten, werden per Mausklick der Produktion zur Verfügung gestellt. Unterstützung im gesamten Druckprozess Mit der neuen Druckerfamilie Bluemark ID stellt Phoenix Contact eine All-in-One-Lösung für den industriellen Markierungsund Kennzeichnungsmarkt vor. Im UV-LED- Druckverfahren entstehen hochwertige und sofort nutzbare Kennzeichnungen. Für unterschiedliche Anwenderprofile stehen zwei Drucksysteme zur Verfügung. Neben dem monochromen Drucksystem Bluemark ID wird mit dem Bluemark ID Color auch ein System mit CMYK-Mehrfarbdruck angeboten. Beide Systeme verfügen über viele Ausstattungsmerkmale, die Durchgängigkeit und Flexibilität im gesamten Markierungsprozess erhöhen. Das Angebot an industriellen Drucksystemen am Markt ist breit gefächert. Um Kennzeichnungen effizient und kostengünstig zu fertigen, sollte das eingesetzte Dipl.-Ing. Andreas Radeck, Produkt-Marketing, Business Unit Marking and Installation, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg 30 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2018

TITEL I KOMPONENTEN UND SOFTWARE Drucksystem die Arbeit immer auch vereinfachen. Beide Bluemark-ID-Drucksysteme verfügen über eine intuitive Benutzeroberfläche, die den Nutzer entlang des gesamten Druckprozesses unterstützt. Alle relevanten Informationen werden automatisch auf dem integrierten 7"-Multicolor-Touchdisplay ausgegeben: der Füllstand der Farbpatronen, Videos zur Handhabung, Bedienungs- und Wartungsanleitungen sowie technische Spezifikationen des Beschriftungsmaterials. Falschbedruckung ausgeschlossen Beide Drucksysteme werden mit der Markierungs-Software Clip Project oder Project Complete angesteuert und stationär betrieben. Auch der Betrieb als Stand-Alone-System ohne Zuhilfenahme eines zusätzlichen PCs ist möglich. Hierbei unterstützt eine vollintegrierte Markierungs-Software die Direkteingabe der Daten über das Touch Display am Gerät. Um die Bedienung bei größeren Markierungsvorhaben zu vereinfachen, können über integrierte Schnittstellen Maus und Tastatur angeschlossen werden. Projekte, die bereits mit der Software erstellt wurden, können per USB-Stick auf die Drucksysteme übertragen und abgearbeitet werden. Mit über 1 300 Materialien auf acht unterschiedlichen Grundmaterialien für die Klemmen-, Leiter-, Kabel-, Geräte- und Anlagenkennzeichnung steht dem Anwender für jede Applikation das richtige Beschriftungsmaterial zur Verfügung. Komplette Produktgruppen wie die UCT-Matten oder die US-Karten mit einer Beschriftungsfläche von 104 × 140 mm besitzen einen Materialcode. Stimmt der Materialtyp der Software nicht mit dem eingelegten Material überein, wird dies automatisch erkannt und im Display angezeigt. Eine Falschbedruckung ist damit ausgeschlossen. Mittels einer skalierbaren Druckbildauflösung wählt der Anwender zwischen Standard- und HD (High Density)-Druck: beim monochromen Drucker Bluemark ID 300 oder 600 dpi und beim CMYK-Farbdrucker Bluemark ID Color 1 200 oder 2 400 dpi. So werden auch kleinste Schriften, 2D-Barcodes, Logos oder große Warnhinweise mit einer hohen Qualität dargestellt. 01 Die Markierungs-Softwares bilden eine komfortable Schnittstelle zu CAE-Systemen; Klemmenleisten und Markierungen werden automatisch projektiert Durchgängig flexibel Flexibilität bei Material-Handling und -zuführung ist eine weitere Eigenschaft, die Anwender heute erwarten. Einerseits gilt es, umfassende Projekte schnell und effizient abzuarbeiten, indem die entsprechenden Bedruckungsmaterialien in speziell dafür vorgesehenen Magazinen projektbezogen bereitgestellt, automatisiert eingezogen und abgestapelt werden. Anderseits gilt es, jederzeit flexibel auf Sonderwünsche reagieren zu können. In beiden Fällen 02 Ob Lasermarkierer, High-Speed- oder Thermotransfer Drucker – alle Systeme vereinfachen den Markierungsprozess mit einem einheitlichen Bedienmenü arbeiten die Bluemark-ID-Drucksysteme mit einer variablen Materialzuführung, die je nach Kundenwunsch sowohl in der Markierungs-Software als auch direkt am Drucksystem aktiviert werden kann. Für den automatisierten Materialeinzug stehen wahlweise Magazine für 20 oder 40 UC/ UCT-Kennzeichnungsmatten zur Verfügung. Auch sie können wie die US-Karten einzeln über den Fronteinzug zugeführt werden. www.phoenixcontact.de 03 Vielfältiges Trägermaterial: Für alle Applikationsumgebungen gibt es geeignete und aufeinander abgestimmte Markierungsmaterialien INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2018 31

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