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Industrielle Automation 4/2017

Industrielle Automation 4/2017

MODERNE

MODERNE KOMMUNIKATIONSLÖSUNGEN I SPECIAL Auf dem Weg zur optimierten Produktion Wie mit Smart Devices eine Effizienzsteigerung und Kostenreduktion in Produktionsanlagen erreicht wird geladen werden. Außerdem können z. B. Sprache oder Signalisierungsart der Alarme als Präferenz gespeichert werden. Aufgaben sind Alarme über Stillstände und Fehlersituationen oder Meldungen zur Sicherstellung des Betriebs wie Nachfüllen von Material und Wartungsaufgaben. Den zuständigen Mitarbeitern werden die Aufgaben in einer priorisierten Liste angezeigt, die die optimale Abarbeitungsreihenfolge vorgibt. Die Priorisierung erfolgt anhand der noch verfügbaren Zeit zur Erledigung – höchste Priorität haben Alarme. Datensicherheit gewährleisten Sie sind immer dabei, ständig online und ihre Apps sorgen dafür, dass neue Informationen sofort verfügbar sind – Smartphones und Tablets sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber auch im industriellen Umfeld bieten mobile Geräte viele Möglichkeiten, Produktionsabläufe zu optimieren. Lesen Sie, wie auftretende Fragen sowohl in der Entwicklung als auch im Betrieb strukturiert und effizient gelöst werden. Mitarbeiter in einer Produktion sind oft mit zeitaufwändigen Abläufen konfrontiert, für die sie nicht ausreichend effizient durch das Produktionssystem unterstützt werden. So muss sich ein Maschinenbediener Informationen auf Papierlisten oder von stationären Bedienpanels besorgen, um bspw. Auftragsvorbereitungen oder Wartungsarbeiten durchführen zu können. Fehler und zu erledigende Aufgaben werden durch Statuslampen an den Maschinen angezeigt. Der Maschinenbediener überblickt diese nur in einem begrenzten Bereich der Anlage und kann nur auf Fehler reagieren, die er erkennt. Auch die Priorisierung von parallelen Aufgaben erfolgt auf Basis persönlicher Erfahrung. Beides führt häufig zu unnötigen Stillstandzeiten. Den Betrieb von Produktionsanlagen optimieren Der Schlüssel zur Effizienzsteigerung: Nicht der Maschinenbediener muss sich erforderliche Informationen aus verschiedenen Quellen besorgen, sondern Apps liefern die notwendigen, kontextspezifischen Informationen zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch weiß er jederzeit, welche Aufgabe als nächstes zu erledigen ist, um die Produktion am Laufen zu halten. Auf dem Smartphone werden zusätzlich detaillierte Beschreibungen und Handlungsanweisungen angezeigt. Die Smart Watch hingegen hat den Vorteil, dass der Maschinenbediener beide Hände für seine Aufgaben frei hat und durch Vibrationsalarm trotzdem unmittelbar benachrichtigt wird. Die Anwendung ist für beide Gerätetypen optimiert. Bei Schichtbeginn erhält der Maschinenbediener sein präferiertes Endgerät, an dem er sich über einen Login oder mithilfe des Fingerabdrucks identifiziert. Dadurch kann die persönliche Konfiguration wie Zuständigkeitsbereich und anstehende Aufgaben Die Lösung nutzt Daten in Produktionsanlagen, die entweder über spezifische Schnittstellen von Maschinen oder einem MES-System zur Verfügung gestellt werden. Eine zentrale Serverapplikation übernimmt die Datenaufbereitung und stellt die aggregierten Informationen in erforderlicher Form als JSON Files über ein Rest Interface und Web Sockets allen mobilen Geräten zur Verfügung. Diese Serversoftware kann sowohl auf lokaler Serverhardware in der Produktionsanlage als auch auf Cloud­ Servern betrieben werden. Beim Betrieb auf lokalen Servern verlassen keine Daten die Produktion und die Datensicherheit kann bereits durch die IT-Security in der Produktionsanlage sichergestellt werden. Der Betrieb des Servers in der Cloud bringt jedoch auch zahlreiche Vorteile. Die Serverleistung ist beliebig skalierbar, es muss keine eigene Serverinfra struktur betrieben und gewartet werden. Der Zugriff z. B. für Monitoring kann von überall erfolgen und verfügbare Dienste der Cloud-Plattform können zur Datenauswertung genutzt werden. Die Apps selbst sind plattformunabhängig als Cross Compiled Apps realisiert. Gegenüber Native Apps reduzieren sich damit die Mehrkosten in der Entwicklung beim Einsatz weiterer mobiler Plattform massiv. Fragen zur Security müssen bereits in der Designphase berücksichtigt und während der Entwicklungsphase gelöst werden. Zur Anwendung kommen praxiserprobte Stateof-the-Art Technologien. Die Kommunikation zwischen Server und Smart Device ist zu­ Dr. Klaus Wiltschi, Bereichsleiter Machinery, Thomas Sorg, Abteilungsleiter Machinery HMI, beide bei der in-tech industry GmbH in München 62 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2017

SPECIAL I MODERNE KOMMUNIKATIONSLÖSUNGEN Der „Fahrplan zur Digitalisierung“ ermöglicht den zielgerichteten Weg zur Lösung in drei Phasen sätzlich zur WLAN-Verschlüsselung über TLS (https) abgesichert. Man-in-the-middle Attacken werden zuverlässig durch den Einsatz von Zertifikaten verhindert. Sensitive lokale Daten werden verschlüsselt auf dem Smart Device abgelegt – je nach Device auch Hardware-verschlüsselt. Maximaler Nutzen und hohe Qualität Bei der Entwicklung einer Lösung mit hohem Kundennutzen sind viele Aspekte zu berücksichtigen und Fragen zu beantworten – die Entwicklung der App selbst ist nur ein Teil der Lösung. Dazu gehören neben Fragen zu Anwendungsfällen, Architektur und Technologie auch Themen wie das Bedienkonzept. Industrielle Projekte starten typischerweise nicht auf der „grünen Wiese“, deshalb muss immer die Ausgangssituation berücksichtigt werden, die dann weiterentwickelt werden kann. Jeder dieser Entwicklungsschritte sollte dabei einen konkreten Zusatznutzen bringen. Der „Fahrplan zur Digitalisierung“ ist ein in zahlreichen Projekten entwickeltes und bewährtes Vorgehensmodell. In der ersten Phase werden neben der Ausgangssituation auch die wesent lichen Zielsetzungen definiert und damit die Inhalte der Konzeptphase abgesteckt. In dieser Phase wird die Lösung definiert, Technologien, Architektur und Bedienkonzept werden festgelegt und prototypisch abgesichert. Dadurch ist die Basis für die Umsetzung vorhanden, die in der Realisierungsphase iterativ in monat lichen Sprints in Produktqualität erfolgt. Die Lösung mit Smartphone und Smart Watch verbessert die Integration des Bedieners in den Gesamtprozess und optimiert dadurch den Betrieb von Produktionsanlagen – Stillstände werden reduziert, weniger Bedienpersonal ist erforderlich und eine schnellere Einarbeitung ist möglich. Dies führt unmittelbar zur Kostenreduktion im Betrieb. Fragen zur Funktionalität, Interaktion, Architektur, Sicherheit und Technologie, die sich bei der Entwicklung von Anwendungen für den industriellen Einsatz stellen, werden durch den „Fahrplan zur Digitalisierung“ strukturiert und effizient beantwortet. Damit wird sowohl der bestmögliche Nutzen als auch die erforderliche Qualität der Lösung erreicht. www.in-tech.de IMPRESSUM erscheint 2017 im 30. Jahrgang, ISSN: 2194-1157 Redaktion Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Stv. Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke, Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de Redakteurin: Alexandra Pisek M.A., Tel.: 06131/992-266, E-Mail: a.pisek@vfmz.de Redaktionsassistenz: Ulla Winter, Tel.: 06131/992-347, E-Mail: u.winter@vfmz.de, Angelina Haas, Gisela Kettenbach, Melanie Lerch, Petra Weidt (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 29: gültig ab 1. Oktober 2016 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). 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