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Industrielle Automation 3/2019

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Industrielle Automation 3/2019

SZENE Hannover Messe

SZENE Hannover Messe wird neu aufgeteilt Die Hannover Messe gliedert sich ab 2020 in sieben Ausstellungsbereiche. Die Themen der Intralogistik-Messe CeMAT werden dabei unter der Dachmarke integriert, da Produktion und Logistik näher zusammenrücken. Im Bereich Future Lab stehen Forschung und Entwicklung, Startups und Emerging Technologies auf der Agenda. Der Bereich Automation, Motion + Drives umfasst u. a. die Fabrik-, Prozess- und Energieautomation sowie die Antriebs- und Fluidtechnik, Robotik, industrielle Sensorik und Bildverarbeitung, Logistikautomation und Lagertechnik. Bei Digital Ecosystems dreht sich alles um die digitale Vernetzung. Auf die Versorgung von Industrieanlagen und angeschlossener Mobilitätsinfrastruktur konzentrieren sich die Energy Solutions. Leichtbau und Additive Manufacturing, Oberflächentechnik oder materialspezifische Komponenten bildet der Bereich Engineered Parts + Solutions ab. Alle zwei Jahre werden die Bereiche Logistics und Compressed Air + Vacuum ausgerichtet. www.messe.de Mit Motion Plastics weiter auf Wachstumskurs Der Motion-Plastics-Spezialist Igus hat 2018 seinen Umsatz um 8,5 % auf 748 Mio. EUR gesteigert. Davon wurden 53 % in Europa, 31 % in Asien und 16 % in Amerika und Afrika erwirtschaftet. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 4 150. Die Technologien des Unternehmens dringen in immer mehr Bereiche vor, z. B. in den 3D-Druck für Verschleißteile mit online kalkulierbarer Lebensdauer, mit Smart Plastics, mit Energieketten mit 1 000 m Verfahrweg oder mit schmierfreien Polymerkugellagern mit 10-fach höherer Laufzeit. Der Geschäftsführer Frank Blase erklärte: „Durch agile Arbeitsmethoden und offene Strukturen sind wir in der Lage, neue Motion-Plastics-Ideen schnell in Sprint-Teams umzusetzen“. Allein im letzten Jahr wurden im hauseigenen Testlabor über 264 neue Kunststoff-Compounds entwickelt und getestet. Dazu werden die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt, etwa mit dem erweiterten Kommunikationsmodul icom.plus oder der Online-Plattform für Lean-Robotics rbtx.com. www.igus.de VORBILDER ZUM LEUCHTEN BRINGEN Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und der Bundesverband der Deutschen Industrie verleihen den Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU). Er würdigt das Engagement der deutschen Wirtschaft für Klima- und Umweltschutz. 28/06/2019 Bewerbungsschluss Veranstalter: Medienpartner: In sieben Kategorien erhalten die Gewinner jeweils einen mit 25.000 Euro dotierten Innovationspreis für Klima und Umwelt. Bewerbungen werden insbesondere auch in den neuen Kategorien „Innovation und biologische Vielfalt“ sowie „Nutzung des digitalen Wandels für klima- und umweltfreundliche Innovationen“ gesucht. Weitere Informationen finden Sie unter www.iku-innovationspreis.de Telefon: +49 611 609390-11 Gefördert durch: Wissenschaftlicher Partner: Neuer Geschäftsführer bei Yaskawa Europe Yaskawa Europe geht mit einer veränderten Geschäftsführung in das neue Geschäftsjahr 2019. Manfred Stern (Bild re.), bisher President und CEO, und seit mehr als elf Jahren in der Geschäftsführung, übergab zum 1. März die operative Leitung von Yaskawa Europe an Bruno Schnekenburger (li.), bisher COO des Unternehmens und davor über vier Jahre verantwortlich für die Robotersparte von Yaskawa Europe. Schnekenburger, so Stern, habe „in den zurückliegenden Jahren maßgeblich zum Erfolg von Yaskawa in Europa beigetragen und sich daher bestens für die Übernahme der CEO-Position qualifiziert.“ Manfred Stern wird seine Tätigkeit als Regional Head von Yaskawa Europe fortsetzen. Seine Position im Board des japanischen Mutterkonzerns wird er ebenfalls weiterhin wahrnehmen. Innerhalb von Yaskawa Europe soll er sich hauptsächlich auf die weitere Vernetzung mit Verbänden, gesellschaftlichen Gruppen und der Politik fokussieren. www.yaskawa.eu.com 6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2019 IKU.indd 1 04.04.2019 09:44:01

Sick gewährt Einblicke in die gläserne Fertigung Seit Mitte 2018 fertigt Sick am Standort Freiburg Sensoren in einer vernetzten Fabrik mit autonomen digitalen Produktions-und Steuerungsprozessen. Mensch und Roboter arbeiten hierbei Hand in Hand. In der 4.0-Now-Factory stehen zwölf vollautomatisierte Technologie- Module, vier manuelle Arbeitsplätze und eine hybride Station zur Verfügung. Im zellulären Produktionsprozess variiert die Reihenfolge der Modulnutzung je nach Anforderung. Aktuell werden fünf Produktfamilien hergestellt, geplant sind zwölf mit mehr als 500 000 Varianten. Auch kleine Stückzahlen sollen „on demand“ zu Kosten produziert werden können, die ansonsten nur bei Massenfertigung möglich sind. Mehrere Jahre Vorlauf und eine hohe Investitionssumme stecken in dem Großprojekt, mit dem Sick die Weichen Richtung Zukunft stellt. „Wir haben sehr weit vorausgedacht. „Unsere Anlagen sind in der Lage, Produkte zu fertigen, die wir heute noch gar nicht kennen“, unterstreicht Bernhard Müller, Mitglied der Geschäftsleitung bei Sick. www.sick.com Potenziale erkennen und Cobots zielsicher einsetzen Mit dem Aufbau eines weltweiten Netzwerks aus zertifizierten Trainingszentren weitet Universal Robots sein bislang aus kostenfreien Online-Trainingsmodulen bestehendes Qualifizierungskonzept aus. Die neu konzipierten, praxisorientierten Schulungen sollen nach wie vor grassierende Wissenslücken schließen und Einblicke in das vielfältige Einsatzspektrum kollaborierender Roboter (Cobots) gewähren. Parallel besteht die Möglichkeit, konkrete Anwendungen auszuprobieren. Dieses Programm wird bereits in 13 zertifizierten Trainingszentren angeboten. Geplant ist, diese Zahl bis Ende 2019 auf weltweit 50 aufzustocken. Dazu Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots: "Mit dem erweiterten Angebot für Anfänger und Fortgeschrittene können Produktionsbetriebe den Einsatz von kollaborierenden Robotern weiter ausbauen und noch mehr Wertschöpfung aus ihren Automatisierungsinvestitionen erzielen. Gleichzeitig helfen die Schulungen ihnen, ihre Mitarbeiter optimal einzusetzen." www.universal-robots.com Geschäftsklima bei Automatisierern bleibt positiv 2018 war ein starkes Exportjahr für die deutschen Automatisierer, trotz Turbulenzen auf dem europäischen und internationalen politischen Parkett. Auch für 2019 bleiben die Automatisierer laut ZVEI positiv gestimmt. „Die Branche bietet allen Unsicherheiten bislang die Stirn“, sagt Gunther Kegel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation. Mit einem Anteil von 48 % an den Ausfuhren war die EU wieder wichtigster Abnehmermarkt, gefolgt von China mit 15 %. Seit Beginn dieses Jahres entwickeln sich alle Branchen-Segmente weiter gut. „Die Lage ist insgesamt besser als die aktuell wahrnehmbare Stimmung. Wir erwarten für die deutsche Automationsbranche 2019 ein mittleres einstelliges Wachstum beim Auftragseingang.“ Die smarte industrielle Produktion benötigt eine neue Art der Energieversorgung. Wie dies aussehen kann, zeigte der ZVEI mit seinen Partnern im Forschungsprojekt „DC-Industrie“ auf der Hannover Messe. Bild: Fotolia www.zvei.org

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