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Industrielle Automation 3/2019

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Industrielle Automation 3/2019

RUBRIZIERUNGSEBENE

RUBRIZIERUNGSEBENE SENSORIK UND MESSTECHNIK I RUBRIZIERUNGSEBEBE I ANZEIGE 2 Digitaler Service hilft dabei, die Zuverlässigkeit von Maschinen und Anlagen systematisch zu verbessern. Norbert Dahlhaus ist Abteilungsleiter Condition Monitoring bei Flender Intuitive Softwarebedienung in der App Der Nutzer ordnet nach der kundenseitigen Registrierung in dieser Software dem Sensor das jeweilige Getriebe zu, an welchem er montiert ist. Dahlhaus ergänzt: „Als äußerst vorteilhaft erweist sich, dass Getriebe und Sensor perfekt aufeinander abgestimmt sind.“ Die Zuordnung erfolgt automatisch anhand der Seriennummer, sofern der Sensor bereits mit dem Flender-Getriebe geliefert wird. In der App lassen sich zudem sämtliche Getriebe unterschiedlichster Maschinen und Anlagen integrieren – unabhängig davon, ob sie einen CM-Sensor besitzen oder nicht. Auch zeigt sich ein weiterer Vorteil beim Arbeiten mit der App: Hersteller von Maschinen und Anlagen haben über die Getriebezuordnung Zugriff auf eine Vielzahl von Zusatzinformationen, wie Montagezeichnungen, Ersatzteil-Nummern etc. Norbert Dahlhaus kommentiert: „Damit erhalten Betriebstechniker auf schnellstem Weg wichtige Daten, die ihnen die tägliche Arbeit enorm erleichtern und damit Prozesse beschleunigen.“ Diagnosemöglichkeiten für Einsteiger und Experten Der DX500 besitzt eine eigene Web-Oberfläche, die eine Vielzahl an Informationen und Eingabe- bzw. Auswertemöglichkeiten für CM-Experten enthält. Eine sog. DX Assist App erleichtert Herstellern von Maschinen und Anlagen die Handhabung, sodass sich der Sensor auch ohne spezielle Kenntnisse nutzen lässt. Ihre Entwicklung basiert auf der breiten Erfahrung, die Flender über mehr als 20 Jahre gesammelt hat. Ohne großen Programmier- und Parametrieraufwand durch den Kunden lässt sich damit der grundsätzliche Zustand von Getrieben erfassen. So liefert die App bauteilbezogene Textmeldungen wie „Möglicher Lagerschaden am Lager 150“. Über die per Klick abrufbare Ersatzteilzeichnung sieht der Instandhalter sofort, um welches Lager es sich handelt. Ein wesentlicher Aspekt beim praktischen Einsatz des DX500 ist, dass nicht jeder kurzzeitige Ausschlag, der einen definierten Schwellwert in der Schwingungsanalyse überschreitet, zu einer Warnmeldung führt. Nur wenn derartige Zustände dauerhaft auftreten, bleibt die Signalleuchte am Sensor rot und er schickt über Ethernet oder zusätzliche Signalausgänge eine Meldung an die Maschinensteuerung oder die Anlagentechnik. „So verhindern wir, dass es in der Praxis durch sporadische Außeneinwirkungen zu Fehlmeldungen kommt“, erklärt der Flender-Abteilungsleiter. Ergänzend zum CM- Signal bietet der Sensor auch die Option, Ein- und Ausgänge für zusätzliche Aufgaben in der Maschine oder Anlage zu nutzen, wie zum Beispiel die Erfassung der Drehzahl. Blick über den Tellerrand Neben den FZG-Getrieben von Flender, für die der DX500 speziell entwickelt wurde, kann der Sensor auch bei anderen Getrieben, bei Elektromotoren, Arbeitsmaschinen oder Eingangsstufen von Großgetrieben zum Einsatz kommen. Entscheidend sind stets die einfache Installation sowie die einfachste Handhabung via DX Assist App. Wichtig ist – der Sensor soll nahe zu möglichen Schadstellen, zum Beispiel den Lagern, angebracht werden. Hierfür gibt es zwei Varianten: Über eine Schraubverbindung durch Einbringen eines Sacklochgewindes im Gehäuse oder bei dünnwandigen Gehäusen durch Aufkleben. Flender liefert als Premium-Hersteller von Qualitätsgetrieben in vielerlei Hinsicht zusätzlichen Service für Hersteller von Maschinen und Anlagen, um die Verfügbarkeit ihrer Produkte zu erhöhen. Die bisherigen Condition-Monitoring-Systeme DX2000 und DX4000 für die komplexe Erfassung und Auswertung des Maschinen- bzw. Anlagenbetriebs wird nun nach unten durch das neue „Einsteigermodell“ DX500 ergänzt. In Kombination mit der DX Assist App gelingt so der wirtschaftliche und bequeme Zugang zur Getriebe- bzw. Lagerdiagnose. Norbert Dahlhaus resümiert: „Für kleines Geld und mit wenig Aufwand schaffen Hersteller von Maschinen und Anlagen damit einen beachtlichen Mehrwert für ihre Produkte, der perfekt zur derzeitigen Digitalisierungsstrategie in der Industrie passt. Unser neuer DX500 ist in Verbindung mit der DX Assist App gerade im unteren und mittleren Preissegment ein entscheidender Türöffner.“ Bilder: Flender GmbH www.flender.com Vom einfachen Condition Monitoring bis zur schnellen Ersatzteilbestellung Flender setzt mit seiner eigenständigen Überwachungs- und Diagnoselösung DX500 für Industriegetriebe im niedrigen bis mittleren Drehmomentbereich neue Maßstäbe des Condition Monitoring. In Verbindung mit der DX Assist App sind Anwender in der Lage, Diagnoseauswertungen im Alltagsbetrieb ohne großen Investitionsaufwand zu realisieren. Wer noch mehr über seine Maschinen und Anlagen erfahren möchte, kann die Datenhistorie aus dem Sensor auslesen und sie als Datei an Flender senden. Daraus generieren die Experten des Getriebeherstellers einen umfassenden Zustandsbericht und senden diesen binnen kurzer Zeit retour. Darüber hinaus lässt sich professionelles Condition Monitoring ohne großen Aufwand mit der DX Mobile Service von Flender umsetzen. Hierbei führen Getriebe-Experten vor Ort Inspektionen und Messungen durch. Der dritte Service Level, der den Maschinen- und Anlagenbetrieb weiter optimieren, beinhaltet die rasche Ersatzteil- bzw. Ersatzgetriebebestellung mittels der neuen DX Assist App. Norbert Dahlhaus fasst zusammen: „Digitaler Service hilft dabei, die Zuverlässigkeit von Maschinen und Anlagen systematisch zu verbessern.“ Mehr dazu erfahren Sie über: www.flender.com/diagnostex 22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2019

SENSORIK UND MESSTECHNIK Prozessmesstechnik sorgt für das richtige Klima in der additiven Fertigung Fertigungsprozesse auf Pulverbasis mittels Laser-Sinterung oder Metallpulver basierte additive Fertigung ermöglichen die Her - stellung vollständiger Objekte in einem einzigen Prozess. Um die Qualität des Endprodukts sicherzustellen müssen das feine Pulver, die Laser-Parameter sowie die atmosphärische Umgebung in der Kammer genau geregelt werden. Der Produktionsprozess findet in einer inerten Atmosphäre von Stickstoff oder Argon statt. Der Sauerstoffgehalt muss hier bei 0,1 bis 1,5 % liegen, um eine Oxidation zu verhindern. Für Sauerstoffkonzentrationsmessungen in inerten Gasen sind die Sauerstoffanalysatoren und -sensoren auf Zirkon Oxid Basis Senz-TX des Anbieters NTron bestens konzipiert. Neben dem Oxidationsrisiko stellt auch die Verunreinigung durch Feuchte ein Risiko dar. Hierfür eignen sich die Easidew Taupunkttransmitter von Michell Instruments. Verschiedene Prozessanschlüsse und 4-20 mA in 2-Leitertechnik erlauben die einfache Integration in moderne 3D-Drucker. Der Messbereich umfasst -110 bis +20 °C Taupunkt für Prozesse die Trockenheit erfordern. www.michell.de Präzise und intelligente IO-Mini-Sensoren Intelligente IO-Link-Sensoren bietet Balluff mit den optoelektronischen Mini-Sensoren der Baureihe BOS Q08M und BOS R01 an. Diese ermöglichen eine zuverlässige Objekterkennung bei kleinstem Platzbedarf. Ihre Tastweite und Hysterese können ohne zeitaufwändige Justage des Abstands von Sensor und Objekt direkt über IO-Link einfach und genau eingestellt werden. Darüber hinaus liefern diese Sensoren weitere Informationen wie beispielsweise Diagnosedaten und Betriebsstunden. Ein anderes Beispiel für intelligente Sensorik ist ein neuentwickelter optischer Multifunktionssensor. Er vereint vier optoelektronische Sensorprinzipien in einem Gehäuse und lässt sich per IO-Link einfach umschalten, um je nach Applikation die zuverlässigste Erkennungsmethode zu nutzen. Seine Detektionssignale werden schon im Sensor aufbereitet und vorverarbeitet. Das entlastet die Anlagensteuerung und reduziert den Datenverkehr auf den Feldbussystemen. www.balluff.de Konfokaler Sensor ermöglicht Messungen mit hoher Genauigkeit Der konfokale Sensor confocalDT IFS2407-0,1 von Mikro- Epsilon eröffnet neue Anwendungsfelder in der Weg- und Dickenmessung. Mit einer Auflösung von 3 nm ermöglicht er Messungen mit sehr hoher Genauigkeit. Der kompakte Sensor bietet einen großen Verkippungswinkel und einen 3 µm kleinen Lichtpunkt. Dadurch lassen sich Rauheitsmessungen mit hoher Präzision realisieren. Die Dickenmessung von transparenten Materialien ist bereits ab 5 µm Materialstärke möglich. Der kleine Messbereich von nur 100 µm kombiniert mit einer hohen Auflösung ermöglicht es, transparente Schichten wie Glas oder Kunststofffolien hochgenau zu erfassen. Mit den Sensoren werden z. B. fein gehonte Oberflächen wie z. B. Bremsscheiben überprüft. Die Standardvariante mit NA 0,8 eignet sich für hochpräzise Messungen bei Rauheit und dünnen Schichten. Die lichtstarke Option mit NA 0,7 wird für schnelle Messungen mit kurzer Belichtungszeit und für dunkle Oberflächen eingesetzt. Erleben Sie effiziente Datenauswertung auf der Control in Halle 8Stand 8410 oder am Origin Webinartag am 28.05.2019. Control Halle 8 Stand 8410 neue Version www.micro-epsilon.de www.industrielle-automation.net www.additive-origin.de/webinartag19 ®

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