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Industrielle Automation 3/2017

Industrielle Automation 3/2017

STEUERN UND ANTREIBEN I

STEUERN UND ANTREIBEN I TITEL 03 Mithilfe der Software ODK 1500S können auch in C bzw. C++ geschriebene Programme implementiert werden 04 Die integrierte Traceanzeige auf dem geräteeigenen Web-Server steigert die Anlagenverfügbarkeit erheblich Im Zusammenhang mit Industrie 4.0 hat sich hier OPC UA als Kommunikationsstandard etabliert. Aus diesem Grund sind alle Steuerungen SIMATIC S7-1500 ab Firmware Version 2.0 mit einem im Betriebssystem integrierten, optional nutzbaren OPC UA Server ausgestattet. Dieser erlaubt mittels OPC UA Data Access Zugriff auf genau die Daten, die durch den SPS-Programmierer freigegeben sind. Damit lassen sich beliebige Devices an die Simatic S7-1500 anbinden, wie z. B. HMI-Panels, Scada-, MES- und ERP-Systeme. Neben Lese- und Schreibzugriffen können sich OPC UA Clients auch mittels OPC UA Subscription auf Wertänderungen von Variablen abonnieren. Das vernetzen verschiedener OPC-UA- Geräte kann selbstverständlich bequem zur Laufzeit mittels Online-Browser auf dem OPC-UA-Server der S7-1500 geschehen, alle freigegebenen Daten und deren Typdefinitionen sind jederzeit verfügbar. Dies ist besonders wichtig, wenn für einen optimierten Zugriff auf komplette Strukturen als Ganzes zugegriffen wird. Weiterhin bietet das TIA Portal V14 die Möglichkeit eines XML-Exportes basierend auf den Standards der OPC Foundation, was die offline-Konfiguration von OPC UA Clients gegenüber der S7-1500 erlaubt ohne eine reale Steuerung vor Ort haben zu müssen. OPC UA Security erlaubt Signieren und Verschlüsseln von Nachrichten analog bewährter Verfahren wie TLS. Die Sicherheit ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüft und bestätigt. In Verbindung mit einem separaten Zertifikate-Management, welches es für die Siemens-Steuerungen gibt, erreichen Anwender ein Höchstmaß an Sicherheit für ihre Maschinen und Anlagen, alle aktuel len OPC UA Security Richtlinien sind in der Simatic S7-1500 implementiert. Nicht zugelassene Devices bleiben außen vor, nur vertrauenswürdige Systemgeräte lassen sich gezielt einbinden. Datenverkehr systematisch beschleunigen Industrie 4.0 sowie die durchgängig digitale Produktion leben von Netzwerken, Kommunikation und Schnittstellen. Insofern hat Siemens nun mit der Firmware V2 dafür gesorgt, dass bereits ab der CPU 1515 zwei Schnittstellen als Profinet I/O-Con - troller genutzt werden können. So lassen sich beispielsweise bei der CPU 1518 mehr als 600 dezentrale Peripheriestationen „Die Steuerungsgeneration Simatic S7-1500 ist ein zentrales Element der digitalen Fabrik à la Industrie 4.0“ direkt mit einer Steuerung verbinden. Auch die I-Device-Funktionalität für die schnelle und deterministische Kommunikation zwischen zwei Profinet I/O-Control - lern funktioniert jetzt bei beiden Profinet- Schnittstellen, so dass sich sehr flexibel Master-Client-Topologien aufbauen lassen, was den Datenaustausch untereinander vereinfacht. Um Sicherzustellen, dass Daten immer bei den angeschlossenen Teilnehmern ankommen, unterstützen alle S7-1500 Steuerungen MRP, das Medienredundanz Protokoll. Bei Störung im Ring wird dieser Fehler erkannt und eine Erreichbarkeit durch Richtungswechsel wieder hergestellt. Mit der Firmware V2 sind alle CPUs in der Lage den Datenverkehr in einer Ringtopologie sogar verzögerungsfrei zu gewährleisten. Diese stoßfreie Medienredundanz (MRPD: Media Reduncancy for Planned Duplication) erweist sich vor allem in High-End-Anwendungen als vorteilhaft. In High-End-Applikationen, z. B. in der Windbranche, ist oft auch eine schnelle I/O- Kommunikation gefordert. Mit Einführung der FW V2 ermöglicht Siemens mit einer CPU 1518 eine taktsynchrone Profinet- Aktualisierungsrate von 125 µs. Alarmtexte und Kommentare ohne Sprachbarrieren Sollte es dennoch zu einer Störung im Arbeitsablauf der Maschine oder im Fertigungsprozess kommen, hat auch hier die Firmware V2 der Siemens Steuerungen S7- 1500 ein deutliches Plus. Jetzt ist es erstmals möglich, alle Kommentare im Anwenderprogramm und alle Diagnose- und Anwender-Meldungen in bis zu drei Sprachen auf der Steuerung abzulegen. Auf diese Weise reduzieren sich Sprachbarrieren. Alles in allem erweitert Siemens mit der neuen Firmware V2 für die Steuerungsgeneration Simatic S7-1500 die Möglichkeiten der industriellen Automation. Die hier dargestellten Features sind nur einige von vielen bestehenden und neuen Möglichkeiten, den Trend zur Digitalisierung industrieller Automationsprozesse nachhaltig zu untermauern und die vertikale Vernetzung intensiv auszuweiten. Das Sortiment an leistungs fähigen Steuerungen ist groß, die Einsatzbreite skalierbar und die kommunikationstechnischen Möglichkeiten erheblich. Kurz gesagt: Simatic S7-1500 und TIA Portal öffnen den Weg zu Industrie 4.0. Fotos: Siemens AG www.siemens.com 48 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2017

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