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Industrielle Automation 3/2016

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Industrielle Automation 3/2016

INDUSTRIELLE

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Drahtloskommunikation für Steuerungen in der Smart Factory Schleicher Electronic nutzt in seinen Steuerungen das Drahtloskommunikationssystem „EchoRing“. Damit wird erstmals die sichere kabellose Datenübertragung in der „Smart Factory“ möglich. Im Zuge dessen wird die kabelgebundene Kommunikation schnell an ihre Grenzen stoßen. Der Bedarf an störfreien, zuverlässigen Drahtloskommunikationssystemen wächst daher stetig. Entwickelt wurde EchoRing vom Berliner Unternehmens „R 3 – Reliable Realtime Radio Communications“. Dieses ausfallsichere, hochperformante Echtzeit-Drahtlossystem basiert auf einem logischen Token-Ring- Verfahren und nutzt dynamisch ausgelegte, kooperative Mechanismen. Durch eine kontinuierliche Überwachung aller Übertragungsstrecken im System werden Kanalqualitätseinbrüche verhindert, indem automatisch Maßnahmen eingeleitet werden, die einen kompletten Systemzusammenbruch verhindern. So können auch sicherheitskritische Anwendungen gefahrlos ohne Kabel betrieben werden. Derzeit wird die Integration zur kabellosen Safety-Vernetzung in das Handbediengerät OP 50 Mz vorbereitet. www.schleicher-elektronic.com Webbasierte Fernwartungslösung Neben höherer Produktionsflexibilität steigen heute auch die Produktivitätsanforderungen eines Maschinenparks. Als besonders zeit- und kostenträchtig erweisen sich ungeplante Stillstände. Das Wartungspersonal greift bei komplexen Anlagen und Maschinen im Störfall auf Spezialisten des Herstellers zurück. Mit der Fernwartungslösung von Weidmüller können Anlagenhersteller ihren Kunden nun maßgeschneiderte Services bieten, Block-I/O-Modul für serielle Schnittstellen Für seine Ethernet-Block-I/O- Familie TBEN-S bietet Turck jetzt auch ein Kommunikationsmodul mit seriellen Schnittstellen an: Das TBEN-S2-2COM-Modul verfügt über zwei serielle Ports, die je nach Bedarf individuell als RS232- oder RS485-Schnittstelle konfiguriert werden können. Zwei weitere Steckplätze bieten vier universelle, digitale Ein- oder Ausgänge. Für die RS485-Schnittstelle ist zusätzlich ein Modbus-RTU-Master integriert, über den sich bis zu acht Modbus-Devices einbinden lassen. Auch die neuen TBEN-S2- 2COM-Module unterstützen die Multiprotokoll-Technologie von Turck und lassen sich daher ohne Eingriff des Anwenders in Profinet-, Ethernet/IP- oder Modbus-TCP-Netzen betreiben. Die 32 mm schmalen 2COM-Module vereinfachen Applikationen, in denen auf engem Raum neben Geräten mit seriellen Schnittstellen auch digitale Signale angebunden werden müssen. Aufgrund der Schutzart IP67 lassen sich die Module direkt in der Maschine montieren und reduzieren auf diese Weise den Verdrahtungssaufwand. www.turck.com Vereinfachte Kommunikation zwischen Prüfapplikationen und SPS die auf den gesamten Lebenszyklus einer Maschine abzielen. Dazu gehört ein schneller Support bei der Fehlerbehebung, bei Fragen zur Bedienung, Prozessoptimierung und Instandhaltung von Maschinen oder Anlagen. Die Systemlösungen von Weidmüller bestehen aus Netzwerkkomponenten wie Industrial Security Router und Ethernet Switche, das Remote I/O-System u-remote inklusive integriertem Webserver für detaillierte Systemdiagnosen, zusätzliche kommunikationsfähige Automatisierungskomponenten und nicht zuletzt die webbasierte Fernwartungs-Lösung u-link. www.weidmueller.com Das neueste Toolkit SP7 aus dem Hause Data ermöglicht die einfache Kommunikation zwischen einer in LabView programmierten Mess- und Prüfapplikation und einer SPS, indem es eine direkte Verbindung zwischen den beiden Komponenten herstellt. Die aus der SPS ausgelesenen Daten werden so ohne zusätzliche Hardware in die LabView-Applikation auf dem PC übertragen. Bei Bedarf können diese Daten anschließend in die Cloud-basierte Plattform Daqloud geladen und gespeichert werden, um jederzeit unabhängig von Ort und Zeit verfügbar zu sein. Dabei unterstützt SP7 alle Siemens S7-Steuerungen bis zur neuesten Generation. Auch Steuerungen von Vipa sind mit dem SP7-Software-Tool kompatibel. Durch die intuitive Programmierschnittstelle (API) von SP7 und den schnellen Datenaustausch profitieren Nutzer von einer deutlich kürzeren Entwicklungszeit. Darüber hinaus kann SP7 auch auf Realtime-Systemen angewendet werden und macht die Notwendigkeit zusätzlicher Software auf den Zielsystemen überflüssig. www.dataahead.de 64 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Verein zeigt Lösungen für intelligente Produktionsprozesse Wie die Fabrik der Zukunft aussehen kann, demonstrieren die Mitglieder des Vereins Smart Electronic Factory. Sie zeigen, auf welche Weise mittelständischen und großen Unternehmen die Transformation zur smarten Fabrik gelingt. Dafür werden Kennzahlen und Massendaten bereitgestellt, visualisiert, analysiert und ausgewertet. So lassen sich Maschinenprozesse leistungsfähiger gestalten, prozessspezifische Problemstellungen werden transparent und Erkenntnisse können zur Optimierung rückgekoppelt werden. Gleichzeitig zeigen die Spezialisten auf, wie sich Maschinen in der Zukunft selbst optimieren, aus Fehlern lernen und autark produzieren können. Dies sind Beispiele verschiedener Szenarien, die aus der Smart Electronic Factory hervorgehen. Der Verein wurde im Jahr 2014 in Betrieb genommen und ist darauf spezialisiert, Industrie 4.0-Lösungen in einer Elektronikfabrik unter realen Produktionsbedingungen zu entwickeln. Der Fokus liegt auf praxistauglichen Anwendungen für den Mittelstand. www.smart-electronic-factory.de Panel-PC mit IP65-Rundumschutz für raue Umgebungen Dem Panel-PC Slimline IB32-ES von TL Electronic kann auch die raueste Umgebung so schnell nichts anhaben. Das schlanke, widerstandsfähige und leicht zu reinigende Edelstahl-Gehäuse ist samt Schnittstellen und Kabeln vollständig geschützt gemäß IP65. Im Inneren des Panel-PCs befindet sich die komplette Rechnereinheit mit leistungsstarken Rechnerkomponenten und moderner Displaytechnik. Die ES-Serie erhält man jetzt auch mit Core-i5-Prozessor der fünften Generation mit Broadwell-Architektur und 2 × 2,2 GHz Taktrate. Dank der geringen CPU-Verlustleistung (TDP) von höchstens 15 W benötigt der Rechner keine externen Lüfter – somit ist das Gesamtsystem rundum dicht und wartungsfrei. Unterstützt wird die starke Prozessorleistung durch das integrierte System on Chip mit 64-Bit-Verarbeitung, 8 GB DDR3L-RAM sowie mindestens 500 GB Festplattenspeicher. Selbst die Kommunikationsschnittstellen für USB, RJ45 für Gigabit Ethernet und RS232 sowie für die externe 12-VDC-Spannungs versorgung sind ebenfalls vollständig IP65-geschützt – spezielle Anschlusskabel inklusive. www.tl-electronic.de Mobilfunk-Router für Highspeed-Datenverbindungen Die Mobilfunk-Router von Phoenix Contact ermöglichen Highspeed-Datenverbindungen mit bis zu 100 MBit/s über mobile 4G-LTE- Netzwerke. Damit schaffen sie einen mobilen Breitbandanschluss für hochflexible Standortvernetzung auch da, wo ein kabelgebundener Internetanschluss nicht verfügbar ist. Die Router bieten hohe Sicherheit durch IPsec- und OpenVPN- Unterstützung sowie integrierte Stateful-Packet-Inspection- Firewall. Ein weiteres Merkmal ist der Temperaturbereich von - 40 bis + 70 °C, der den Einsatz für Infrastrukturanwendungen in rauen und anspruchsvollen Umgebungen ermöglicht. Für mittlere Anforderungen an die Bandbreite steht eine 3G-Version der Geräte zur Verfügung. Diese weisen zwei digitale Eingänge und einen Ausgang für den Anschluss von Sensoren und Aktoren auf. So lassen sich z. B. per Eingang Alarm-E-Mails oder SMS verschicken. Ein integriertes Logbuch zeichnet alle gerätespezifischen Ereignisse auf. Für einen besseren Empfang sorgen MIMO-Antennen. Alle Router sind im Mobilfunkstandard abwärtskompatibel. www.phoenixcontact.com Steuerung programmiert I/O-Link-Master – und los geht’s Mit „IODD on Board“ von Murrelektronik können Anlagen und Maschinen mit IO-Link-Devices schneller in Betrieb genommen werden. IODD ist eine Gerätebeschreibungsdatei für Sensoren und Aktoren, die Informationen zur Identifikation, zu Geräteparametern, Prozess- und Diagnosedaten und Kommunikationseigenschaften enthält. Bei den Feldbusmodulen MVK Metall und Impact 67 werden diese IODD-Dateien der IO-Link- Devices in der GSDML-Datei hinterlegt. Werden nun z. B. IO-Link-Sensoren oder IO-Link-Ventilinseln in Installationen eingebunden, kann direkt auf diese Datenbasis zugegriffen werden. Mit „IODD on Board“ wird der IO-Link-Master von der Steuerung programmiert – dann kann es direkt losgehen. Alternativ können IO-Link-Devices über asynchronen Zugriff integriert werden. Davon profitieren besonders Hersteller von Serienmaschinen mit vielen identischen Sensoren. Diese Möglichkeit gibt es auch für das Cube 67 IO-Link- Master-Modul. www.murrelektronik.com INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016 65