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Industrielle Automation 3/2016

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Industrielle Automation 3/2016

STEUERN UND ANTREIBEN

STEUERN UND ANTREIBEN Saubere Luft im Anmarsch Individuelle Ventilsteuerungen sorgen für eine effiziente Staubentlastung der Umgebung Werner Brandis Staub schadet nicht nur der Umwelt und Gesundheit, sondern kann zudem in den verschiedensten Industrieprozessen zum Stillstand von Maschinen und Anlagen führen. Deshalb sind Entstaubungsanlagen mit individuell angepassten Filtern unentbehrlich. Die Steuerung dieser Schlauchfilter übernimmt zumeist ein erweiterbares Ventilsteuerungssystem. Auf diese Weise kann eine wirkungsvolle Staubentlastung der Luft gewährleistet werden. Werner Brandis ist Geschäftsführer bei der HESCH Industrie-Elektronik GmbH in Neustadt Da kaum eine industrielle Anlage völlig identisch mit bestehenden Produktionsstätten ist, muss eine Entstaubungsanlage fast immer kundenspezifisch angepasst werden. Dabei hilft den Ingenieuren des Unternehmens FB Filter Bau aus Rodenberg bei Hannover die Erfahrung mit vielfältigen Staubproblemen. Mit den eingesetzten High-Tech-Nadelfilzen und den konfigurierbaren Steuerungen von Hesch Industrie-Elektronik aus Neustadt am Rübenberge lassen sich ökologisch und ökonomisch passgenaue Lösungen für die jeweilige Aufgabenstellung erreichen. Aufgrund neuester Produktionstechnologien und hochwertiger Materialien ist sich FB Filter Bau der Qualität seiner Produkte sicher und bürgt mit einem Gütesiegel, das auf jedes Medium mit Fertigungsdatum aufgedruckt wird. Auf bis zu 64 Magnetventile zugreifen Das Lieferprogramm umfasst druckluftabgereinigte Ovalschlauch-Filter, in denen die Filterschläuche wahlweise horizontal (Baureihe FSD) oder vertikal (Baureihe FWD) angeordnet werden können, um eine gute Anpassung an Staubeigenschaften und Räumlichkeiten zu erhalten. Für die je - weils optimale Lösung wurde das Programm mit Standardelementen abgerundet, die auf viele Arten kombiniert werden können. Die Filter sind mit den Ventilsteuerungen HE 5731 von Hesch für Ventile mit 24 V DC und 1 A ausgerüstet, die durch ihre einfache Programmierbarkeit schnell an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden können. „Fast alle von uns individuell gefertigten Filteranlagen werden mit dieser Steuerung ausgestattet“, betont Geschäftsführer Jörg Kastning und erläutert, warum die Wahl auf die Hesch-Steuerungen fiel: „Für uns besonders wichtig sind die räumliche Trennung von Differenzdruckaufnehmer und Steuerung sowie die modulare Erweiterbarkeit der Ventilsteuerung. Dadurch können wir unsere kundenspezifischen Anlagen mit der passgenauen Steuerung ausstatten.“ Die HE 5731 kann bis zu 16 Magnetventile differenzdruck- oder zeitabhängig steuern und bei Bedarf über Erweiterungsgeräte auf bis zu 64 Ventile zugreifen. Dabei wird das Gerät intuitiv bedient. Die Neuentwicklung entstand nach zahlreichen Gesprächen mit Kunden, in denen diese ihre Wünsche und Anforderungen einfließen ließen. Auch FB Filter Bau war bereits während der Prototyping-Phase mit im Boot. Die Magnetventilsteuerung ist mit den 16 sequentiell aktivierten Ventil-Steuerungsausgängen für kleine und mittlere Staubfilteranlagen ausreichend dimensioniert sowie mit allen nötigen Funktionsmerkmalen ausgestattet. 54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016

STEUERN UND ANTREIBEN 01 Die Ventilsteuerung kann über Erweiterungsgeräte auf bis zu 64 Ventile zugreifen 02 Die Einstellungen werden über eine menülose Bedienoberfläche mit Folientasten vorgenommen Dennoch lässt sie sich ohne Programmierkenntnisse parametrieren und jederzeit um Erweiterungen ergänzen. Keine störanfällige Schlauchverbindung nötig Die Einstellungen an der Ventilsteuerung werden über eine menülose Bedienoberfläche mit Folientasten vorgenommen. Zwölf Leuchtdioden zeigen den jeweiligen Status an und dienen ebenso als Einstellhilfe. Der jeweilige Wert wird über eine dreistellige Digitalanzeige angegeben. Da Hesch die Tasten und Anzeigen mit Symbolen statt Text beschriftet hat, ist die Steuerung intuitiv zu bedienen und auch für Fremdsprachler sofort verständlich. Der aktuelle Differenzdruck wird zudem über eine Wassersäulendarstellung angezeigt. Einmal parametriert, arbeitet die Ventilsteuerung eigenständig. Anders als bei den meisten Ventilsteuerungen ist beim HE 5731 der Differenzdrucksensor nicht im Gerät integriert. Dies hat den Vorteil, dass die Ventilsteuerung an einem leicht zugänglichen Ort installiert und der Sensor dennoch an der idealen Stelle, meist am oberen Filterrand, angebracht werden kann. Zudem entfällt durch die räumliche Trennung von Gerät und Sensor die sonst übliche störanfällige Schlauchverbindung. Das Differenzdrucksignal wird der Ventilsteuerung stattdessen als 4...20 mA-Wert zugeführt. Die Anschlussklemmen in schraubenloser Käfigzugfedertechnik erleichtern den Anschluss für Sensor, Ventilverkabelung sowie mögliche Erweiterungen. Sollen mit der Ventilsteuerung mehr als 16 Ventile gesteuert werden, lassen sich standardmäßig bis zu drei Erweiterungen für je 16 weitere Ventile per RS-485-Verbindung an die Steuerung anschließen. Diese sind bis auf das fehlende Bedienteil baugleich mit der HE 5731, sodass das Steuergerät einfach und zuverlässig die Slaves verwalten kann. Außerdem können Bedienund Steuerungsteil in separaten Gehäusen geliefert werden, die Bedienung kann damit auch von entfernten Warten oder Steuerzentralen aus erfolgen. Ebenfalls erhältlich ist eine Geräteversion ohne Differenzdruckfunktion für eine reine Zeitsteuerung. Von der Kleinsteuerung bis zur Anlagensteuerung Die Hesch-Steuerung aktiviert die Ventile (auch die der potenziellen Erweiterungen) sequentiell. Die einzelnen Ventile werden auf Überstrom und Unterbrechungen überwacht. Auftretende Fehler werden am Steuergerät über eine Leuchtdiode angezeigt. Für Wartung oder Fehlerdiagnose verfügt die Ventilsteuerung über eine Testfunktion der einzelnen Ventile. Je nach Größe der Entstaubungsanlage werden an die Prozesssteuerung unterschiedliche Anforderungen gestellt. Daher bietet das Unternehmen aus Neustadt mit seinen feldbusgestützten Magnetventilsteuerungssystemen von der Kleinsteuerung bis hin zu Anlagensteuerungen von industriellen Großfiltern passgenaue Lösungen an, die aufgrund ihres modularen Aufbaus individuell zusammengestellt werden können. Alle Ventilsteuerungen sind mit Programmen für Einzelventiltests, zyklische Reinigung sowie Nachreinigung ausgestattet und können als Gehäuseversion auch in Zone 22 montiert werden. Mit der Leittechnik kommunizieren die Ventilsteuerungen entweder über digitale Ein- und Ausgänge, Profibus DP, Modbus oder teils auch über Ethernet TCP/IP. Foto: Aufmacher Fotolia; Sonstige Hesch www.hesch.de 03 Die Ventilsteuerung verfügt unter anderem über Einzelventiltests und kann als Gehäuseversion auch in Zone 22 montiert werden INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016 55

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