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Industrielle Automation 3/2015

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Industrielle Automation 3/2015

Kamerabasierter

Kamerabasierter Handleser für die sichere Lesung von anspruchsvollen gelaserten und genadelten Codes auf unterschiedlichen Oberflächen Über sogenannte DPM-Verfahren (Direkt Part Marking) lassen sich zumeist Data Matrix Codes ohne Umweg über Etiketten oder Verpackungen direkt auf Gegenständen aufbringen. Das Lesen dieser Codes gestaltet sich jedoch etwas aufwändiger, was auf die unterschied-lichen DPM-Verfahren sowie Hintergrundmaterialien zurückzuführen ist. Wir stellen Ihnen einen Handleser für DPM-Codes vor, der mit Extras wie Dual-Optik, Java-Script-Unterstützung und Ausgabestring-Formatierung punktet. 1-D- und 2-D-Codes finden sich in allen Branchen und sind zum Identifizieren von Produkten aus der Logistik und dem Warenfluss nicht mehr wegzudenken. Als Trägermaterial dienen vielfach gewöhnliche Etiketten, die sich kostengünstig erstellen und einfach auf Produkte, Transportbehälter, Zeitschriften usw. aufkleben lassen. In bestimmten Arbeitsbereichen oder bei Zulieferteilen, zum Beispiel Metallkomponenten für Automobile, ist die Verwendung von Etiketten unter anderem wegen der rauhen Umgebung jedoch weniger sinnvoll. Hier kommt das Direkt Part Marking zum Einsatz, bei dem der Code direkt auf die Oberfläche von Metall-, Kunststoff oder Glasteilen aufgebracht wird. DPM-Codes erkennen und decodieren Gebräuchliche DPM-Verfahren sind das Nadeln der Codes, das Lasern sowie der Ink-Jet-Druck. Robuste gelaserte und genadelte Codes werden oftmals auf Metallteilen in der Automobilindustrie und im Maschinenbau eingesetzt. Kleine gelaserte Codes finden ihren Einsatz in der Elektronikbranche, beispielsweise bei Halbleiterprodukten und Leiterplatten. Bei Produk - ten aus Glas wiederum ist das Ink-Jet- Druckverfahren zumeist vorteilhafter. Allein die Betrachtung der verschiedenen DPM- Verfahren zeigt, dass das sichere Erkennen solcher Codes für die Lesegeräte mehr Aufwand bedeutet als es bei Codes auf typischen weißen Etiketten der Fall ist. So sind vor dem eigentlichen Decodiervorgang in einem zusätzlichen Schritt zunächst die Art und Beschaffenheit der Codes zu identifizieren. Denn jeder DPM-Code zeichnet sich durch spezielle Eigenschaften aus und erfordert eine entsprechende Behandlung. Auch die Material beschaffenheit, der Kontrast und der Reflexionsgrad des Code-Hintergrunds spielen eine wichtige Rolle. Um allen diesen in der Praxis auftretenden Problemstellungen gerecht zu werden, stellen DPM-Leser ins besondere an die Beleuchtung höhere Anforderungen. 01 Der kamerabasierte Handleser OHV1000 liest gelaserte und genadelte Codes auf Metallen, Glas und Kunststoffen zum Lesen von großen gedruckten Codes, nicht jedoch für DPM-Codes und zum Decodieren der im Industriebereich teilweise sehr kleinen Modulgrößen. Beim Dank Dual-Optik und einer Auflösung von 1,2 MegaPixel kann der kamerabasierte Handleser sowohl sehr kleine als auch große Codes lesen Sie muss in der Lage sein, sich flexibel den jeweiligen Eigenheiten der DPM-Codes anzupassen. Handleser mit Performance Im Gegensatz zu stationären DPM-Lesegeräten wird die Luft sehr dünn, wenn man nach einen DPM-fähigen Handleser sucht. Schnell zeigt sich, dass der Markt fast nur Handleser bietet, die vornehmlich für die Handelsbranche bestimmt sind. Die zahlreichen Universal-Geräte eignen sich zwar OHV1000 von Pepperl+Fuchs handelt es sich dagegen um einen industrietauglichen Handleser zum Lesen von DPM-Codes unterschiedlichster Größen. Er ist mit einer Dom-Beleuchtung ausgestattet, die den Code von allen Seiten beleuchtet und sich durch ein spezielles diffuses Licht auszeichnet. Die Beleuchtung und die Intensität des Lichts sind veränderbar und stellen sich automatisch so ein, dass der jeweilige Code optimal decodierbar ist. Bei einem genadelten Code kommt es beispielsweise darauf an, aus welcher Richtung genadelt wurde. 80 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2015

Andere spezielle DPM-Handleser können zwar DPM-Codes, aber dafür keine langen Barcodes lesen. Beide Fähigkeiten werden u.a. benötigt wenn der Anwender einen direkt markierten Code, aber auch gleichzeitig einen langen Barcode auf einer Auftragskarte oder Odette in der Produktion lesen muss. Und genau das bietet der Handleser OHV1000. Bei dem kamerabasierten Gerät mit 1,2 MP Auflösung kommt eine patentierte Dual-Optik zum Einsatz. Sie teilt den Lesebereich in einen Nah- und einen Fernbereich und erlaubt es, mit demselben Gerät sowohl kleine als auch große Codes zu lesen. Damit kann das Gerät auch sehr kleine Codes bis zu einer Modulgröße von 0,1 mm und gleichzeitig lange Barcodes sicher dekodieren. Von der String-Manipulation bis zum JavaScript-Programm Zu den weiteren Highlights zählen der „Vision Configurator“, Formatierung des Ausgabe-Strings sowie die JavaScript-Programmierbarkeit. Mit der Software Vision Configurator steht dem Anwender ein komfortables Windows-Programm zum Parametrieren des Codelesers zur Verfügung. Damit lässt sich der OHV1000 bequem am Bildschirm konfigurieren und somit auch komplexe Ausgabestringformatierungen einfach durchführen. Letzteres ermöglicht, ohne auf Programmierkenntnisse angewiesen zu sein, die Leseergebnisse durch String-Manipulationen genau an die jeweilige Unternehmenssoftware anzupassen. Die Daten sind dann ohne weiteren Aufwand oder Vorverarbeitungen direkt in die einzelnen Felder von Eingabemasken einspielbar. Falls das einmal nicht ausreichen sollte, bietet die Programmierbarkeit des DPM-Handlesers via JavaScript noch weitergehende Optionen mit allen denkbaren Freiheiten. Die Möglichkeiten reichen bis zur vollständigen Abbildung von Anwendungen auf dem Lesegerät ohne Verwendung eines PCs. Grundsätzlich verfügt der DPM-Leser über alle Fähigkeiten die auch der OHV100 aus derselben Gerätefamilie beherrscht. Durch eine spezielle Technologie zur Vermeidung von Blendungen ist der Leser in der Lage, DPM-Codes auch auf stark reflektierenden, runden oder gewölbten Ober flächen zu Lesen. Er verarbeitet alle gebräuch - lichen 1-D- und 2-D-Codes und meistert anspruchsvollste Aufgaben problemlos, zum Beispiel wenn sich auf Begleitkarten oder Warenkennzeichnungs-/Identifi - ka tionssystemen gemäß Odette-Standard, zahlreiche unterschiedliche Codes verschiedener Größe von mehreren Zulieferern, Herstellern oder Zwischenstationen gleichzeitig befinden. Als Benutzer-Feedback lässt sich wahlweise ein optisches, 02 Der Universal- Handleser für anspruchsvolle DPM- Codes und alle gängigen 1-D-/2-D-Codes akustisches oder Vibrationssignal definieren. Der Handleser ist mit einer USB 2.0- sowie RS232-Schnittstelle ausgestattet und in einem robusten industrietauglichen Gehäuse der Schutzart IP54 untergebracht. Bild: Aufmacher Fotolia www.pepperl-fuchs.com JAHRE JAHRE PRODUKT- GARANTIE* DETEKTOR- GARANTIE* * nach System-Registrierung unter www.flir.com

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