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Industrielle Automation 3/2015

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Industrielle Automation 3/2015

SZENE

SZENE Open-Source-Technologie Powerlink als koreanische Norm anerkannt Die herstellerunabhängige, lizenzgebührenfreie Open-Source- Technologie Powerlink der Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) wurde als koreanische Norm anerkannt. Es ist damit das erste reine Open-Source-Protokoll, das von der Korean Standards Association in den Normen für industrielle Kommunikationsnetzwerke KS C IEC 61158 und 61784 regis triert wurde. An diesen Erfolg anknüpfend, plant das Unternehmen die Gründung einer Powerlink-Nutzerorganisation in Korea, um verbesserte technische Unterstützung anzubieten und für alle Partner in der Region eine gemeinsame Marketingplattform zu schaffen. Die Technologie ermöglicht es koreanischen Unternehmen in den Branchen Halbleiter, Automobil, Schiffbau und Erneuerbare Energien flexible, echtzeitfähige Kommunikationsnetzwerke zu schaffen, mit denen die Herausforderungen von Industrie 4.0 gemeistert werden können. www.ethernet-powerlink.org Motek und Bondexpo mit 800 Ausstellern Das neue Hallen-Layout der beiden Branchen-Events Motek sowie Bondexpo ermöglicht ein verbessertes Besucher- Führungssystem. Dies erleichtert zum einen den Übergang zu den einzelnen Hallen und zum anderen zu den Fachbereichen; zumal mit dem jetzt gleichberechtigten Zugang eine gewisse Entzerrung des morgendlichen Runs verbunden sein sollte. Die hohe Akzeptanz hinsichtlich des neuen Messen-Layouts und das große Vertrauen in Organisation verdeutlicht auch die Tatsache, dass sich sieben Monate vor Veranstaltungsbeginn bereits nahezu 800 Hersteller und Anbieter fest angemeldet haben. Doch damit der Neuerungen nicht genug, denn zur Motek 2015 kommt erstmals die neue Nomenklatur zur Anwendung. Diese folgt sowohl der bewährten Basis-Nomenklatur als auch der mehr denn je zunehmenden Orientierung nach durchgängigen Prozessen mit integrierten Prozess- Stationen. Wie in den beiden vergangenen Jahren kommt der Produktions- und Montage-Automatisierung durch Sondermaschinenbauer, Systemintegratoren und Roboter-Anlagenbau eine sehr große Bedeutung zu. www.motek-messe.de E I N L A D U N G Mittwoch, 10. Juni 2015 8:00 bis 16:00 Uhr MesseHalle Modering 1a 22457 Hamburg-Schnelsen Messtechnik Regeltechnik Steuerungstechnik Prozessleitsysteme Führende Fachfirmen der Branche präsentieren ihre Geräte und Systeme und zeigen neue Trends in der Automatisierung auf. Die Messe wendet sich an alle Interessierten, die auf dem Gebiet der Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie der Prozessautomation tätig sind. Der Eintritt zur Messe, die Teilnahme an den Workshops und der Imbiss sind für die Besucher kostenlos. Weitere Informationen finden Interessierte auf unserer Internetseite. www.meorga.de info@meorga.de MEORGA GmbH Sportplatzstraße 27 66809 Nalbach Tel. 06838 / 8960035 Fax 06838 / 983292 Meorga.indd 1 01.04.2015 15:02:49 10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2015

STATEMENT I SZENE Reale und virtuelle Produktion verschmelzen Realitätsverzerrung: Fertiger nehmen Augmented Reality kaum wahr Augmented Reality, die erweiterte Realität, ermöglicht zahlreiche Anwendungen, die der industriellen Produktion immense Effizienzpotenziale eröffnen. So können beispielsweise Mitarbeiter direkt und in Echtzeit auf einem virtuellen Display durch die Reparatur navigiert werden. Dennoch werden die Möglichkeiten dieser Technik von mittelständischen Industrieunternehmen bislang kaum wahrgenommen. Der Servicetechniker sieht dank einer Datenbrille direkt vor seiner Netzhaut, wie er Schritt für Schritt die ausgefallene Maschine repariert, der Produktionsleiter platziert die Anlage, die er gerade plant, virtuell in der Fertigungshalle: Was wie eine Zukunftsvision aus einem Agententhriller klingt, ist in einigen Fertigungsunternehmen bereits Realität. Augmented Reality (AR) – die Möglichkeit, die Wirklichkeit mit digitalen Inhalten anzureichern – eröffnet in der industriellen Produktion völlig neue Effizienzpotenziale. Speziell auf die Fertigungsindustrie zugeschnittene Anwendungen gibt es bereits einige, etwa für die Bereiche Service und Reparatur oder zur Simulation von Prozessen. So können zum Beispiel über eine Schnittstelle zum ERP-System einem Produktionsmitarbeiter im Shop Floor aktuelle Status- oder Störungsmeldungen per Datenbrille direkt vor die Augen projiziert werden. Anders als wenn er diese Benachrichtigungen auf dem Smartphone oder Tablet empfangen würde, hat er dann beide Hände frei und kann die Störung schneller beheben. Bei komplizierten Reparaturen assistiert ihm ein spezialisierter Servicetechniker mittels Videokamera und Live-Kommunikation. Vom Hype zur Industrie 4.0-Treibertechnologie Die Automobilproduktion hat dieses Potenzial längst für sich entdeckt und schöpft es zumindest in den Bereichen Design und Engineering bereits seit Jahren aus. Öffentliche Aufmerksamkeit gewinnt das Thema allerdings erst, seitdem AR-Applikationen wie Google Glass diskutiert werden. Dennoch erkennen nur 20 % der Industrieunter- Sascha Milani, Enterprise Mobility Expert bei Freudenberg IT nehmen im deutschen Mittelstand, dass sie mit Augmented Reality Effizienzvorteile in ihrer Produktion erzielen könnten. Zu diesem Ergebnis kommt die „IT Innovation Readiness Index“ Studie, für die das Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT rund 130 IT-Entscheider und Produktionsleiter mittelständischer Fertigungsunternehmen der Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive und sonstige Fertigung befragt hat. Lediglich fünf Prozent der Studienteilnehmer stimmen der Aussage uneingeschränkt zu, dass sich mit Augmented Reality Effizienzvorteile erzielen lassen. Gewappnet für neue Dimensionen der Mobilität Die Bandbreite mobiler Technologien und Prozesse erweitert sich durch Applikationen wie Google Glass enorm. Der Begriff „mobiles Endgerät“ gewinnt eine neue Dimension, wenn intelligente Werkstücke im Sinne einer selbstregulierenden Produktionssteuerung autark mit Anlagen und Maschinen kommunizieren. Die gute Nachricht ist: Die meisten Fertiger sind gut darauf vorbereitet, AR- Devices und Werkstücke, die im Internet der Dinge vernetzt sind, in ein unternehmensweites Mobile Device Management (MDM) zu integrieren. Laut aktueller IRI-Studie setzt bereits jeder zweite mittelständische Fertiger ein MDM-System ein. Quelle: Für die Durchführung der Erhebung „IT Innovation Readiness Index“ zeichnet sich Pierre Audoin Consultants (PAC) verantwortlich. Auftraggeber ist die Freudenberg IT (FIT) www.freudenberg-it.de INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2015 11

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