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Industrielle Automation 2/2017

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Industrielle Automation 2/2017

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK Vielseitig einsetzbar Vision-Sensor deckt Standard- und Spezialanforderungen in nahezu allen Industriebereichen ab Volker Aschenbrenner ist Marketingleiter bei der di-soric GmbH und Co. KG in Urbach Im Rahmen von Zähl-, Prüf- und Sortieraufgaben spielen Vision-Systeme eine wichtige Rolle. Da diese jedoch häufig kompliziert und aufwändig sind, hat ein Unternehmen aus Baden-Württemberg einen Vision-Sensor entwickelt, der besonders schnell und klein ist. Zudem verfügt er über eine intuitive sowie nutzerorientierte Bedien- und Tool-Software, die eine prozesssichere Verarbeitung der Bilddaten ermöglicht. Damit bietet das Gesamtpaket eine hohe Standardisierbarkeit für Industrieapplikationen. Der Einsatz von Bildverarbeitungssystemen als integrierter Bestandteil von Automatisierungslösungen hat in den vergangenen Jahren in allen Industriebereichen an Bedeutung gewonnen. Leistungsfähigere Prozessoren sowie Innovationen in der Mikroelektronik und Mikrooptik haben dazu geführt, dass heute für nahezu jede Anforderung geeignete Geräte oder Systeme zur Verfügung stehen. Welche Lösung die effizienteste ist, hängt von Art und Umfang der gestellten Anforderung ab. Die Klarheit und Bedienerfreundlichkeit der Software, die Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Aufgabe, die Einfachheit von Teach-In-Verfahren sowie die Aufbereitung und Übermittlung der gewonnenen Daten an die Außenwelt machen den Unterschied und entscheiden darüber, wie universell der Vision-Sensor unterschiedlichste Prüf-, Mess- und Inspektionsaufgaben abdecken kann. Kurzum: Das Gesamtpaket entscheidet über die Standardisierbarkeit eines Vision-Sensors in einem Gesamtunternehmen und dessen vielfältigen Einzelaufgaben. Standardisierfähigkeit als Herausforderung Di-Soric hat über mehrere Jahre den Markt und insbesondere die Bandbreite der eigenen Vision-Sensor-Kunden sondiert. „Wir haben festgestellt, dass Anlagenhersteller und Automatisierer für einfache Zähl-, Prüfund Sortieraufgaben mitunter anspruchsvolle Vision-Systeme nutzen, die kompliziert, aufwändig und letztlich zu teuer sind. Andere Anwender erkennen, dass ein gewöhnlicher Vision-Sensor unter Umständen schnell an seine Grenzen stößt, wenn die Anlage z. B. ein Speed-up erfährt“, erklärt Jörg Gilles, Produktmanager Lights/Vision Sensors bei Di-Soric. „Die größte Herausforderung jedoch bestand in unserem Anspruch an ein Gerät, das sich in unterschiedlichsten Industrieapplika tionen als standardisierfähig erweist. Das nun mit dem CS 50 geschnürte Paket aus hoher Hardwareperformance, universeller, aber sehr robuster Optik sowie mächtigen Softwareund Interfacetechnologien wird unseren Ansprüchen gerecht“, erläutert Jörg Gilles. Das Urbacher Unternehmen sah einen Bedarf für einen kompakten und schnellen Vision-Sensor mit eigener Rechenleistung, der das Gros an Standard- und Spezialanforderungen in nahezu allen Industriebranchen abdecken kann. Die Idee zur Entwicklung des CS 50 war geboren. Hand in Hand mit der Steuerungsebene Als kleinstes Gerät seiner Klasse (Abmessungen 24,4/44,5/44,5 mm) verfügt der Vision-Sensor über eine intuitiv handhabbare Bedien- und Tool-Software. Damit lassen sich Sensoreinstellungen sowie Teach-In- Verfahren einfach und ohne Bildverarbeitungsexperten vornehmen. Im CS 50 ist ein Webserver inte griert, ohne zusätzliche Software lassen sich laufende Vision-Jobs, Statistiken oder Reports über den Webbrowser des Bedienpanels bzw. über externe Rechner, Tablets oder das optional erhältliche HMI dar stellen. „Mit seiner hohen Prozessorleistung zählt der Vision-Sensor zu den schnellsten seiner Art. Darüber hinaus stellt er seine Messwerte und -ergebnisse als SPS-konforme Datenformate zur Verfügung, die auf Steuerungsebene sofort verarbeitet werden können“, ergänzt Jörg Gilles. Mit einem Arbeitsspeicher von 1,4 GB hat der Vision- Sensor ausreichend Kapazitäten für eine praktisch unbegrenzte Anzahl an Jobs an Bord. Leicht umsetzbar sind Aufgaben wie Qualitäts-, Anwesenheits-, Vollständigkeitskontrolle, Füllstands-, Deckel-, Etikettensitzprüfung, Lageerkennung und Positionierung. Einsatzfelder sind unter anderem Zuführ-, Verpackungs-, Etikettiermaschi­ 44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2/2017

nen beziehungsweise Anlagen in der Elektronik-, Automotive-, Getränke-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. Rotationsmerkmale prozesssicher bestimmen Erhältlich ist der Vision-Sensor mit einer intuitiv bedien- und flexibel adaptierbaren Software. Zum Leistungsumfang zählen die Software-Tools Finden/Teileerkennung, Zählen, Anwesenheit, Messen und Logik. Diese enthalten wiederum zahlreiche Sub- Tools, mit denen sich Positions- und Rotationsmerkmale einfach und prozesssicher bestimmen lassen. Sämtliche Werte sind logisch verknüpfbar und explizit als Pixeloder Zahlenwert exportierbar. Mit dem Tool Finden/Teileerkennung detektiert der Vision-Sensor in kürzester Zeit gleichzeitig mehrere eingelernte form-, kanten- oder flächenbasierte Muster innerhalb eines aufgenommenen Bildes. Zählen ermittelt die Anzahl von identischen oder unterschiedlichen Teilen, zum Beispiel Schrauben auf einem Band, Objekte auf einem Werkstückträger, oder erfasst die Anzahl der Bohrungen eines Bauteils. Zählen agiert sowohl blob- als auch konturbasiert. Mit dem Tool Anwesenheit prüft der Vision-Sensor prozesssicher die Anoder Abwesenheit von Teilen. Messen führt pixelbasierte Höhen-, Breiten-, Radienoder Winkelmessungen durch. Am Ende schleust der CS 50 jene Teile aus, die nicht innerhalb der nutzerdefinierten Grenzen liegen. Logik stellt einfache, logische Verknüpfungen zwischen Einzelergebnissen her. Das boolsche Gesamtergebnis einer IO-/NIO-Prüfung kann dann, wie jede andere Messung auch, an die übergeordnete Steuerungsebene übergeben werden. Die Rechenaufgabe erledigt der integrierte Chip, das Ergebnis geht zum Beispiel in Form kompatibler SPS-Daten direkt an die Steuerung. 01 Seine hohe Prozessorleistung macht den Vision-Sensor zu den schnellsten seiner Art Objekte in den richtigen Fokus rücken Blitzschnelles Fokussieren gelingt dem CS 50 mit einer Liquid-Lens ohne jegliche mechanische und damit verschleiß- und dejustage-anfällige Bauteile. „Mechanische Autofokussysteme mit mehreren Brennweiten bieten nur auf den ersten Blick mehr: Mit seiner Liquid-Lens ist der Vision- Sensor weniger anfällig und robust nach Schutzart IP67. Damit ist er für alle Einsatzgebiete gerüstet“, betont Jörg Gilles. Das Click-Zoom vereint jeweils zwei Brennweiten in einem Gehäuse, umschaltbar auf Tastenklick. Die beiden jeweils in den Lichtfarben rot und weiß angeboten ­ en Hardwarevarianten vereinen entweder 5/10-mm-, oder 16/32-mm-Brennweiten in hoher optischer Güte – ohne riskanten, weil verschmutzungsanfälligen Objektivtausch. Der Vision-Sensor ist mit vier wechselbaren Lichtfarben erhältlich, im Nahbereich kann auf eine Zusatzbeleuchtung verzichtet werden. Zudem ist er mit allen gängigen Schnittstellen wie Ethernet/IP, TCP/IP, Profinet, RS232 sowie Digi/IO ausgestattet. Mit Di-Soric Link ist ein einfaches Verlinken sowie das Setzen und Empfangen von Tool- Parametern problemlos möglich. www.di-soric.com Robust. Könnte es sein, dass Sie sich auch für besonders schnelle, leichte, exakte, individuelle und günstige Infratot-Thermometer und Infrarotkameras zur berührungslosen Temperaturmessung von –50 °C bis +3000 °C interessieren? Schauen Sie doch mal rein: www.optris.de Wie Sie es auch drehen und wenden: Wir haben den kleinsten und zugleich robustesten IR-Sensor entwickelt, weil er bis 250 ºC Umgebungstemperatur aushält. 24.–28.04.2017 Besuchen Sie uns in Halle 11, Stand A56 02 Der Vision Sensor findet seinen Einsatz in der Vollständigkeitskontrolle, bei Rotationsprüfungen, zur Anwesenheitskontrolle u.v.a.m. Innovative Infrared Technology

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