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Industrielle Automation 2/2017

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Industrielle Automation 2/2017

HANNOVER MESSE

HANNOVER MESSE 2017 I SPECIAL Durchgängig automatisiert Effiziente Klemmenleisten-Beschriftung optimiert den Fertigungsprozess Auch im Schaltschrankbau sind Anlagenbauer bestrebt, manuelle Tätigkeiten zu automatisieren. Ein Teilbereich stellt hierbei die Beschriftung von Klemmen, Kabel und Leitungen dar. Wir stellen Ihnen ein Laserbeschriftungs- Konzept vor, das isoliert oder als integrierte Lösung eingesetzt werden kann und somit den Fertigungsprozess wirtschaftlich und zeitlich optimiert. Betrachtet man die Kosten, die für einen einfachen Verbindungspunkt im Schaltschrank anfallen, so resultieren 80 % des finanziellen Aufwands aus dem Prozess, während die Materialkosten meist eine untergeordnete Rolle spielen. Es lohnt sich also hier eine Optimierung anzustreben. Wichtig ist jedoch, dass nicht nur der Fertigungsbereich in die Überlegungen ein - be zogen werden muss. Dem Engineering und der Logistik kommt eine ebenso große Bedeutung zu. Fertigungstechnik im Schaltschrankbau stagniert Dennoch sind die Teilaspekte der Erstellung eines Schaltschranks zu betrachten, da sie den größten Kosten- und Zeitanteil beanspruchen. Das liegt u. a. daran, weil der Schaltschrankbau klassisch von eher werkstattorientierter und manueller Arbeit geprägt ist und auch heute noch sind wenig Automation und Materialfluss zu finden. Die im Schaltschrank installierten Komponenten und Lösungen entwickeln sich weiter, während vor allem im Produktionsbereich die vorherrschenden Prozesse gleich geblieben sind. Analyse der einzelnen Prozesse Die Abschätzung, welcher der vorliegenden Prozesse mit welchem Automatisierungsgrad auszustatten ist, hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Dazu zählen die Fehleranfälligkeit, der Wertschöpfungsanteil, das Einsparpotenzial, die technische Machbarkeit, die Kosten für die Umsetzung der unterschiedlichen Automationsstufen sowie mögliche Nebeneffekte. Im ersten Schritt muss in jedem Fall analysiert werden, welche Potenziale sich im jeweiligen Prozess ausschöpfen lassen. In der Regel ist bei der Erstellung eines Schaltschranks der Arbeitsaufwand für Verdrahtung und Beschriftung am höchsten. Gleiches gilt für die Verteilung der Fehlerhäufigkeit in den verschiedenen Prozessen. Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass sich die Optimierung insbesondere dieser beiden Teilschritte anbietet. Stand-alone-Lösung oder Teilmodul einer Fertigungslinie Die Auswahl des richtigen Ansatzes zur Optimierung der Beschriftung ergibt sich aus dem Durchsatzvolumen der zu kennzeichnenden Bauteile. Sie beschränkte sich bisher auf die Festlegung der verwendeten Technologie, nicht jedoch auf die produktionstechnische Ausgestaltung. Das bedeutet, dass am Markt zahlreiche Lösungen in Form von Beschriftungsgeräten und -produkten zur Verfügung steht. Diese sehen Der Prozess bestimmt die Kosten im Schaltschrankbau allerdings im besten Fall eine Automation im Bereich der Herstellung des beschrifteten Materials vor. Das eigentliche Aufbringen der Kennzeichnung auf die Artikel geschieht fast ausschließlich manuell. Mit dem System CLX.TerminalMarking (Bild unten) stellt Phoenix Contact nun einen ersten Lösungsansatz zur effizienten, durchgängig automatisierten Beschriftung zur Verfügung. Zu diesem Zweck wird ein ausgewähltes Produktprogramm von Reihenklemmen aus dem eigenen Portfolio bereits vor der Montage mit einem speziellen Markierungsmaterial versehen. Die Komponenten lassen sich dann entweder direkt vor dem Aufbringen auf die Tragschiene oder als fertig montierte Klemmenleiste im Block kennzeichnen. Als Technologie kommt die Laserbeschriftung zur Anwendung. Die Bedruckung ist aufgrund der Kombination von Material und Technik kontrastreich sowie präzise hinsichtlich der Positionierung und Konturschärfe. Mit Blick auf die vielfältigen Einsatzgebiete erweist sie sich als genauso haltbar wie andere Material-Technologie- Verbindungen. Auf diese Weise lässt sich ein durchgängig automatisierter Fertigungsprozess realisieren, bei dem es sich entweder um eine Stand-Alone-Lösung handelt, die sich an die manuelle Montage der Komponenten anschließt. Außerdem ist der Ansatz als Teilmodul einer automatisierten Linienfertigung oder als Integrationsmodul denkbar. Bilder: Phoenix Contact www.phoenixcontact.de Christian Großmann, Senior Specialist Advanced Technologies in der Support Unit Manufacturing Solutions, Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg 28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2/2017

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