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Industrielle Automation 2/2016

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Industrielle Automation 2/2016

INDUSTRIELLE

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION 03 Per Funkschalter meldet der Bediener, dass die Kommission auf einer Staustrecke entladen wurde 02 Zu den ersten Anwendungsbeispielen für eine Funk-Netzwerklösung gehörte ein E-Kanban-System für eine automatische Nachschubversorgung 04 Auch die Visualisierung in Sinne des Andon-Prinzips ist in die Funknetzwerk-Lösung eingebunden form (Enterprise Resource Planning/ERP, Betriebsdatenerfassung/BDE, Condition Monitoring/CMS, Lagerverwaltung/LVS….) weitergibt, bei Bedarf auch per Webservices an standortübergreifende IT-Systeme. Damit ist eine durchgängige Kommunikation vom einzelnen Funkschaltgerät bis in die oberen Ebenen der Unternehmens-IT gewährleistet. Das Netzwerk lässt sich sehr einfach über einen Web-Server für die jeweiligen Anforderungen konfigurieren. Die Datenbank kann ebenfalls an die individuellen Anforderungen und Wünsche des Anwenders angepasst werden. Das System nutzt ein außerordentlich stabiles und dennoch energiearmes Funkprotokoll im universell nutzbaren 868/915 MHz-Band, das die jeweilige Empfangseinheit mit hoher Zuverlässigkeit und Übertragungsqualität erreicht. Neben elektromechanischen Funkschaltgeräten (Positionsschalter, Fußschalter, Zugschalter…) können auch Funksensoren (zum Beispiel Magnetschalter) und Funkbediensysteme in integriert werden. Der nächste logische Schritt Aus Sicht der Wireless-Experten von Steute repräsentiert sWave.net den nächsten und logischen Entwicklungsschritt der Integration von Schaltgeräten in die industrielle Datenwelt. Die kundenspezifischen Netz- werklösungen mit eigenen Applikationsservern und proprietären Schnittstellen zur Unternehmens-IT bieten neue Möglichkeiten für den Informations- und Datenaustausch über die einzelnen Ebenen hinweg – in ganz unterschiedlichen Branchen und Anwendungen, auch in einer Produktionsumgebung, die nach den Grundsätzen von Industrie 4.0 gestaltet ist. Denn der durchgängige Informationsfluss ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche (teil-) automatisierte Fertigung von anspruchsvollen Produkten in kleinen Stückzahlen. Spezifische Projekte aus der Praxis Vor der Markteinführung von sWave.net hat Steute bereits Funknetzwerke mit individueller Anbindung an die Kunden-IT entwickelt und realisiert. Dazu gehört zum Beispiel ein E-Kanban-System zur Teileversorgung an Montagearbeitsplätzen. Hier detektieren Funk-Positionsschalter und/oder -Sensoren das Vorhandensein beziehungsweise die Entnahme von Kanban-Behältern. Sie nutzen das stabile und dennoch energiearme Funkprotokoll sWave 868/915, das die jeweilige Empfangseinheit mit hoher Zuverlässigkeit und Übertragungsqualität erreicht. Die Funksignale werden in diesem Fall direkt an die zentrale Kanban-Steuerung gesandt. Die Schnittstelle bzw. Middle-ware hat Steute individuell entwickelt. „Die Freifeldreichweite des kabellosen Schalter-Sensorsystems liegt bei bis zu 700 m“ Ein ähnliches System wurde für den Warenausgang eines großen deutschen Küchenherstellers entwickelt bzw. konfiguriert, der mit Hilfe von Funkschaltgeräten die Belegung von rund 50 Staufördersystemen vor der Lkw-Beladung steuert. Dabei kommen Funktaster zum Einsatz, die ihre Meldungen direkt an die ERP des Anwenders senden. Visualisiert werden die von den Funktastern generierten Informationen über eine zentrale Anzeigetafel im Warenausgang. Derartige Anwendungen wie E-Kanban, Materialflusssteuerung und Andon (Visualisierung) gehören zu den Zielmärkten von sWave.net. www.steute.com 52 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2/2016

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Feldmaster IO-Link für die intelligente Fabrik Das Unternehmen Leuze Electronic hat mit dem neuen IO-Link Feldmaster eine Komponente realisiert, welche Prozess- und Diagnosedaten parallel über die Schnittstelle kommuniziert. Ab April ist eine Kommunikation via Profinet machbar, ab Juli auch via Ethernet-IP. Dies stellt einen wichtigen Schritt in Richtung intelligente Fabrik dar und ermöglicht eine einfache Gerätekonfiguration, Validierung und Diagnose. Der IO-Link Master verfügt über die Gehäuse-Schutzklasse IP67 und ist für raue Umgebungen geeignet. Er verfügt über 4 IO-Link Ports und einen integrierten Webserver, sodass die Konfiguration direkt erfolgen kann. In Verbindung mit den schaltenden und messenden Sensoren der Baureihe 10 liegen die Vorteile für den Anwender auf der Hand: Beim schaltenden Sensor HT 10 kann die Konfiguration des Sensors direkt über die Steuerung erfolgen. Beim messenden Sensor ODS 10 stellt der IO-Link Feldmaster eine echte Alternative zur analogen Schnittstelle dar. www.leuze.de Touchscreen-Terminal für anspruchsvolle Einsatzbedingungen Panasonic Electric Works bietet mit dem Touchscreen-Terminal GT32-E und seiner kleinen Schwester, dem GT03-E, Bediengeräte zum Einsatz unter erschwerten Bedingungen. So muss das Display spezielle Anforderungen erfüllen, wenn erschwerte Sichtund Temperaturbedingungen herrschen. Die Panels verfügen über ein 3,5" (GT03-E) beziehungsweise 5,7" (GT32-E) großes TFT-Display (QVGA) mit 4 096 Farben. Die Leuchtstärke beträgt 700 cd/m² (cd = Helligkeit in Candela), womit eine klare Lesbarkeit auch komplexer Darstellungen unter direkter Sonneneinstrahlung möglich ist. Für den Einsatz im Außenbereich mit Temperaturen von - 20 bis + 60 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 10 bis 90 % wurden Eigenschaften wie Blendschutz, UV-Schutz gegen Alterung, Oberflächenbeschaffenheit in Schutzart IP67 und ein großer Ablesewinkel integriert. Die neueste Version der Programmiersoftware GTWIN ermöglicht zudem den Datenimport von der SD-Karte im Bediengerät mittels USB-Kabel auf den PC. www.panasonic-electric-works.de Interaktive Kommunikationsplattform steigert die Produktionseffizienz Wir machen Ihre Maschine sicher. Mit der Serie SLC/SLG 440. n Universell einsetzbare Sicherheits- Lichtvorhänge und -Lichtgitter n Mit integrierter AS-i Safety- Schnittstelle n Einfache Montage dank Einrichthilfe n Muting-Funktion erhöht Flexibilität www.schmersal.com Die interaktive Informations- und Kommunikationsplattform Active Cockpit von Bosch Rexroth erfasst, verarbeitet und filtert kontinuierlich alle Fertigungsdaten einer Linie. Die Software bereitet die Kennzahlen auf und stellt sie in Echtzeit zum Beispiel auf einem Touchscreen oder Tablet allen Beteiligten interaktiv zur Verfügung. Mitarbeiter können Fertigungsabweichungen kennzeichnen und Optimierungsmaßnahmen eingeben. Alle Entscheidungen werden im automatisch erstellten Protokoll zum Ende des Meetings sofort ausgewiesen. Vor Ort lässt sich die Software einfach nutzen. Der Werker ruft per Fingertipp stets aktuelle Daten ab, um z. B. die Verfügbarkeit von Stationen zu prüfen und zu steuern. Weitere Auswertungen umfassen Produktionszeiten, Qualitätsdaten und Stückzahlen. Diese Daten können über das Unternehmensnetzwerk zeitgleich von anderen Funktionen im Werk eingesehen werden. So kann der Mitarbeiter an der Linie Störungen wie z. B. defekte Teile mit dem Tablet fotografieren, in das System übertragen und mit Kollegen teilen. www.boschrexroth.de

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