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Industrielle Automation 2/2016

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Industrielle Automation 2/2016

HANNOVER MESSE

HANNOVER MESSE 2016 Im Zentrum der Industrie 4.0 Mittel und Wege, wie Unternehmen die Digitalisierung ihrer Wertschöpfungskette gelingt Wie sieht die Industrie-4.0-Fabrik genau aus und welchen Einfluss hat sie auf zukünftige Arbeitsgebiete? Diese Fragen stehen im Fokus, wenn es um die Digitalisierung von Produktionsprozessen geht. Welche Möglichkeiten sich den Unternehmen auf der einen Seite bieten und was es auf der anderen Seite zu beachten gilt, erfahren Sie als Besucher auf der diesjährigen Hannover Messe. Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss seine Produktion flexibel und individuell gestalten. Dies haben Industrieunternehmen erkannt und so wollen fast alle bis 2020 ihre gesamte Wertschöpfungskette digitalisieren. Auf der Hannover Messe, die vom 25. bis 29. April stattfindet, erfahren Besucher aus dem produzierenden Gewerbe, wie sie ihre Produktionsanlage Schritt für Schritt zur Industrie 4.0-Fabrik ausbauen können. Denn was bisher Vision war, wird nun in einsetzbaren Anlagen handfeste Realität. Dabei wird es auf der Messe nicht nur um die Technologien gehen, sondern auch um die daraus resultierenden neuen Geschäftsmodelle. Neue Wissensgebiete erschließen Ein typisches Szenario in der Industrie 4.0: Autonom agierende Transportroboter übernehmen die Tätigkeit der Lagerarbeiter. Dem steht ein wachsender Bedarf an höher qualifizierten Mitarbeitern gegenüber, die in der Lage sind, derartige Systeme einzu- richten, zu betreuen und zu warten. Arbeitsplätze, die auf der einen Seite wegfallen, lassen also an anderer Stelle neue entstehen. Die neuen Technologien können allerdings auch dabei helfen, menschliche Arbeit zu erhalten. Je intuitiver etwa die Mensch- Maschine-Schnittstellen gestaltet sind, desto geringer ist der Qualifikationsbedarf für den Anwender. Und noch etwas wird deutlich: Ein großer Teil der Automatisierung wird kollaborativ sein und den Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen. Arbeitsplätze, so die Meinung vielerorts, würden dadurch nicht bedroht, sondern könnten sogar neu geschaffen werden. Aber auch Ingenieure müssen sich neuen Wissensgebieten wie der IT öffnen. So bietet die Universität Ulm die berufsbegleitenden Master-Studiengänge „Business Analytics“ und „Sensorsystemtechnik“ an, die sich detailliert mit Fragestellungen der Fabrik 4.0 auseinandersetzen. Ziel von „Business Analytics“ ist es, umfangreiche Datenvolumen mit geeigneten Methoden der Informatik, der Mathematik und der Betriebswirtschaftslehre zu untersuchen. So sollen sich bessere Entscheidungen hinsichtlich des Geschäftsmodells, der Produktinnovationen und im operativen Management treffen lassen. „Sensorsystemtechnik“ beschäftigt sich dagegen mit Daten aus zahllosen Sensoren, die in der intelligenten Fabrik zum Einsatz kommen. Sie werden gebündelt und dem Nutzer aufbereitet zur Verfügung gestellt. Wissen dieser Art ermöglicht es Unternehmen, neue Wertschöpfungspotenziale zu nutzen. Prozesse beschleunigen und Stillstände vermeiden Hierzu zählt auch Predictive Maintenance. Denn Bauteile erst zu reparieren, nachdem ein Störfall eingetreten ist – das war gestern. Heute ermöglichen Sensortechnik und intelligente Datenanalyse eine vorausschauende Wartung von Produktionsmaschinen. Dank der digitalen Vernetzung und der Kommunikation der Maschinen, der Werkstücke und der Komponenten in der In- 10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2/2016

dustrie-4.0-Umgebung können Maschinenund Anlagenbetreiber Zustandsdaten von Maschinenkomponenten laufend erfassen, mit Informationen aus Drittsystemen kombinieren und analysieren, um den optimalen Wartungszeitpunkt vorherzusagen. So werden drohende Ausfälle frühzeitig erkannt, Prozesse beschleunigt und Produktionsstillstände vermieden. „Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Predictive Maintenance organisieren wir erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich mit integriertem Gemeinschaftsstand für dieses Thema“, so Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. „Dort werden konkrete Lösungsbeispiele für Predictive-Maintenance- Anwendungen gezeigt.“ Darüber hinaus wird vorgeführt, wie Maschinendaten laufend erfasst, verarbeitet und analysiert werden, um den Betreibern konkrete Informationen über den Zustand des Bauteils, des Systems oder der Maschine geben zu können. Weitere Informationen zur Hannover Messe 2016 unter: www.hannovermesse.de JEDERZEIT ZU WISSEN, WORAUF MAN SICH VERLASSEN KANN, IST EIN GUTES GEFÜHL. 25.-29.04.2016 Halle 9, Stand F53 Sensoren. Systeme. Netzwerktechnik. www.balluff.com