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INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2021

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2021

SZENE I INTERVIEW dem

SZENE I INTERVIEW dem offenen Industrial-Ethernet-Standard Profinet die Grundlage für den Ausbau der Automatisierung. Über eine CC Link- Schnittstelle können unsere Anlagen mit externen Manipulatoren und Automatisierungssystemen verbunden werden, sodass sich automatisierte Produktionslinien konzipieren und betreiben lassen. Die Industrie steht weltweit vor einem Paradigmenwechsel; die 4. industrielle Revolution erfordert eine End-to-end- Kommunikation vom Sensor bis zur Cloud. Wie unterstützen Sie die aktuellen Entwicklungen einer Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge? Wie integrieren Sie Support-Maschinenbau, Automatisierung und IT in Ihre Maschinen? Bild: Taiwan Takisawa Technology Co., Ltd. Bieten Sie auch eine Möglichkeit der Kommunikation über Ihr Anlagen-Netzwerk hinaus? Ja, mit unserer zusätzlichen Kommunikationsschnittstelle und Software können Anlagen auch mit externen Geräten kommunizieren, beispielsweise via MT-Connect. Mit der plattformunabhängigen, service-orientierten Architektur OPC Unified Architecture (OPC UA) unterstützen wir die sichere Kommunikation vom Feldgerät bis in die Cloud. Ergänzend bieten wir mit Im Rahmen zukünftiger Industrie-4.0-Konzepte implementieren wir zum Beispiel Temperatur- und Schwingungssensoren an den Schlüsselstellen eines Prozesses. Somit lassen sich Temperaturabweichungen und Schwingungstoleranzen in Echtzeit überwachen und frühzeitig Maßnahmen ergreifen – ganz nach dem Prinzip des Condition Monitoring. Wir gewährleisten also die regelmäßige und kontinuierliche Erfassung des Maschinenzustandes durch Messung und Analyse physikalischer Größen. Weiterhin informieren unsere Mensch-Maschine-Bedienpanels den Bediener, wann Geräte zu überprüfen sind, wann Komponenten wie Antriebsriemen ausgetauscht werden müssen und wann die nächste Wartung ansteht. Durch eine Werkzeugüberwachungsvorrichtung an der Maschine wird zudem der Verschleiß signalisiert, sodass die Fertigung defekter Produkte vermieden werden kann. www.takisawa.com.tw „WIR SEHEN UNS ALS PIONIER AUF DEM GEBIET DER METALLUMFORMUNG“ Seyi hat sich weltweit auf dem Gebiet technischer Lösungen für die automatisierte Produktion von Stanzpressen von 25 bis 2 400 t eine führende Position erarbeitet. Während die Fertigungsstätten in Taiwan und China beheimatet sind, erstrecken sich die Vertriebsaktivitäten ausgehend von Europa über die Vereinigten Staaten und Thailand bis hin nach Mexiko und die ganze Welt. Seyi bietet dabei nicht nur Pressen, sondern auch Peripheriegeräte wie Zuführmaschinen, Transfer- und Werkzeugwechseleinrichtungen, Produktstapelausrüstungen sowie Zusatzausrüstungen als sogenannten „Total Solution“ – Service. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen besonders den neuen Herausforderungen durch die zunehmende Vernetzung von Maschinen und Systemen gestellt und einige Entwicklungen im Rahmen von Smart Manufacturing auf den Markt gebracht. Die zunehmende Vernetzung von Maschinen und Systemen ist allgegenwärtig. Wie sehen Sie die Zukunft der intelligenten Fabrik? Alle Maschinen in einer Fabrik, die über das Internet miteinander kommunizieren sind ein anhaltender Trend im Fertigungsbereich, obwohl der Grad der Vernetzung je nach Infrastruktur und Ressourcen unterschiedlich sein kann. Große Industrieunternehmen wie Siemens und Bosch agieren als Vorreiter einer Industrie 4.0 und sind in der Lage vollautomatisierte Produktionsprozesse zu realisieren, die fern ab unserer Vorstellungskraft liegen. Nicht viele Unternehmen können dieses Ziel erreichen, denn gerade kleine und mittelständische Betriebe operieren heute noch zwischen einer Industrie 2.0 und Industrie 3.0. Das heißt natürlich schon, dass auch sie zu einem gewissen Grad standardisierte Prozesse automatisieren. Dennoch spielen Arbeitskräfte immer noch eine wesentliche Rolle. In einer Industrie 4.0 fordert der Markt kontinuierliche Verbesserungen und Fertigung ab Losgröße 1. Wenn wir über die Zukunft der intelligenten Fabrik sprechen, werden wir aus unseren jüngsten Erfahrungen am Beispiel eines Pressenwerks für unsere Kunden zunächst eine Blaupause erstellen, in der ein Konzept für eine intelligente Stanzlösung implementiert wird. Wir bieten hierfür essentielle Funktionen wie Maschinenund Produktionsüberwachung, Echtzeit-Datenvisualisierung sowie Mobilitätsmanagement mit mobilen Applications (Apps). Neben einem intelligenten Gesamtkonzept unterstützen wir unsere Kunden auch hinsichtlich Kapazitätsplanung und Ressourcen- Managment. Schließlich stellen wir die Stanzlinie mithilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz effizient ein, optimieren die Produktionsparameter und stellen damit letztendlich eine hohe Produktqualität sicher, automatisiert und nachhaltig. Wie sollte ein modernes Managementsystem für die intelligente Fertigung aussehen und wie optimiert es den Produktionsprozess? Auch hier soll unsere intelligente Stanzlösung als Beispiel dienen. Ein zentrales Steuerungssystem der Pressen maschine liefert via Internet der Dinge sämtliche Daten über den Zustand der Presse und der peripheren Maschine, die in einer Datenbank gesammelt werden. Parallel werden alle Produktionsdaten überwacht. Wenn abnormale Probleme auftreten, z. B. die Tonnage über die Einstellung hinaus geht, löst das System automatisch einen Alarm aus und informiert das Betriebsteam. Neben der Tonnage werden auch der Status von Motoren, Temperatur, Schmierung, Stromverbrauch und Werkzeugen genau überwacht. Dadurch können wir eine vorbeugende Wartung erreichen und die Lebensdauer der 12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 01/2021 www.industrielle-automation.net

INTERVIEW I SZENE Maschinen verlängern. Durch den Einsatz von Realtime- Fern dia gnose-Systemen, künstlicher Intelligenz (KI) sowie von Kundendienstrobotern wird die Zeit der Fehlerbehebung weitgehend eingespart und die Produktionseffizienz erhöht. Dies ist die erste Stufe auf dem Weg zur smarten Fabrik, die wir „intelligente Maschinen“ genannt haben. Die zweite Ebene ist die „intelligente Produktion“, basierend auf Big Data und KI-Technologie. Das Back-End-Managementsystem wird lernen, wie der optimale Produktionsplan auf der Grundlage des Zustands der Werkzeuge, der prozessintegrierten Teile und der Prozessansätze ausgeführt werden kann. Das System muss mit den IT-Systemen der Kunden wie ERP oder MEP integriert werden, um die Materialinformationen und die Produktionsplanung aufeinander abzustimmen. Das System kann auch die statistischen Berichte auf Grundlage der Datensammlung generieren, damit das Management den täglichen/monatlichen Produktionsstatus beobachten kann und daraus die Gesamtanlageneffektivität (OEE) weiter verbessern kann. Um diese schwierige Implementierung zu erreichen, müssen Pressen, Peripheriegeräte und Werkzeuge integriert sein. Damit steht einer hocheffizienten und flexiblen Produktion nichts mehr im Wege – und wir liefern die Grundlagen dafür. Durch die Integration eines Überwachungs-, Management- und Steuerungssystems in Pressen und Peripheriegeräte führen Sie auch Studien gemeinsam mit Akademien durch. Was ist das Ziel? Mithilfe von Studien in akademischer Zusammenarbeit entwickeln wir gemeinsam mit Kunden neue Systemlösungen für die intelligente Produktion in der zukünftigen Druckmaschinenindustrie. Seyi hat mit mehreren Akademien und Forschungsinstituten im Bereich der intelligenten Produktion zusammengearbeitet. Als Lieferant von Druckmaschinenausrüstung ist, ehrlich gesagt, die Softwareentwicklung und Anwendung der Informationstechnologie nicht unsere Hauptstärke. Dennoch ist die Hardware- und Software- Bild: SEYI Machinery SHIEH YIH Machinery Industry Co., Ltd. Integration im Rahmen des Industrie-4.0-Konzepts sehr wichtig und entscheidend. Wir müssen mit den Technologien heutzutage sehr schnell aufholen. Diese Institute haben viele Kompetenzen und neueste Forschungsergebnisse im Bereich intelligenter Lösungen und fortgeschrittener Technologien wie künstliche Intelligenz, Big Data, Internet der Dinge. Auf der anderen Seite verstehen wir bei Seyi, was die Industrie braucht und was die Erwartungen der Kunden sind. Daher können beide Seiten auf unterschiedliche Weise ihren Beitrag leisten und den Kunden geeignete Lösungen anbieten. www.seyi.com IMPRESSUM erscheint 2021 im 33. Jahrgang, ISSN: 2194-1157 REDAKTION Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni), Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de (verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV) Redakteurinnen: Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de Vanessa Weingärtner (Vol.) (wv), Tel.: 06131/992-352, E-Mail: v.weingaertner@vfmz.de Redaktionsassistenz: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, Ulla Winter, Tel.: 06131/992-347, E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de, (Redaktionsadresse siehe Verlag) GESTALTUNG Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe SALES Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Anzeigendisposition: Heike Rauschkolb, Tel.: 06131/992-241, E-Mail: h.rauschkolb@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 33: gültig ab 1. Oktober 2020 LESERSERVICE vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). Preise und Lieferbedingungen: Einzelheftpreis: € 12,50 (zzgl. Versandkosten) Jahresabonnement Inland: € 62,- (inkl. Versandkosten) Jahresabonnement Ausland: € 68,- (inkl. Versandkosten) Abonnements verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden. VERLAG Vereinigte Fachverlage GmbH Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz Postfach 100465, 55135 Mainz Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100 E-Mail: info@vfmz.de, www.vereinigte-fachverlage.de Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz Umsatzsteuer-ID: DE149063659 Ein Unternehmen der Cahensly Medien Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Matthias Niewiem Gesellschafter: P.P. Cahensly GmbH & Co. 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