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INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2020

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2020

IM FOKUS Das sollten Sie

IM FOKUS Das sollten Sie nicht verpassen... www.messe-stuttgart.de Vom 10. bis 12. November 2020 findet in Stuttgart zum 29. Mal die Messe Vision statt. Die internationale Fachmesse informiert Besucher und Interessierte über aktuelle Trends und Neuheiten aus dem Bereich der Bildverarbeitung. Neben etablierten Vision-Ausstellern wie Basler, Cognex, IDS, MVTec, SVS-Vistek oder Stemmer Imaging, werden auch neue Namen die Fachmesse bereichern. Darüber hinaus habe sich die Branche auch technologisch weiterentwickelt. „Wesentliche Fortschritte konnten seitdem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Embedded Vision, Polarisation und Hyperspectral Imaging erzielt werden“, erklärt Florian Niethammer, Vision- Projektleiter. Welche Anwendungen derartige Systeme in den verschiedensten industriellen und nicht-industriellen Einsatzfeldern inzwischen erlauben, zeigen u. a. die Aussteller Arrow, Inspekto, deepsense.ai, Lucid Vision Labs, LuxFlux oder The Imaging Source. Niethammer rechnet insgesamt mit rund 500 ausstellenden Unternehmen zu Veranstaltungsbeginn. Schnell und ganz kompakt: Folgen Sie uns bei Twitter twitter.com/inautomation Mehr News rund um die Automatisierung: industrielle-automation.net Wir sind Medienpartner des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e. V. Seien Sie dabei, wenn im Mai Experten und Anwender aus aller Welt in Graz auf der Conference on Hyperspectral Imaging in Industry zusammenkommen. Just follow the white rabbit and step into: www.chii2020.com Wissen ist Macht – nichts wissen macht nichts? Knapp zehn Jahre nach einer gleichlautenden Kolumne sind die Einsatzmöglichkeiten der Bildverarbeitung vielfältiger, der Übergang zu I4.0 wird vollzogen und die “digital Natives” sind im Berufsfeld der Bildverarbeitung angekommen. Fast alles ist bei ihnen nur einen Wisch weit entfernt. Netzzugang ist die unverhandelbare Grundlage allen Tuns und zudem Schnittstelle zur Wissensauslagerung. Ihre digitale Sozialisation lässt sie technische Herausforderungen ganz anders lösen als die Technikaffinen meiner Generation. Wollten wir alles ganz genau verstehen und wissen, gilt heute ein anderer Pragmatismus: Hauptsache es funktioniert irgendwie und das möglichst schnell. Trial & Error ist salonfähig. Und bei Fehlschlägen hat das Netz noch immer eine Lösung parat, natürlich auch für Bildverarbeitungsthemen. Unwohlsein macht sich breit und ich frage mich, ob wohl auch Brücken und Flugzeuge nach diesen Denkmustern entwickelt und konstruiert werden. Es hat sich grundlegend etwas geändert. Was früher undenkbar war ist Normalität geworden: Dinge funktionieren (oder auch nicht), keiner weiß wie und warum, und es interessiert keinen! Den Dingen auf den Grund gehen, technische Neugier entwickeln, Erkenntnisdrang nachgehen, sich auf unbekanntem Gebiet durchbeißen – all das ist in der Komfortzone verkümmert. Sich anstrengen und auch mal quälen müssen – unvorstellbar für viele young professionals. Hauptsache die Life-Work-Balance stimmt. Ein Wohlstandsproblem, Kapitulation vor der komplexen Welt, oder auch Schuld von uns “Alten”? Schwer auszumachen. Leidtragend sind auf jeden Fall wissensintensive Technologien wie Bildverarbeitung, bei denen man fachlich komplex unterwegs sein muss und eben nicht nur download, copy & paste tippen muss. Breites, grundlegendes naturwissenschaftlich-technisches Allgemeinwissen erfassen, be- und verarbeiten, kritisch bewerten, ana lysieren will richtig gelernt sein und setzt Eignung voraus. In Pisa-Studien rangieren Deutschlands Schüler noch immer nur im Mittelfeld. Doch wer permanent an Bildung spart und stattdessen mit staatlichen Vorgaben 60 % aller jungen Menschen mit einem Abitur adeln will, wird nur mit gesenktem Niveau Erfolge vermelden können. Was dabei entsteht, ist vor allem Mittelmaß. Die akademische Berufslaufbahn “für alle” funktioniert nicht! Und die Einsicht macht sich breit: Den Fachkräftemangel produzieren wir uns selbst! Wir suchen und fördern keine Talente, wir erzeugen sie in einem Verwaltungsvorgang auf dem Papier. Typisch deutsch! Dipl.-Ing. Ingmar Jahr, Manager Training & Support Ihr Ingmar Jahr bei der evotron GmbH in Suhl 38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2020

EDITORIAL Moderne Kunst Künstliche Intelligenz, Deep Learning und Hyperspectral Imaging sind Verfahren, die in den letzten zwei Jahren ein Menge Dynamik in die Bildverarbeitung gebracht haben. Und das ist gut so. Denn in der zukünftigen Industrie 4.0 wird Bildverarbeitung eine wichtige Rolle spielen. Zwar ermöglichen heutige Vision-Systeme schon eine automatisierte 100%-Qualitätskontrolle von gefertigen Produkten. Neue Verfahren der hyperspektralen Bildgebung können jedoch noch viel mehr. Denn sie nutzt nicht nur drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend und spielt daher ihre Stärken in der Oberflächen- und Schichtinspektion von Lebensmitteln, in der Farbsortierung von Kunststoffen oder in der Bestimmung molekularer Strukturen aus. Neben industriellen Anwendungen ermöglichen uns moderne Vision-Systeme aber auch ganz andere Einblicke: Mit einer 5D-Technologie lassen sich Kunstwerke auf eine komplett neuartige Weise und in bislang ungekannter Detailgenauigkeit betrachten (ab Seite 42). Und was uns in Zukunft noch erwartet, darauf dürfen wir sicher sehr gespannt sein. Nicole Steinicke Update... Maschinelles Lernen für 3D-Bildgebung ist ungleich aufwendiger als für 2D. Denn die Datenmengen sind deutlich größer und Bildgewinnung und -auswertung sind unmittelbar miteinander gekoppelt. Während sich in medizinischen Anwendungen 3D-bildgebende Verfahren etabliert haben, beginnt sich diese in der Industrie erst richtig zu entwickeln. Um hier den Wissenstransfer zwischen medizinischer und industrieller Bildverarbeitung zu fördern, können sich Interessierte auf dem 74. Heidel berger Bildverarbeitungsforum (3. März 2020) informieren. Im Fokus steht das Thema „Maschinelles Lernen für die 3D-Bildgebung und -modellierung“. Veranstaltungsort ist Dentsply Sirona in Bensheim. Nähere Programmdetails finden Sie unter: http://bit.ly/31vwCa6. www.bv-forum.de Bild: Fotolia/jotily B I L D V E R A R B E I T U N G F Ü R T E C H N I S C H E , W I S S E N S C H A F T L I C H E U N D I N D U S T R I E L L E A N W E N D U N G E N Matrox Industrie PCs Vision & Automation n 19“ Rack, Box und lüfterlose Embedded IPCs drei unterschiedliche Plattformen in der neuesten Generation n robuste Technologie mit hoher Leistung industrial-grade Komponenten für höchste Zuverlässigkeit n Lifecycle-Managed und Langzeit-Verfügbar streng kontrolliertes Produkt-Change-Management für höchste Planungssicherheit RAUSCHER Telefon 0 8142/4 48 41-0 · Fax 0 8142/4 48 41-90 eMail info @ rauscher.de · www.rauscher.de

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