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Industrielle Automation 1/2019

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Industrielle Automation 1/2019

Messe Vision erzielte

Messe Vision erzielte Rekordergebnis Fachmesse für Bildverarbeitung kann erstmals fünfstellige Besucherzahlen nachweisen Mit 11 106 Fachbesuchern und einem Plus von 14 Prozentpunkten zur Vorveranstaltung erzielte die Vision 2018 unter dem Motto „Be Visionary“ einen neuen Besucherrekord. Der Anteil an Besuchern, die aus dem Ausland zur Vision nach Stuttgart reisten, stieg auf einen Rekordwert von 47 Prozent. Diesjährige Trends der Bildverarbeitung waren Themen wie Embedded Vision, Hyperspectral Imaging und Deep Learning. Auch unser Redaktionsteam war vor Ort und hat an den drei Tagen rund 39 Messevideos produziert. Schauen Sie doch mal rein unter: www.industrielle-automation.net/category/vision/. Auch international gewinnt die Messe Vision 2018 weiter an Relevanz – das zeigen die Zahlen zur Eröffnung der 28. Weltleitmesse für Bildverarbeitung. So präsentierten sich in Stuttgart in diesem Jahr rund 472 Aussteller aus 31 Ländern – 2016 waren es noch 440. Der Anteil ausländischer Aussteller ist gleichzeitig um drei Prozentpunkte auf ca. 60 % gewachsen. Die am stärksten vertretenen Nationen waren wie in der Vergangenheit die USA mit 44 Ausstellern sowie die Volksrepublik China mit 35 Ausstellern. Florian Niethammer, Projektleiter der Vision: „Wir freuen uns sehr, dass wir unser selbst gestecktes Ziel von 450 Ausstellern übertreffen konnten. In diesem Ergebnis spiegelt sich die positive Branchenentwicklung deutlich wider.“ Neben dem Trend zu mehr Internationalisierung zeigte sich durch den hohen Neuausstelleranteil von 25 % auch die aktuelle Dynamik in der Bildverarbeitungsbranche. „Das passte zu unserem diesjährigen Motto Be Visionary“, so Niethammer. „Ein Apell, mit dem wir Aussteller, aber auch Besucher der Vision 2018 dazu anregen wollten, in Zukunft weiterhin mutig, visionär und revolutionär zu denken und zu handeln.“ Auch der ideelle Träger der Messe, der VDMA Industrielle Bildverarbeitung, bewertet die Entwicklung der Branche als Erfolgsgeschichte: „Die Vision ist die Welt- leitmesse der Branche und war drei Tage der Puls für die Bildverarbeitung. Vor allem die Qualität der Gespräche und das große Besucherinteresse an konkreten Lösungen waren beeindruckend“, sagt Dr. Klaus­ Henning Noffz, CEO Silicon Software GmbH und Vorsitzender des Vorstands der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung. Vernetzung erschließt neue Märkte Für eine grenzüberschreitende Vernetzung von Unternehmen innerhalb der zunehmend internationalisierten Branche setzte sich die Matchmaking-Initiative „Business Beyond Borders“ (BBB) ein, die in diesem Jahr erstmals mit der Vision kooperierte. Die von der Europäischen Kommission geförderte Maßnahme unterstützt vor allem KMU und Cluster bei der Suche nach internationalen Geschäftspartnern und bei der Erschließung neuer Märkte. „Die Vision ist eine von zehn Messen in strategisch relevanten Zukunftsbranchen in Europa und weltweit, während derer das BBB-Programm teilnehmende Unternehmen bei der Internationalisierung unterstützt. Aufgrund des hohen Internationalitätsgrades der Messen in Europa sind diese ein effizientes Sprungbrett, speziell für KMU“, erklärt 40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2019

V. l. n. r.: Florian Niethammer, Projektleiter Vision, Landesmesse Stuttgart GmbH, Barbara Weizsäcker, Generalsekretärin EMECA und European Exhibition Industry Alliance, Dr. Klaus-Henning Noffz, Vorsitzender, VDMA Industrielle Bildverarbeitung und CEO, Silicon Software GmbH Barbara Weizsäcker, Generalsekretärin von EMECA und der European Exhibition Industry Alliance. Dank der Matchmaking- Meetings bei den vorangegangenen BBB- Events verhandeln momentan 687 Unternehmen einen Partnerschaftsvertrag oder haben bereits einen abgeschlossen. Neue Technologieansätze machen Branche greifbar Adaptive Vision, ein Anbieter von Deep- Learning-Lösungen, repräsentierte einen Megatrend der Messe. Laut Geschäftsführer Michał Czardybon ist die Deep-Learning- Technologie dabei, einen großen Einfluss auf die Bildverarbeitungsindustrie zu nehmen. „Besucher, die an unseren Stand kamen, konnten Live-Demos sehen, die zeigten, dass die Technologie bereit ist, sofort eingesetzt zu werden. Unser Produkt hat sich in diesem Jahr bereits in zahlreichen Anwendungen bewährt. Der wichtigste Punkt in Verbindung mit dem industriellen Einsatz von Deep Learning ist, dass durch einfaches Trainieren ein hohes Maß an Aufwand und Fachwissen entfällt, das bei traditionellen bildgebenden Systemen nötig ist, um Lösungen für komplexe Anwendungen zu entwerfen. Das wochenoder sogar monatelange Erstellen von Algorithmen ersetzen wir durch einfaches Trainieren des Systems.“ Hyperspectral Imaging war ein weiterer Trend auf der Vision 2018. Tapio Kallonen, CEO von Specim aus Finnland, beschreibt die Evolution dieser Technologie so: „Bis heute war das Problem bei der Anwendung von Hyperspectral Imaging, dass nur Rohdaten geliefert wurden, die keinem der Industrieanwender eine Lösung boten. Unser Ziel bei Specim ist es, Hyperspectral Imaging einfach zu gestalten. Wir wollen die Hürden abbauen und die hohen Anforderungen an Spezialkennt nisse, die nötig sind, um Hyperspectral Imaging im industriellen Umfeld einzu setzen. Wir haben mit Fernerkundung und Umweltüberwachung begonnen und mit unserem Fachwissen aus diesen Bereichen haben wir in den vergangenen Jahren stark in die industrielle Anwendung robuster Kameras investiert.“ Darüber hinaus gibt Kallonen auch seine persönliche Einschätzung für die Zukunft der Messe ab: „Wir hatten viele interessante Besucher an unserem Stand hier auf der Vision 2018. Viele von ihnen hatten ihre Muster direkt in der Tasche. Das war spannend, weil wir mit einem Test direkt an unserem Stand prüfen konnten, wie Hyperspectral Imaging ihnen helfen könnte. Das allein war schon Grund genug, hier in Stuttgart zu sein.“ Fotos: Messe Stuttgart www.messe-stuttgart.de/vision Für1.1" Sensoren und trotzdem nur 39 mm im Durchmesser Die neue Fujinon CF-ZA Serie. Kleine Größe, große Ideen Speziell für 1.1" Sensoren entwickelt, bietet die neue CF-ZA Serie ein Auflösungsvermögen von 2.5 µm Pixelgröße und konstant helle Bilder von der Mitte bis zum Rand – ohne Vignettierung. Und das bei allen sechs Modellen mit Brennweiten von 8 mm bis 50 mm. Mehr auf www.fujifilm.eu/fujinon. Fujinon. Mehr sehen. Mehr wissen.

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