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Industrielle Automation 1/2019

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Industrielle Automation 1/2019

IM FOKUS Intelligent,

IM FOKUS Intelligent, digital, vernetzt Weit gefehlt: Hier geht es nicht um junge Leute, Smartphone oder Livestyle. Es ist die erfreuliche Nachricht, dass der digitale Intelligenzgrad von LED-Beleuchtungen in der industriellen Bildverarbeitung unaufhaltsam steigt! Die letzte analoge Bastion der Bildverarbeitung wankt und wird bald fallen. Und das zwangsläufig. Denn ohne digitale Beleuchtungsintelligenz bleibt es in Zukunft in der Bildverarbeitung duster. Drei Jahre nach einer ähnlichen Kolumne zum Thema Bildverarbeitungslicht nehmen IIoT und Industrie 4.0 immer mehr Gestalt an. Die technischen Details sind klarer und die Möglichkeiten weiter geworden. Das lässt die Smart Lights von damals schon heute ziemlich alt aussehen. Die Beleuchtungen sind vernetzte digitale Einheiten geworden, bei denen sich der Controller an die Beleuchtung anpasst. Kalibrierte Sensorkombinationen liefern in kurzen Abständen aktuelle Werte von Helligkeit, Strömen und Temperatur. Und der Controller sorgt für konstante Helligkeit. Trotz schwankender Parameter, alternder oder gar typverschiedener LEDs! Endlich ist eine reproduzierbare und kopierbare Einstellung von BV-Anlagen in Sekunden möglich. Der bisher notwendige erneute Nachweis der Prüfmittelfähigkeit nach jeder Wartung und Instand haltung kann künftig entfallen. Zeitverschwendung dieser Art kann sich heute keiner mehr leisten. Auch kann die Serienfähigkeit von Maschinen nur gewährleistet werden, wenn Beleuchtungen mit identischer Helligkeit jederzeit produziert und nachgeliefert werden können. Auch nach Jahren, selbst wenn ganz andere LED-Typen Stand der Technik sind. Denn die Industrie 4.0 baut auf wiederholbare und definierte Helligkeitseinstellungen, um sich auf ständig wechselnde Produkte einstellen zu können. Und das sogar bei Stückzahl 1. Nicht zuletzt liefern intelligente, digitale und vernetzte Beleuchtungen den „Stoff“, aus dem die Qualität gemacht ist: Prozessdaten von Beleuchtungen sind der Kern von Qualitäts bewertung und Rückverfolgbarkeit. Folgerichtig macht das Thema Datensicherheit auch vor digitalen Beleuchtungen nicht halt. Digitale vernetzte Beleuchtungen müssen vor Manipulation und Datendiebstahl geschützt sein. Dass eine Beleuchtung gehackt worden ist, klingt vielleicht lustig, ist aber für Qualität und Rückverfolgbarkeit eine Katastrophe. Stichwort: Geschwindigkeit. Auch da passen digitale Beleuchtungen ideal zur schnellen Produktionstechnik von heute. Wenn es sein muss, blitzt die Beleuchtung synchron und exakt gleich hell in µs-Länge und das 500 000 Mal/s. Da sehen kondensatorgetriebene Analogbeleuchtungen aus der alten Technikwelt echt alt aus ... Ihr Ingmar Jahr Dipl.-Ing. Ingmar Jahr ist Schulungsleiter der Vision Academy in Erfurt „Vibrant Venice“ Kamera wird wie ein Pinsel geführt Das Bild „Vibrant Venice“ des Münchner Fotografen Sebastian Krawczyk hat den Award der Framos Young Art Collection 2018 erhalten. Als Teil der Serie „Blurred Lines“ wird das Foto zum Gemälde. Der digitale Abzug kommt einer Leinwand gleich, Punkte lösen sich in Striche auf, Farben mischen sich untereinander und Flächen sind mit feinen Schraffuren durchzogen. Die Kamera wird wie ein Pinsel geführt, manuelle Voreinstellungen lassen eine fotorealistische, malerische Umsetzung entstehen. Das Werk wurde in der kanadischen Niederlassung des Münchner Bildverarbeitungsexperten in Ottawa aufgehängt. Als globaler Partner für Vision- Lösungen unterstützt Framos mit der Young Art Collection seit 2011 aufstrebende Künstler. Wo tagtäglich Ingenieure und Vision-Spezialisten Lösungen für die Automatisierung und Digitalisierung finden, wird im Büro mit moderner Architektur und fotografischen Kunstwerken die Brücke zwischen Techno - logie und Kunst geschlagen. www.framos.com Modifiziertes Optris-Logo betont Stellenwert von Kameras Optris änderte zum 1. Januar 2019 die Subline ihres Logos: aus „optris - infrared thermometers“ wurde „optris - infrared measurements“. Abgebildet sind damit neben Infrarot-Thermometern auch -Kameras. Die Änderung wurde vollzogen, da die Produktgruppe der Infrarot-Kameras mittlerweile fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht. In deren Entwicklung und Herstellung ist das Unternehmen vor rund zehn Jahren eingestiegen. „Hohe Qualität zu zeitgemäßen Preisen, insbesondere für den stationären industriellen Einsatz, dort wo thermische Prozesse stattfinden, wo es also hohe Umgebungstemperaturen, staubige Luft und starke elektromagnetische Störfelder gibt“, umschreibt CEO Dr. Ulrich Kienitz die nach wie vor gültige Preis-Leistungs-Strategie. Kennzeichnend für die Infrarot-Kameras sind eine kompakte und robuste Ausführung sowie unterschiedlichste technische Parameter für branchenspezifische Einsätze. Das Einstiegsmodell Xi 80 ist für unter 1 000 EUR zu haben. www.optris.de 38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2019

Nur ein Hype? Die Branche spricht immer häufiger über Embedded Vision, das war nicht nur auf der Messe VISION im Herbst 2018 zu spüren, sondern auch bei vielen meiner Gespräch mit Experten. Und nur selten wurde in der Vergangenheit einer Technologie so viel Potenzial zugesprochen. Aber steht die industrielle Bildverarbeitung wirklich vor einem Umbruch oder ist Embedded Vision auch wieder nur ein Hype? Wenn wir ganz ehrlich sind, konnten wir bereits vor über 15 Jahren die ersten Ansätze solcher Systeme bei den Herstellern finden. Nur fanden diese damals wenig Anklang, weil die Zeit noch nicht reif war und viele weitere Technologien, die zur endgültigen Umsetzung notwendig sind, schlichtweg noch nicht vorhanden waren. Nun sind sie da und ich bin sicher, dass sich Embedded-Vision-Systeme überall dort durchsetzen werden, wo ihr Einsatz sinnvoll ist. Ob dann in weiteren 15 Jahren nicht schon wieder ganz andere Technologien „hype“ sind, steht in den Sternen. Dirk Schaar d.schaar@vfmz.de Das sollten Sie nicht verpassen... Die EMVA 17. Business Conference in Kopenhagen (16. - 18. Mai 2019) wird die zentrale Veranstaltung für die Machine Vision Community in diesem Jahr sein. Die Konferenz bietet hochkarätige Vorträge, Networking-Möglichkeiten und Treffen mit Managern und technischen Experten der Branche, einschließlich vorab vereinbarter persönlicher Treffen. Die Teilnehmer erwartet eine Mischung aus attraktiven Vorträgen und Präsentationen zu den Themen Management, Wirtschaft, Innovation, Marketing und Technologietrends. www.emva.org 13% Zahl des Monats English Corner: Thermal-based condition monitoring solution for manufacturing companies wuchs die Branche im Schnitt in den Jahren 2013 - 2017 From process manufacturing applications to complex processes in utilities, it is important to guarantee functioning of all machinery. Condition-based maintenance systems help to maximize yield and quality, while decreasing unscheduled maintenance. A Taiwanese technology integrator has developed a condition monitoring solution for these companies, based on a thermal imaging sensor of Flir. http://bit.ly/2DNfh2d B I L D V E R A R B E I T U N G F Ü R T E C H N I S C H E , W I S S E N S C H A F T L I C H E U N D I N D U S T R I E L L E A N W E N D U N G E N Version 2.0 Matrox Rapixo Framegrabber für CXP-6 und CXP-12 CoaXPress Version 2.0 CXP-6 und CXP-12 Linkspeed bis zu 12.5 Gbps pro Link 100% kompatibel zu CXP Version 1.1.1 High-Speed und High-Reliability bis zu 4 CXP-6 bzw. CXP-12 Links Link-Aggregation für bis zu 5 GB/s bis zu 8 GB onboard Memory und PCIe 3.1 x8 optionales FPGA Processing FPGA für kundenspezifische Funktionen Entwicklung als Service oder mit Matrox FDK robustes Design lüfterlos für wartungsfreien Dauerbetrieb langzeitverfügbar, Life-Cycle Management RAUSCHER Telefon 0 8142/4 48 41-0 · Fax 0 8142/4 48 41-90 eMail info @ rauscher.de · www.rauscher.de

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