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Industrielle Automation 1/2019

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Industrielle Automation 1/2019

INDUSTRIELLE

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION Intelligent kombiniert Wie Automatisierungskonzepte zur Produktivitätssteigerung im Schaltschrankbau führen Software-Konzepte, Schaltschrank- Systemtechnik und Maschinen zur Automatisierung der Produktion haben hohe Reifegrade erreicht. Lässt sich dennoch die Effizienz weiter steigern? Antworten liefern zwei Unternehmen, die anhand eines ganzheitlichen Konzepts ein optimales Zusammenspiel der einzelnen Prozessschritte möglich machen. So lassen sich zum Beispiel die Fertigungs- und Montagezeiten im Bereich der Schaltschrank- Verdrahtung reduzieren. Birgit Hagelschuer ist Pressesprecherin bei der Eplan Software & Service GmbH & Co. KG in Monheim am Rhein Ende des vergangenen Jahres präsentierten die Lösungsanbieter Eplan und Rittal mehrere Neuerungen im Bereich des Schaltschrankbaus: Beide Unternehmen legten im Rahmen der Entwicklungen den Fokus auf die Digitalisierung und Automatisierung der Wertschöpfungskette. Im Vordergrund stand dabei die zentrale Frage, wie sich Fertigungs- und Montagezeiten in der Verdrahtung reduzieren lassen. Durch die Verknüpfung von Engineering und Produktion entwickeln beide Hersteller optimal aufeinander abgestimmte Kombinationen von Software-Lösungen, Systemtechnik, Maschinen und Dienstleistungen. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Ganzheitliche Lösungen ermöglichen auch die ganzheitliche Steigerung von Produktivität und Effizienz im Produktherstellungsprozess und darüber hinaus. So bietet z. B. die Software Eplan Electric P8 Möglichkeiten zur Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von elektrotechnischen Automatisierungsprojekten. Die automatische Erstellung detaillierter Auswertungen auf Basis der Schaltpläne vervollständigt als integraler Bestandteil die umfassende Dokumentation und versorgt nachgelagerte Projektphasen wie Fertigung, Montage, Inbetriebnahme und Service mit den erforderlichen Daten. Engineering-Daten aus weiteren Projektbereichen können über die Schnittstellen der CAE-Software ausgetauscht werden und stellen somit die Durchgängigkeit und Integration über den kompletten Produkt-Entstehungsprozess sicher. Elektrotechnische Verbindungen frühzeitig mit einplanen Mit rund 50 % des Arbeitsaufwandes stellt das Verdrahten den größten Anteil am Gesamtaufwand zur Erstellung eines Schaltschranks dar. Gelingt es, die erforderlichen Verbindungen bereits in der Planungsphase “vorzudenken“, so lässt sich dieser Arbeitsschritt signifikant beschleunigen. Alles, was Digitale Assistenzsysteme unterstützen den Verdrahter in seiner realen Arbeitsumgebung 22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2019

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION in der Elektrokonstruktion vorgedacht wurde – also die elektrotechnischen Verbindungen, die funktional definiert wurden – wird in der Software Eplan Pro Panel in seiner physikalischen Ausprägung geplant. Der neue Drahtkonfektionier-Vollautomat Wire Terminal WT von Rittal ermöglicht eine acht Mal schnellere Konfektionierung der Drähte im Vergleich zum manuellen Prozess. Verfügbar in den Varianten WT24 und WT36 sorgt der Drahtkonfektionierer für mehr Einfachheit und Flexibilität. Ohne Umrüstung können bis zu 24 bzw. 36 unterschiedliche Drähte in den Querschnitten von 0,5 bis 2,5 mm² vollautomatisiert produziert werden. Die Drähte, die im Montageaufbau mit Eplan Pro Panel geplant wurden, werden vollautomatisiert konfektioniert, d. h., dass sich die Arbeitsschritte Ablängen, Abisolieren und Crimpen ohne manuelles Eingreifen durch einen Mitarbeiter durchführen lassen. Darüber hinaus kann das optional erhältliche Drucksystem die Drähte direkt bedrucken. Die so konfektionierten Drähte werden mit einem patentierten, gesteuerten Ordnungssystem an die nachgelagerten Prozessschritte übergeben. Nun lässt sich aufgrund der Flexibilität des Wire Terminals WT die Konfiguration so gestalten, dass die zu produzierenden Drähte einer gewissen Reihenfolge unterliegen. Diese Reihenfolge wird im softwarebasierten Assistenzsystem Eplan Smart Wiring wiedergegeben. Die vorgefertigten Drähte werden einfach der Reihe nach aus den bereitstehenden Drahtmagazinen entnommen und synchronisiert in der Reihenfolge, die Eplan Smart Wiring aufzeigt, entsprechend verdrahtet. Applikationsspezifisch auch für mobile Endgeräte Die manuelle Konfektionierung von Drähten und die Verdrahtung mithilfe digitaler Assistenzsysteme lässt sich mit Eplan Smart Wiring durchführen. Die Software stellt auf Basis eines digitalen Prototyps alle Informationen für den Verdrahter bereit. Sie visualisiert den Verdrahtungsprozess klar strukturiert, auch auf Mobile Devices. Ganzheitliche Lösungen ermöglichen auch die ganzheitliche Steigerung von Produktivität und Effizienz im Produkt herstellungsprozess und darüber hinaus. Thomas Weichsel, Leiter Produktmanagement Eplan Plattform Dieser Arbeitsprozess ist synchronisiert mit der vom Wire Terminal WT ausgegebenen Konfektion: Draht 1 im Wire Terminal WT von Rittal ist Draht 1 in Eplan Smart Wiring. So kann der Verdrahter Stück für Stück die Aufgaben „abarbeiten“. Und wo Vollauto maten an ihre Grenzen stoßen, können Halbautomaten beispielsweise zur Ablängung direkt mit Informationen von Eplan versorgt werden. Bilder: Eplan, Rittal www.eplan.de www.rittal.de IMPRESSUM erscheint 2019 im 32. Jahrgang, ISSN: 2194-1157 Redaktion Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar, Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de Chefredakteurin: Dipl.-Ing. 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