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Industrielle Automation 1/2017

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Industrielle Automation 1/2017

Ein Unternehmen mit

Ein Unternehmen mit vorausschauenden Lösungen Der Digitalisierungsgrad im deutschen Mittelstand ist sehr unterschiedlich: Viele Unternehmen wissen nicht einmal, welche ihrer Maschinen gerade in Betrieb sind. Produktionsplanung ist eine Sache, die Realität in der Fabrikhalle aber oft eine andere! Die schrittweise und wirtschaftliche Herangehensweise von Dynamic Components hilft Unternehmen durch einen gesamtheitlichen Blick auf die Produktion, Stillstandzeiten zu vermeiden und Engpässe frühzeitig zu erkennen. Mit Sensorlink, einem Baukastensystem aus Sensoren, Datenverarbeitungssystemen und Software zur Auswertung, können schnell zusätzliche Maschinendaten gewonnen und nutzbar gemacht werden. Dynamic Components beschäftigt sich damit, wie bestehende Maschinen und Anlagen fit für die zukünftigen Herausforderungen durch Industrie 4.0 bzw. das industrielle Internet der Dinge gemacht werden können. Ein wesentlicher Aspekt stellt hierbei die wirtschaftliche Erfassung, Aufbereitung, Visualisierung und Analyse von Maschinendaten dar. Das Unternehmen Dynamic Components, ein Spin-off des Münchner Forschungsinstituts Fortiss, beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit Softwaretechnologien für die Produktionstechnik von morgen. Die am Fortiss erforschte Technologie wird nun von Dynamic Components kommerzialisiert. Die vier Gründer Dr. Michael Geisinger, André Leimbrock, Dr. Hauke Stähle und Benjamin Wiesmüller (im Bild von links nach rechts) waren zuvor alle Mitarbeiter am Fortiss und haben dort die Basistechnologie entwickelt bzw. in diesem Bereich promoviert. Das erste Produkt des Münchener Startups ist Sensorlink, ein Baukastensystem aus verschiedenen Sensoren, Systemen zur Datenverarbeitung sowie Software zur Visualisierung und Analyse. Die einzelnen Bestandteile des Baukastensystems werden auf den jeweiligen Einsatzzweck optimiert. In kleinen Schritten ist es so möglich, existierende Maschinen und Anlagen zu digitalisieren. Sensorlink zielt vor allem auf das Nachrüsten von Sensoren an Maschinen und Anlagen, wodurch ein aufwändiger Eingriff in die Steuerung vermieden wird. So entstehen schnell nachrüstbare, aber auch mit den Anforderungen wachsende Systeme zur Zustandsüberwachung, die Betreibern umfangreiche Möglichkeiten eröffnen – von der Echtzeit-Analyse bis hin zur prädiktiven Instandhaltung. In einem laufenden Pilotprojekt mit der Deutschen Bahn evaluiert das Team aktuell den Einsatz von Sensorlink für die Digitalisierung von Aufzügen und Fahrtreppen in Bahnhöfen. Daneben sehen die Münchener jedoch noch weitere Einsatzbereiche, besonders in der industriellen Produktion. Retrofitting-Lösungen wie Sensorlink stellen vor allem für kleine und mittelgroße Unternehmen eine attraktive Alternative zur Neuanschaffung beziehungsweise Komplettmodernisierung dar. Bereits vor der offiziellen Unternehmensgründung im Januar 2016 konnte das Gründerteam die Jurys des Exist-Forschungstransferprogramms des BMWi, des Gründerwettbewerbs IKT Innovativ und des Deutsche Bahn Accelerators Mindbox von seiner Idee überzeugen. Im Mai 2016 gewannen sie außerdem die Teilnahme am Chal lengeUp! IoT Accelerator von Intel, Cisco und der Deutschen Telekom. Im Jahr 2017 plant Dynamic Components nun den Abschluss einer Finanzierungsrunde mit Investoren, um die Geschäftsidee zu skalieren. www.dynamic-components.de 46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2017

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