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Industrielle Automation 1/2016

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Industrielle Automation 1/2016

SZENE Die

SZENE Die Spintronik-Technologieplattform Wissenstransfer zwischen Spitzenforschung und Unternehmen 01 Links v.l.n.r.: Dr. Rolf Slatter (Sensitec GmbH), Staatsministerin Eveline Lemke, Dr. Britta Leven (TU Kaiserslautern), Dr. Frederick Casper (Johannes Gutenberg- Universität Mainz) 02 Industriell gefertigter Wafer mit Speichereinheiten aus den gemeinsamen Forschungsarbeiten der TU Kaiserslautern und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Ingenieuren bringt Ideen aus Forschung und Entwicklung in die Praxis. Wir berichten über eine Kooperation, die wesentliche Fortschritte in der Entwicklung magnetischer Sensoren und Speichereinheiten erzielt hat und dafür mit einem Innovationspreis prämiert wurde. E s kann Jahre dauern, bis Produkte aus der universitären Grundlagenforschung ihren Weg in industrielle Anwendungen finden. Ein neuartiger Technologietransfer-Ansatz hat nun die schnelle Umsetzung in die industrielle Produktion auf den Weg gebracht. Die Rede ist vom Forschungsprojekt „Spintronik-Technologieplattform in Rheinland- Pfalz“ (STeP), das den Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2016 in der Kategorie „Kooperationen“ erhalten hat. Der Preis wird jährlich von der Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke, in Kooperation mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern des Landes verliehen. Im Gemeinschaftsprojekt der TU Kaiserslautern und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wurde mit Beteiligung von Sensitec eine Technologieplattform aufgebaut, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Physik schnell und direkt in der industriellen Praxis umzusetzen und sie primär regionalen kleinen und mittelständischen Firmen zugänglich zu machen. Die Partner haben dabei wesentliche Fortschritte in der Entwicklung magnetischer Sensoren und Speichereinheiten erzielt. „Die energieeffizienten Sensoren werden vor allem bei Anwendungen im Kontext mit Industrie 4.0 oder dem Internet der Dinge zunehmend benötigt“, heißt es zur Innovations-Preisverleihung. Spintronik ist eine junge Technologie, die nicht nur die elektrische Ladung, sondern auch den „Spin“ von Elektronen nutzt. Sie kommt z. B. in Festplattenleseköpfen zum Einsatz. In dem Forschungsprojekt Step, das zwischen 2012 und 2015 vom Land gefördert wurde, gelang es, durch eine Kooperation von Wissenschaftlern und Prozessingenieuren die Ideen-Überführung in die Anwendung zu beschleunigen. In Rekordzeit konnten die Partner physikalische Probleme bei der industriellen Herstellung von Tunnelmagnetowiderstands-Schichtsystemen und bei der Integration neuer Heusler-Schichten in die vorhandene Siliziumtechnologie lösen. Sie entwickelten zudem ein Verfahren für eine integrierte und damit deutlich schnellere Qualitätsprüfung von Magnetsensoren. „Das Projekt ist ein Paradebeispiel für direkten Technologietransfer, aus dem universitären Umfeld hinaus in die Wirtschaft, den wir dank der Förderung umsetzen konnten. Bei einer solch engen Kooperation profitieren alle Beteiligten vom Wissen und den Erfahrungen der anderen“ so Prof. Dr. Burkard Hillebrands, der das Projekt mit Dr. Britta Leven an der TU Kaiserslautern koordinierte. „Es ist uns gelungen, eine Plattform zu etablieren, bei der die Industrie unsere Ideen und Forschungen begleitet. Wir konnten Maschinen und Messgeräte nutzen, die uns sonst nicht zur Verfügung stünden“, sagte Univ.-Prof. Dr. Mathias Kläui von der JGU. „Durch die Kooperation mit den Universitäten wird das Time-to-market verkürzt und überdies führt der Zugang zu aktuellem Wissen der Universitäten zur Verbesserung der Entwicklungsqualität“, erklärt Dr. Rolf Slatter, Geschäftsführer von Sensitec. Die Technologieplattform ist eng verbunden mit den Landesforschungszentren Optimas (Landesforschungszentrum Optik und Materialwissenschaften an der TU Kaiserslautern) und Cinema (Center for Innovative and Emerging Materials an der JGU Mainz). Ferner waren die Netzwerkstrukturen der „Innovationsplattform für magnetische Mikro systeme Innomag“ von Bedeutung. Foto: 02 Andrés Conca Parra/TU Kaiserslautern www.sensitec.com 10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2016

SZENE Bachmann blickt optimistisch in die Zukunft Mit einer Umsatzsteigerung (2015) von 13 % auf 68 Mio. EUR ist Bachmann Electronic weiter auf der Überholspur. „Die erfreuliche Ertragssituation und die stabile Eigenkapitalquote bestätigen, dass wir in der Vergangenheit den richtigen Kurs eingeschlagen haben“, so Bernhard Zangerl (li.), CEO bei Bachmann Electronic. Hierbei bezieht er sich auf die kontinuierliche Optimierung interner Prozesse, die stetige Investition in Forschung und Entwicklung sowie die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens. In allen Zielbranchen (Windkraft, erneuerbare Energien, Industrie/Maschinenbau, Marine/Offshore) wurden positive Entwicklungen verzeichnet, allen voran im Segment Wind. Im Bereich Industrie notierte das Unternehmen eine zweistellige Wachstumsquote und lag damit über dem Entwicklungstrend der Maschinenbaubranche. Das Unternehmen geht insgesamt von einem weiterhin anhaltend positiven Geschäftsverlauf für 2016 und einer entsprechenden Umsatz- und Ergebnissteigerung aus. Kistler Gruppe wächst trotz Stärkung des Schweizer Franken Die Kistler Gruppe verzeichnete Ende August 2015 einen Auftragseingang von 215 Mio. Schweizer Franken und ist damit gegenüber der Vorjahresperiode um 3,2 % resp. währungsbereinigt um 10,7 % gewachsen. Die stärkste Dynamik ist im europäischen Automobilmarkt spürbar. Wie die meisten exportorientierten Schweizer Unternehmen hat die abrupte Stärkung des Schweizer Franken auch die Kistler Gruppe getroffen. Langfristige Maßnahmen werden die Wettbewerbsfähigkeit jedoch sichern. Dazu gehört u. a. die geplante Reduktion des Zuliefereranteils, der in Schweizer Franken abrechnet. Zudem wird die Verlagerung einzelner Betriebsteile oder Produktionsprozesse in den Euroraum forciert. So ist im neuen Europa-Headquarter in Böblingen-Sindelfingen Platz für einen späteren Ausbau reserviert und das Software-Entwicklungszentrum in Bratislava wird flächenmäßig verdoppelt. Ein weiterer Ausbau im Produktionszentrum Lorch wurde bereits in Angriff genommen. Parallel dazu wurde auch das Tech- Center Shanghai auf die doppelte Fläche erweitert. www.kistler.com www.bachmann.info www.mpihome.com Präzise Messdatenerfassung. Immer und überall. m+p international liefert Komplettsysteme zur kontinuierlichen Messdatenerfassung, Signalanalyse und Prozessüberwachung. Für effizientes Messen und hochgenaue, wiederholbare Messergebnisse unabhängig von der Kanalzahl. n n n n n Skalierbar für jede Testgröße Messung von Temperatur, Spannung, Dehnung, Druck, Kraft, Beschleunigung, Kraft, etc. Ethernet, USB, PCI, PXI, LXIbus und VXIbus Messhardware namhafter Hersteller wie National Instruments Umfassendes Datenmanagement (SQL-Datenbank) Standalone-Datenerfassung m+p international Mess- und Rechnertechnik GmbH Thurnithistraße 2 • 30519 Hannover Telefon: 0511 856030 sales.de@mpihome.com www.mpihome.com